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SOZIALES

Wohnmodell Eisenerz: Senioren in die Innenstadt

Altersgerecht soll das Wohnen im Zentrum von Eisenerz in den nächsten Jahren sein. So sind die Pläne des Vereins „Wir für uns“ in Eisenerz“. Diskutiert wurde das nun im Vereinsbüro. Von Johanna Birnbaum

Christine Brunnsteiner (vorne links) und Helma Reheis (2. v. r.) vom Verein „Wir für uns“ haben mit ihren Mitstreitern schon viel in Eisenerz bewegt. Nun wird das Modell „Altersgerechtes Wohnen im Zentrum “ in der Eisenerzer Innenstadt (Foto rechts) angepackt
Wir für uns © Johanna Birnbaum
 

Wir haben schon im vergangenen Jahr immer wieder diskutiert, wie wir es schaffen könnten, für ältere Menschen hier im Zentrum Wohnraum zu schaffen, wo sie altersgerecht wohnen können. Bitte nicht mit betreutem Wohnen verwechseln, das wird und soll es nicht sein“, erklärt Christine Brunnsteiner vom Verein „Wir für uns“ im Vereinsbüro gleich beim Bergmannplatz in Eisenerz. Mitten im Zentrum sozusagen. Und dort soll auch schon bald ein Wohnmodell entstehen, das Senioren in die Altstadt bringt. Für immer, um dort im Zentrum zu wohnen.
„Es soll ein Modell sein, bei dem Menschen in Räumlichkeiten untergebracht sind, die altersgerecht sind. Wo ein Hausmeister sich um Vieles kümmert, aber auch eine Art Gemeindeschwester Termine fixiert und einfach als Ansprechpartnerin da ist. Die Bewohner können das Angebot annehmen, müssen es aber nicht“, erzählt Brunnsteiner weiter.

Diskussionsprozess

Gemeinsam mit Gernot Tilz, Hans Kolb, Bernd Edelsbrunner und Harald Bergmann sei sie im Vorjahr darangegangen, Modelle zu überlegen. Der gemeinsame Nenner war immer, die Senioren in die Stadt, ins Zentrum zu bringen, und nicht an die Peripherie auszusiedeln. Auch Vertreter der Wohnungsgenossenschaft WAG waren bei der Diskussion dabei. „Auch dort will man versuchen, leer stehende Wohnungen altersgerecht zu gestalten und durch Hilfestellungen Wohnen in jedem Alter ermöglichen“, so Brunnsteiner. Der Verein „Wir für uns“ werde ein Betreuungskonzept erstellen, an dem auch die WAG Interesse zeigt.
Im Moment sei man noch mitten im Diskussionsprozess, obwohl es schon Konkretes gibt. „Wir haben in der Innenstadt ein paar Häuser ins Visier genommen, die sich anbieten würden. Jetzt geht es einmal darum, Strukturen aufzubereiten“, führt Brunnsteiner weiter aus.
„Die Wahrscheinlichkeit, dass es verwirklicht wird, ist sehr hoch. Das Objekt in der Altstadt würde sieben Wohnungen und einen Begegnungsraum beinhalten, bereits vier Damen haben ihr Interesse für eine Wohnung angemeldet“, erklärt Brunnsteiner, die auch betont, dass sich die Wohnbaugenossenschaft GIWOG, die eines Hauses Hause, sehr entgegenkommend zeigt. „Im besten Fall kann noch heuer mit den Umbauarbeiten begonnen werden“, blickt die Vereinsobfrau optimistisch in die Zukunft.

Vorreiterrolle

Erfreulicherweise würden sich alle Seiten höchst motiviert zeigen, diese Idee zu verwirklichen. „Das freut mich natürlich besonders, weil ich von Anfang an davon überzeugt war, dass mit der Einbindung der Älteren in das soziale Leben und der gleichzeitig erfolgenden Wiederbelebung des Zentrums ein zukunftsweisender Schritt für viele Orte mit ähnlicher demografischer Bevölkerungsstruktur getan wird“, sagt Christine Brunnsteiner, die mit fleißigen Mitstreitern schon einiges in Eisenerz bewegt hat. So haben rührige Senioren den Busbahnhof neu gestaltet und gestrichen, einen Spazierweg wieder begehbar gemacht und auch mit der Sanierung und Verschönerung der Friedhofsmauer begonnen.

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