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Bruck-MürzzuschlagRotes Kreuz: 900 Mitarbeiter für 100.000 Menschen

Das Rote Kreuz zeigt sich mit der Fusion der Bezirke zufrieden, braucht aber mehr Helfer.

© Marco Mitterböck
 

Über 800 Ehreamtliche, 66 hauptamtliche Mitarbeiter und durchschnittlich 36 Zivildiener sind für den Rotkreuz-Bezirk Bruck-Mürzzuschlag tätig. Klingt viel? Ist es allerdings nur bedingt, schließlich teilen sich diese 900 Personen auf zehn Ortsstellen auf, von wo aus sie wiederum 100.000 Menschen versorgen. „Unser Ziel ist es, innerhalb von 15 bis 20 Minuten am Einsatzort zu sein. Die Sicherheit ist ein wichtiger Faktor des Wohlbefindens“, sagte Bezirksstellenleiter Siegfried Schrittwieser nun im Zuge der Leistungspräsentation.

Dabei wurde auch thematisiert, dass die Zahl der Zivildiener kontinuierlich zurückgeht, was letztlich die Anstellung von mehr Hauptberuflichen mit sich zieht. „Am Anfang verdienen sie nur 1380 netto, haben aber eine große Verantwortung“, merkte Schrittwieser kritisch an. Letztlich sei es eine Aufgabe der Gemeinden und des Landes, dafür zu sorgen, das aktuelle Rettungsnetz mit all seinen helfenden Händen zu erhalten. Bereits jetzt zeigen sich die Gemeinden großzügig. „Wir brauchen pro Jahr vier, fünf neue Autos“, sagte Bezirksgeschäftsführer Erwin Schume, weil ein Auto pro Jahr 60.000 Kilometer zurücklegt und nach 500.000 Kilometern das Lebensende erreicht.

Ebenso beeindruckend: Die Freiwilligen leisteten in den vergangenen zwölf Monaten 180.000 Stunden. Eine Zahl, die Schrittwieser auch deshalb freut, weil diesem Jahr die Bezirksfusion von Bruck/Kapfenberg und Mürzzuschlag vorangegangen war. „Wir hatten gedacht, es könnte schwierig werden, weil es um Funktionen und Zuständigkeiten gehen würde.“ Diese Befürchtungen, so Schrittwieser, hätten sich allerdings nicht bewahrheitet: „Es ist ein Leuchtturmprojekt für die Steiermark.“ Gut möglich, dass also bald der Rotkreuz-Bezirk Leoben dazukommt.

Leistungsbilanz

• 565 Mitarbeiter im Rettungsdienst;
• 156.009 ehrenamtlich geleistete Stunden im Rettungsdienst;
• drei durchgehend besetzte Notarztstützpunkte (Bruck, Mürzzuschlag, Mariazell) mit mehr als 3.000 Einsätzen pro Jahr;
• 241 Mitarbeiter in den Sozialen Diensten;
• 139 Jugendliche, 42 Jugendbetreuer;
• 58.685 Einsätze;
• Bis zu 220 Einsätze pro Tag;
• 1,75 Millionen Kilometer mit 44 Fahrzeugen;
• 228 Erste-Hilfe-Kurse.

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