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"Verantwortung an die Familien zurückgeben"

Das Projekt "Sozialnetz-Konferenz" der Bewährungshilfe will die Einmischung professioneller Helfer bei sozialen Problemen zurückdrängen.

 

Das Ziel des Projekts "Sozialnetz-Konferenz" des Vereins Neustart liegt für Susanne Pekler auf der Hand: "Wir wollen die Verantwortung für straffällig gewordene Jugendliche oder junge Menschen mit sozialen Problemen zurück in die Familie geben." Damit will sich die Leiterin von Neustart Steiermark aber nicht abputzen. "Wir haben bei der Arbeit der Bewährungshilfe zwei Dinge gesehen: Zum einen sind in der Vergangenheit immer mehr Helferinnen und Helfer in die Familien gekommen und haben diesen jegliche Verantwortung weggenommen. Andererseits haben viele Familien, nicht zuletzt jene mit Migrationshintergrund, oft gemauert, wenn es um unsere Arbeit gegangen ist." Entstanden ist das Projekt Sozialnetz-Konferenz noch in der Ära von Justizministerin Beatrix Karl.

Der Verein Neustart wurde im Rahmen der "Task-Force U-Haft" eingeladen, alternative Modelle zum Gefängnis für Jugendliche zu entwickeln. Seit 2012 wurden 73 Konferenzen durchgeführt, davon drei in den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag und Leoben, bei denen es nicht um U-Haft gegangen ist, sondern um soziale Probleme wie Schule, Arbeitsintegration, Wohnversorgung oder Suchtverhalten. In den "Sorgekonferenzen" wurden Ziele definiert, die innerhalb der Familien - dazu zählen auch Lehrer oder Vereinsfunktionäre - erreicht werden sollen. Durch das Knüpfen sozialer Netzwerke sollen Jugendlichen gestärkt, Konflikte geschlichtet und Verantwortung gefördert werden. Das Projekt "Sozialnetz-Konferenz" hat den Hauptpreis der Stiftung "SozialMarie erhalten.

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