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ThörlSchloss Thörl ist um 1,5 Millionen Euro zu haben

Das Schloss Thörl ist zum Verkauf ausgeschrieben. Man wünscht sich einen Käufer mit Sinn und Gefühl für das Historische.

Vom halbrunden Tor im 500 Jahre alten Schloss hat Thörl den Namen
Vom halbrunden Tor im 500 Jahre alten Schloss hat Thörl den Namen © Franz Pototschnig
 

Im Jahr 1980 begann der Anwalt Karl Hempel, Besitzer des Schlosses Thörl, mit der Generalsanierung seines Schlosses. Es sollte 30 Jahre dauern und sehr viel Geld kosten, bis er das Schloss in jenen Zustand versetzen konnte, in dem es heute ist. Hempel war dies auch deshalb ein großes Anliegen, weil sein Großvater, der Gewerke Ignaz Fürst, schon 1870 das weitläufige Anwesen umbauen wollte, es dann aber an Johann Pengg von Auheim verkaufte.

Jahrhundertelang fuhren die Fuhrwerke durch den Torbogen mitten im Schloss, wenn sie zwischen Kapfenberg und Mariazell unterwegs waren. Daher auch der Name „Thörl“.

Karl Hempel verstarb 2015, das Schloss wurde in eine Familienstiftung übergeführt, und die Witwe Manuela Hempel wollte das Gebäude auch der Öffentlichkeit zeigen. Deshalb nahm sie 2016 auch am „Tag des Denkmals“ teil und öffnete erstmals die Pforten des Schlosses. In weiterer Folge sollten auch Taufen, Hochzeiten, Tagungen, Konzerte oder Firmenfeiern dort stattfinden, aber es fand sich kein Unternehmer, der dieses vielschichtige Gebiet übernommen hätte.

Mitte Februar wurde ein „Valentinsdinner“ angeboten, ein weiterer Schritt der Öffnung. Aber schon bald darauf wurde es zum Verkauf ausgeschrieben. Man findet es auch auf der Internet-Plattform „willhaben.at“, wo für das schöne Objekt mit 915 Quadratmetern Wohnfläche ein Kaufpreis von 1,490.000 Euro aufgerufen wird. Zum Schloss gehört auch ein fast 10.000 Quadratmeter großer Park.

Es soll jemand sein, der ein Herz und Gefühl dafür hat, und auch ein Konzept, wie es zu bewirtschaften wäre. Am besten wäre jemand mit Schlosserfahrung.

Alfred Xaver Kiesling, Makler

So schnell geht’s aber freilich nicht, wie der Wiener Immobilienmakler Alfred Xaver Kiesling betont: „Es sollte jemand sein, der ein Herz und ein Gefühl für dieses historische Gebäude hat, und auch ein Konzept, wie es zu bewirtschaften wäre. Am besten jemand mit Schlosserfahrung.“

Zum Kaufpreis kommt man übrigens nicht durch nüchterne Eckdaten wie Bauzustand oder Restnutzungsdauer, es spielen auch andere Faktoren hinein, Kiesling nennt das „Bauchgefühls-Bewertung“. Er könnte sich Gastronomie vorstellen, oder auch einen Tagungsort für einen Industriekonzern. Kurz: Ein Konzept mit Hand und Fuß, ohne ein solches sei das Schloss ohnehin nicht zu erhalten.

Das Interesse ist laut Kiesling vorhanden, es gab schon mehrere Anfragen. Aber noch ist das Schloss Thörl zu haben.

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