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EisenerZ*ART

Künstlerische Spuren in Eisenerz

Von wegen Sommerloch: Eisenerz*ART bespielt wieder künstlerisch die Bergmannsstadt.

Gerhild Illmaier, Veranstalterin von EisenerZ*ART
Gerhild Illmaier, Veranstalterin von EisenerZ*ART © Schaunitzer
 

Der rote Faden, der sich momentan durch Eisenerz zieht, ist eigentlich pink. Gemeint sind jene 16 Installationen, die im Rahmen von „Chain Reaction“ (Kettenreaktion) in der ganzen Stadt zu finden sind. So unterschiedlich sie auch sind - von Schriftzügen an bröckeligen Fassaden, Papierfaltkunst in einer sonst leer stehenden Glasvitrine, bis hin zum verschönerten Turm beim Sportplatz – sie alle sind mit pinken Details versehen. „Als Kontrast zur Natürlichkeit haben die Künstler diese Farbe gewählt. Es sticht in Eisenerz sofort heraus“, erzählt Gerhild Illmaier, künstlerische Leiterin von EisenerZ*ART.


Fünf Künstler aus verschiedenen Ländern haben dafür zehn Tage in Eisenerz verbracht. Sie suchten Orte, die etwas Besonderes ausstrahlen und richten durch ihre Installationen eine Lupe auf Details. Augenblicke sollen dadurch festgehalten werden. „Es soll anregen mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen und bewusst Dinge wahrzunehmen. So nehmen die Kunstwerke auch Bezug auf den heurigen Programmschwerpunkt Zeitlupe“, erklärt Illmaier weiter. Anhand eines Stadtplanes können die Installationen aufgesucht und selbst entdeckt werden. Mit Neugier seien die Kunstwerke im öffentlichen Raum aufgenommen worden. Einen geführten Rundgang wird es im Rahmen des Rostfestes geben.

Am Donnerstag, dem 18. August, werden die Ergebnisse des Wettbewerbs August Musger/Zeitlupe präsentiert.


Im August gibt es weitere Installationen und Aktionen zum Thema Zeitlupe.


Am Samstag, dem 3. September, findet das Marampa Projekt statt. In Kooperation mit dem KIÖR wird eine Installation beim Busbahnhof eröffnet sowie ein Buch präsentiert.


Von September bis Mitte 2017 läuft das Projekt eisen_BLÜTEN. Präsentiert von Claudia Czimek mit einer abschließenden Ausstellung.


Am Freitag, dem 21. Oktober, ist die Premiere von „Standby, Your Man“, einer Theaterproduktion.


Im November ist die Herausgabe von Eisenerz im Amateurfilm.


Neugier


Anfangs mit etwas Skepsis, später aber mit wachsender Neugier wurde auch der „Freiraum“ aufgenommen. Ein Raum, der im Rahmen des Projektes „Fremde werden Freunde“ als Ort der Begegnung zwischen Flüchtlingen und Eisenerzern genutzt wurde. Fünf Wochen lang wurde etwa gemeinsam gespielt, gebastelt oder auch gekocht. Ein Möbelworkshop wurde angeboten. Alte Möbel wurden dabei neu gestaltet. Diese werden heute im Rahmen des Gasslfestes in Eisenerz zu Verkauf stehen. „Durch das Projekt wurden zarte Bande geknüpft, die wir versuchen zu Netzwerken zu machen. Ein monatlicher Stammtisch wäre so eine Idee“, erzählt Illmaier.


Schon in der Schlussphase ist der Kunstwettbewerb „Zeitlupe“, bei dem es um die Idee eines Denkmals für August Musger, den „Erfinder der Zeitlupe“, in seinem Geburtsort Eisenerz geht. Die Sieger sollen am Rostfest bekannt gegeben werden.

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