MürzzuschlagLetztes Nostalgiefest im Südbahnmuseum bis 2024

Am Vatertag findet das beliebte Nostalgiefest des Südbahnmuseums Mürzzuschlag statt. Dann gibt es eine Pause bis zum Jahr 2024.

Freuen sich schon auf das Nostalgiefest: Rudischer, Ogris, Schlathau und Baumann (v. l.)
Freuen sich schon auf das Nostalgiefest: Rudischer, Ogris, Schlathau und Baumann (v. l.) © Ulf Tomaschek
 

Den 10. Juni, den Vatertag, habe man heuer durchaus bewusst für das Nostalgiefest des Südbahnmuseums gewählt, gibt Museumsleiterin Kerstin Ogris zu – schließlich sind Eisenbahnfans vorwiegend männlich. Das soll aber Frauen und Kinder nicht daran hindern, zum Fest zu kommen – gibt es doch auch ein umfangreiches Rahmenprogramm, bei dem niemand zu kurz kommen sollte.

Und noch einen gewichtigen Grund gibt es, das heurige Nostalgiefest zu besuchen, ist es doch das letzte für etliche Jahre. Der Grund dafür sind die Bauarbeiten im und um den Mürzzuschlager Bahnhof, die im März 2019 beginnen. „Die ÖBB haben uns bereits 2016 darauf aufmerksam gemacht“, sagte Ogris und verweist darauf, dass es die Modellbahn-Ausstellung, die jeweils in den ungeraden Jahren stattfindet, geben wird. „Und für das Jahr 2020 sind wir schon am Nachdenken, was wir anstelle des Nostalgiefests anbieten werden. 2024 soll dann das Fest wieder stattfinden“, ergänzte die Museumsleiterin, die gestern gemeinsam mit Bürgermeister Karl Rudischer sowie Brigitte Schlathau und Thomas Bauman von der Mürzzuschlag Agentur das Programm präsentiert hat.

Ein Aufhänger für das diesjährige Nostalgiefest sind auch 20 Jahre Unesco-Weltkulturerbe Semmeringbahn. Daher werden die acht Gemeinden an der Semmeringbahn – Mürzzuschlag, Spital, Semmering, Breitenstein, Schottwien, Reichenau, Payerbach und Gloggnitz – bundesländerüberschreitend eine Zeitreise in Form eines „lebenden Museums“ mit Schauspiel und Aktionen anbieten.

Für das Jahr 2020 sind wir schon am Nachdenken, was wir anstelle des Nostalgiefests anbieten werden.

Kerstin Orgis

Im Mittelpunkt stehen aber natürlich die historischen Fahrzeuge, die an diesem Tag nach Mürzzuschlag kommen, darunter die Diesellokomotive 644, die aus Slowenien kommt, die Falcon, ebenfalls eine Diesellok, oder eine Dampflok der MÁV-Baureihe 424. Leider hat die Museumsleiterin auch eine schlechte Nachricht für alle Eisenbahnfreunde: „Das älteste Exponat, eine Dampflok der Graz-Köflach-Bahn, hat einen Tenderriss und kann daher nicht kommen. Ersatz ist ein „Roter Blitz“.

2500 Besucher hat das Nostalgiefest 2016 angelockt, eine Zahl, die man auch heuer wieder erreichen will. Die Eisenbahnfreunde kommen dabei nicht nur aus der Region oder aus dem Wiener Raum, sondern auch vielfach aus dem Ausland. Rund 1000 ausländische Besucher werden allein mit den Sonderzügen in diesem Jahr in Mürzzuschlag eintreffen, darunter eine britische Delegation, die von Ungarn aus das Nostalgiefest ansteuert.

Bürgermeister Rudischer sieht im Südbahnmuseum ein „Herzstück“ des Tourismus in einer traditionellen Industrieregion. Und er sieht nicht nur Nostalgie und Vergangenes. „Wir profitieren ja von den guten Verkehrsanbindungen.“ In diesem Sinn schlagen für Rudischer der Bau des Semmeringbasistunnels und der Umbau des Mürzzuschlager Bahnhofs auch eine Brücke in die Zukunft des regionalen Verkehrswesens.

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