BruckBezirk verlor an Einwohnern

Die Einwohnerzahl im Bezirk ist im Vorjahr um 377 Personen gesunken. Das sind nur 0,4 Prozent, liegt aber unter dem Landesschnitt.

Spital am Semmering hat die meisten Einwohner gewonnen
Spital am Semmering hat die meisten Einwohner gewonnen © Franz Pototschnig
 

Eines gleich vorweg: Die Bevölkerung im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag sank im Vorjahr von 99.834 auf 99.457 Bewohner. Das entspricht einem Rückgang von 377 Personen oder 0,4 Prozent. Dies ist ein stärkerer Rückgang als in der gesamte Steiermark, der mit 0,2 Prozent relativ moderat ausfiel. Österreich insgesamt hingegen legte um 0,6 Prozent zu und hält nun bei 8.823054 Einwohnern, die 9-Millionen-Grenze ist also nicht mehr weit. 15,8 Prozent oder 1,4 Millionen Menschen davon sind ausländische Staatsbürger, von denen wiederum nahezu die Hälfte aus EU-Staaten stammen.

Zurück in den Bezirk Bruck-Mürzzuschlag: Hier sind die Veränderungen in den meisten Gemeinden nicht sehr auffällig. Sechs Gemeinden haben einen Zuwachs zu verzeichnen: Krieglach, Spital, Stanz, Turnau, Bruck und St. Marein im Mürztal. Zwei Gemeinden blieben im letzten Jahr exakt gleich: Langenwang mit 3868, Tragöß-St. Katharein mit 1887 Einwohnern. Verluste gab es in allen übrigen elf Gemeinden.

Spital stockte auf

Den prozentuell größten Zuwachs verbuchte Spital am Semmering mit 4,4 Prozent. Allerdings handelt es sich dabei vor allem um Veränderungen im Asylantenheim „Haus Semmering“, das im Vorjahr wieder kräftig aufgestockt wurde. Dies bestätigt Bürgermeister Reinhard Reisinger, der auch Standesbeamter ist und daher dieses Auf und Ab unmittelbar miterlebt. Die ortsansässige Bevölkerung Spitals musste hingegen einen Rückgang hinnehmen, wie er sagt: „Wir hatten im Vorjahr 33 Sterbefälle und nur 7 Geburten, das zeigt die Entwicklung deutlich.“

Gewinner & Verlierer

Der Bezirk verlor im Vorjahr 0,4 Prozent der Bevölkerung, das sind 377 Personen.
Das größte Bevölkerungsplus im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag verzeichnete Spital/Semmering mit 4,4 % oder 68 Personen.
Den größten Rückgang musste Neuberg mit 4,8 % oder 125 Personen hinnehmen.
Auch die Städte mussten Rückgänge verzeichnen – bis auf Bruck, das um 0,2 Prozent zulegte.

Das größte Minus musste Neuberg an der Mürz hinnehmen, dort sank die Bevölkerung um 4,8 Prozent oder 125 Personen. Laut Bürgermeister Peter Tautscher liegt auch das an der Belegung des Asylheimes in Mürzsteg, die zurückgefahren wurde: „Aber wir hatten im Vorjahr auch rund 50 Todesfälle, deutlich mehr als in einem normalen Jahr.“ Laut Tautscher schlägt sich dieser Rückgang durch die geringeren Bundes-Ertragsanteile spürbar im Gemeindebudget nieder.

Kapfenberg schließt zu Leoben auf

Auch die Städte im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag haben durchwegs Rückgänge zu verzeichnen, am stärksten Mariazell mit 1,9 Prozent. Nur in Bruck wuchs die Bevölkerung, und zwar um 36 Personen, das sind 0,2 Prozent. Und noch etwas fällt auf: Kapfenberg verlor weniger als Leoben, der Abstand der zweit- zur drittgrößten Stadt der Steiermark wird weiter kleiner: Leoben hält derzeit bei 24.646 Einwohnern, Kapfenberg ist mit 22.791 Einwohnern schon auf knapp 2000 Einwohner an die Montanstadt herangekommen.

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