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Seewiesen/TurnauSpannender Kontrast zwischen Alt und Neu

Der aus Kapfenberg stammende Künstler Helmut Kand gestaltete Altar, Ambo, Sessio, Leuchter und Taufbecken.

Künstler Kand und Architekt Klerings am Altar
Künstler Kand und Architekt Klerings am Altar © Ulf Tomaschek
 

Der Kontrast wird so manchen Besucher der restaurierten St.-Leonhard-Kirche in Seewiesen erschrecken, verstören oder gar ärgern. Andere wiederum werden das Reizvolle an eben diesem Kontrast wahrnehmen und sich an der – trotz der Verwendung von Edelstahl – Leichtigkeit von Altar, Ambo, Altar- und Osterkerzenständer, Chorbestuhlung und Untersatz des Taufbeckens erfreuen. Geschaffen wurde diese Kirchenausstattung von Helmut Kand. Der aus Kapfenberg stammende Künstler hat neben dem heimischen Werkstoff Edelstahl auch viel Glas für die Gestaltung verwendet.

Der Altar als liturgisches Zentrum ist mittig im Chorraum positioniert, lässt aber rundherum genug Bewegungsraum. Der Ambo – das Lesepult – ist so platziert, dass Priester und Lektor zum einen gut zu sehen und zum anderen auch gut zu hören sind. Der zum Kirchenvolk hin geöffnete Fuß des Ambo soll ein aufgeschlagenes Buch symbolisieren. Auch die Kerzenständer und der Würfel, der das alte Taufbecken trägt, sind stilistisch an Altar und Ambo angelehnt und geben dem Betrachter das Gefühl der Einheit und Geschlossenheit, erklärt der Wiener Architekt Wolf C. Klerings, der an der Umsetzung von Kands Werken mitgewirkt hat.

Ziel Kands war auch, gegenwärtiges Schaffen in der sakralen Landschaft abzubilden – in der Verbindung mit dem religiösen Ort und seiner Botschaft sollte so etwa Einmaliges entworfen werden.

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