AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Eisenerz/Seckau

Mit dem Zweirad um die Welt

Große Hitze, klirrende Kälte, viele einsame Stunden, interessante Begegnungen: Niko Krauland (28) radelte durch die weite Welt.

Eine Reise um die Welt aus eigener Muskelkraft: Der Seckauer Niko Krauland (28), der am Borg Eisenerz maturierte © Krauland
 

Schulmäßig geregelt ist das Leben von Niko Krauland derzeit im Gymnasium Hallein. Dort macht der studierte Sport- und Geografielehrer seit September sein Probejahr. Vor einem Jahr sah sein Leben ganz anders aus. Da radelte der Seckauer, bereits seit zehn Monaten durch die Welt. Weitere sieben sollten noch folgen.

„Ich habe meine erste große Tour mit 13 Jahren gemacht. Da ging es mit meinem Vater mit dem Radl nach Venedig. Es hat Spaß gemacht, aus eigener Muskelkraft weiterzukommen“, erzählt der begeisterte Sportler. Die Leidenschaft für das Fahrrad ist geblieben. Die Abenteuerlust auch. Während Altergenossen sich die Sonne auf den Bauch scheinen ließen, bescherte diese Krauland bei seinen Fahrradreisen oft erschwerende Hitze.

2011 reiste er auf zwei Rädern während der Sommerferien einen Monat lang von Graz nach Odessa, ein Jahr später wurde China per Fahrrad erobert, danach der Süden Indiens. „Meine Abenteuerlust ist groß. Mit dem Rad kann man anders reisen. Ich war auch als Backpacker unterwegs, da übernachtet man meist in Motels. Ich kann mit dem Rad überall hinkommen und schlafe im Zelt“, erklärt er die Gründe für seine bekennende Leidenschaft fürs Radeln.

Niko Krauland (28) Foto © Krauland

Sein größtes bisheriges Abenteuer nahm er nach Abschluss des Studiums in Angriff: 17 Monate mit dem Rad um die Welt. „Ich habe das sehr genau geplant. Fünf Euro rechnete ich mir als Tagesbudget aus. Das ging sich aus, manchmal habe ich mehr gebraucht, manchmal weniger“, erzählt Krauland.

Ein Vorteil sei gewesen, dass er sein Fahrrad von KTM für Testzwecke zur Verfügung gestellt bekommen hat. „Wenn ich Ersatzteile gebraucht habe, wurde mir unterwegs geholfen. Das war hilfreich und beruhigend“, berichtet er.
Bei seiner Reiseroutenplanung stand eines fest: Richtung Asien sollte gehen. „Der Westen ist touristisch erschlossen. Das wollte ich nicht“, sagt er.

Stationen

So ging es über Slowenien, Bulgarien, die Türkei und den Iran, weiter nach Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan nach Kirgisien. „Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, ist auch deshalb so wunderbar, weil man die Menschen und ihre Länder viel intensiver kennenlernt. Ich wurde überall sehr gut aufgenommen. Viele Menschen haben mich mit dem wenigen, das sie haben, bewirtet. Anfangs war alles ein Problem. Das legt sich, man lernt, Gegebenheiten anzunehmen“, bemerkt er.

Sehr große Distanzen hat er mit dem Flugzeug zurückgelegt. „Nach Thailand bin ich geflogen. Dann ging es nach Australien und Tasmanien, danach nach Südafrika“, berichtet er.

Mitgenommen hat Krauland von der Reise viele Erkenntnisse: „Bei stundenlangen Fahrten hinauf auf Pässe, entlang endloser Straßen hinterfragt man, warum man etwas macht. Man kommt aber mit sich ins Reine. Das prägt“, erklärt Krauland.

In Paris angekommen, befuhr er nach knapp 16 Monaten wieder Europa: „Von da radelte ich gemütlich heim“, erzählt er.

Zur Person

Niko Krauland, geboren am 14. Februar 1988 in Graz.

Aufgewachsen ist er in Seckau, wo er die Unterstufe des Abteigymnasiums besuchte.
In der Oberstufe wechselte er ans Borg Eisenerz, wo er maturierte.

Lehramtstudium „Bewegung und Sport“ sowie „Geografie und Wirtschaftskunde“.

Derzeit unterrichtet er am BG/BRG Hallein.

Internet: www.niko-rides.com

Vorträge: 24. Oktober: Borg Eisenerz 11.45 Uhr,
25. November: Abtei
Seckau, 19.30 Uhr

 

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Lexikon12
0
0
Lesenswert?

Da gehen......

beide Daumen hoch. Beeindruckend.

Antworten