BruckDer steirischen Industrie fehlen 2000 Mitarbeiter

Beim Valentinsempfang von Hans Seitinger referierte der steirische IV-Präsident Georg Knill.

Georg Knill (l.) mit Hans Seitinger
Georg Knill (l.) mit Hans Seitinger © Franz Pototschnig
 

Sehr gut besucht war der „12. Valentinsempfang“ von Landesrat Hans Seitinger in der Brucker Wirtschaftskammer. Neben wichtigen Vertretern aus Industrie und Wirtschaft waren auch Bürgermeister und regionale ÖVP-Politiker stark vertreten. Angesichts des Faschings-Finales meinte Seitinger, dieser Abend sei „eine gute Ausrede für alle, die schon genug von den Bällen haben“.

Referent war der Präsident der Industriellenvereinigung Steiermark, Georg Knill. Der oststeirische Industrielle ist Chef der Knill-Gruppe mit 2000 Beschäftigten, die in 26 Ländern im Bereich Energie und Kommunikation tätig ist.

Knill betonte zu Beginn seines Vortrags die Bedeutung der steirischen Industrie: „34,2 Prozent, also mehr als ein Drittel der Wertschöpfung, kommt aus der Industrie. Das waren im Vorjahr fast 38 Milliarden Euro.“ Und: Inklusive des Umfeldes ist fast jeder zweite steirische Job in der Industrie angesiedelt. Knill: „Die Steiermark lebt von der Industrie.“
Diese Bedeutung sei viel zu wenig bekannt, so Knill weiter, und er zog den Vergleich mit dem Tourismus, der nur 4 Prozent der Wertschöpfung erwirtschafte. Auch die Landwirtschaft sei mit 2 Prozent in dieser Wertung weit abgeschlagen.

Trotz dieser Bedeutung der Industrie und trotz der guten Konjunktur gebe es aber auch Probleme. Vor allem fehlen derzeit die Fachkräfte: „Die Industrie hätte ganz dringend 2000 Jobs zu besetzen. Es gibt in der Steiermark 40.000 Arbeitslose, die aber nicht die nötige Qualifikation haben.“ Knill sprach sich deshalb für eine gezieltere Ausbildung, aber auch für die Zuwanderung von Facharbeitern aus. Und man müsse ein neues Image für die Lehre schaffen.

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