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St. Lorenzen im MürztalWenn das Hühnerei in der Schule zu leuchten beginnt

Den Wert des Eis als Nahrungsmittel wollen die Seminarbäuerinnen den Schülern vermitteln. Elfriede Wöls war in St. Lorenzen zu Gast.

Seminarbäuerin Elfriede Wöls erklärt das Innere des Hühnereis
Seminarbäuerin Elfriede Wöls erklärt das Innere des Hühnereis © Martina Pachernegg
 

Ein Hühnerei gegessen haben die Schüler der 3. A-Klasse der Volksschule St. Lorenzen alle schon. Es näher betrachtet haben aber die wenigsten. „21 Tage brütet eine Henne das Ei aus, bis ein Küken schlüpft. Wenn das Ei hingegen kühl gelagert wird, ist es 28 Tage lang haltbar und wir können es essen“, erklärt Elfriede Wöls aus Thörl-Etmißl den Schülern. Sie ist Seminarbäuerin und klärt die Schüler über das Ei als wertvolles Nahrungsmittel auf. „Eier stärken die Leber, die Muskeln und das Immunsystem, sind Gehirn-Nahrung und liefern Energie für den Tag. In so einem Hühnerei steckt also viel mehr, als man vermutet“, sagt Wöls.

Um den Schülern nicht nur das Äußere des Eis näher zu bringen, hat Wöls einen Trick parat. Sie hat das rohe Hühnerei zwei Tage lang in Essig eingelegt, damit sich die Kalkschale auflöst. „Jetzt ist nur noch das rohe Ei mit der Eihaut übrig geblieben“, sagt die Seminarbäuerin. Sie hält das Ei in der Hand und leuchtet mit einer Taschenlampe auf das Ei. „Da muss man ganz vorsichtig sein. Das Ei ist ohne Schale sehr weich und kann schnell kaputt gehen“, mahnt Wöls und zeigt den Schülern den Eidotter, der von den sogenannten Hagelschnüren in der Schwebeposition im Eiklar gehalten wird.

Die Kulinarik

Neben den Fakten rund um das Hühnerei vergisst Wöls nicht auf die Kulinarik: „Vier Minuten muss ein weich gekochtes Ei im kochenden Wasser sein, ein hartes Ei braucht acht Minuten. Und für eine Eierspeise müssen wir die Eier aufschlagen.“ Gesagt, getan. Die Schüler schlagen rasch Eier auf und geben die Masse in die Pfanne, damit sie schnell zu ihrer köstlichen Jause kommen.

Die Eierspeise

Zutaten: Zwei Eier, ein Teelöffel Butter, Kräutersalz, Pfeffer.

Zubereitung: Einer in eine Tasse schlagen und mit einer Gabel leicht verschlagen. Butter in einer Pfanne (ideal sind beschichtete Pfannen) zerlassen und die Eiermasse dazugeben.
Nun die Masse bei mäßiger Hitze stocken lassen, dabei die Masse immer vom Rand her in die Mitte schieben, bis die Masse gestockt ist. Nicht zu viel rühren - die Masse soll flockig bleiben.
Auf einen vorgewärmten Teller geben, mit Kräutersalz und Pfeffer betreuen und nach persönlichem Gusto mit frischen Kräutern verfeinern.

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