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Gemeinderatswahl

700.000 Euro für Wahlkampfmunition

Die Wahlvorschläge sind eingereicht, nun geht es bis 22. März um jede Stimme: ÖVP und SPÖ werfen das meiste Geld in die Schlacht. Kein Vergleich zu den Neos und Namenslisten. Von Thomas Rossacher

Voves (SP) und Schützenhöfer (VP) zielen auf 286 Gemeinden ab © LPD/SCHÜTTBACHER
 

Themen: Kinderbetreuung ist für Ortschefs kein Kinderspiel

Gemeindebund ließ die Bürgermeister befragen.

Wenn 385 steirische Gemeinden zu 130 neuen Kommunen zusammenwachsen und im Anschluss gewählt wird, sind dort selbstredend die Fusionen ein zentrales Wahlkampfthema. In 156 Gemeinden und Städten der Grünen Mark wurde hingegen nicht fusioniert. Die Themen dort? Sehr lokal, vom schmerzhaften Schuldenabbau wie in Gratkorn bis zu dem „roten Bruderkrieg“ in Leoben. Wohin das Trendbarometer in der Steiermark und darüber hinaus zeigt, das hat der Gemeindebund im Dezember abfragen lassen: 503 Ortschefs gaben Prognosen für das Jahr 2015 ab. Interessant: Als wichtigstes Thema wird die Kinderbetreuung eingestuft – noch vor der Infrastruktur, der Lebensqualität vor Ort und den Arbeitsplätzen. Ein Grund: „Bei der Kleinkindbetreuung und der schulischen Nachmittagsbetreuung ist der Ausbau bei Weitem noch nicht abgeschlossen“, weiß Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer. Er wird, wie auch die Steirer, wissen, dass sich die Abwanderung nicht aufhalten lässt, wenn weiterhin junge Frauen ihren Heimatgemeinden den Rücken kehren. Nicht zufällig war das zuletzt Thema im Steirer-VP-Klub und bei SPÖ-Landesrat Schickhofer (65 Millionen für Ganztagsbetreuung).


Die erste Hürde ist geschafft: Sowohl SPÖ als auch ÖVP haben bis Freitag, 13 Uhr Wahlvorschläge in sämtlichen 286 Gemeinden (Graz wählt ja nicht) einreichen können. Fusionsbedingt treten auch FPÖ (244 Kommunen), Grüne (87) und KPÖ (30) in vergleichsweise vielen Gemeinden an. Die Neos (15) bleiben hinter den eigenen Erwartungen. Und das BZÖ meint, lokal noch für Überraschungen sorgen zu können.
Die „Bürgermeisterpartei“ VP stellt erwartungsgemäß in jeder Gemeinde Kandidaten. Sogar in Krieglach, wo Helga Grach gegen die als „unbesiegbar“ eingestufte Regina Schrittwieser (Namensliste) in den Ring steigen wird. Dort und darüber hinaus braucht es „unermüdlichen Einsatz“, so Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg. Er hat das größte Budget – man munkelt von bis zu 700.000 Euro –, um das Topergebnis von 2010 (46,7 Prozent landesweit) zu verteidigten. Ob das reicht, um in den Zentren der Fusionskritiker zu reüssieren?


Für die SPÖ ist es 2010 (37,7 Prozent) nicht so nach Plan verlaufen: Dass man trotz Querelen im Westen überall antritt, wird von Max Lercher und Team als „historisch“ gefeiert. Entscheidend werden aber wieder die „roten Hochburgen“ sein; 500.000 Euro sind budgetiert.
Die FPÖ (2010: 6,5 Prozent) wiederum jubelt über 244 Kandidaturen: Im Finale kamen noch die Stadt Murau und zwei Leibnitzer Kommunen dazu. Spannend war es aber bis zum Schluss in St. Ruprecht/Raab, wo ein Streit um die Führung ausgebrochen und der Ortsparteitag ausgefallen war. Am Ende schicken die Blauen den 23-jährigen Manuel Kahr als Spitzenkandidat ins Feld. Für die Gemeinderatswahlen sind in Summe 500.000 Euro reserviert.


Im Fall der Grünen sind es rund 200.000 Euro: Man ist erstmals in 87 Gemeinden vertreten, darunter die Bezirkshauptstädte. Und Lambert Schönleitner möchte die „Öffnung der Partei konsequent vorantreiben“. Die Latte auf Lokalebene nicht liegt allzu hoch: Das Ergebnis vor fünf Jahren machte landesweit rund zwei Prozent aus. Dahinter: die KPÖ, der heuer 30 Kandidaturen gelingen. Man ist aber nicht nur in der Angreiferposition: siehe Leoben oder Trofaiach, wo es Vizebürgermeisterin Gabi Leitenbauer wissen will. Budget: 90.000 Euro.
Davon sind die Neos weit entfernt: Von den erhofften 21 Gemeinden „in Pink“ blieben für Uwe Trummer und Mitstreiter am Freitag bloß 15. Entsprechend schmal das Wahlkampfbudget: „40.000 bis 50.000 Euro.“
Wie es den Kleinen geht, das macht die Liste der ausbezahlten Gemeinderatsparteienförderung von 2014 deutlich: So flossen beispielsweise an die Bürgerliste Ratten 293,14 Euro.

 

WAHLKÄMPFER

Der Heimkehrer

Zu Siegen verdammt ist Manfred Wegscheider im roten Kapfenberg. Die VP macht es ihm aber leicht: Nach „Putsch“ von Kurt Url gegen Andreas Handlos hat Letzterer nun wieder Oberwasser. In Lauerstellung: die Neo-Freiheitliche Maria Elisabeth Posch.

 

Der dritte Mann

Nach Wilhelm Zagler (zu wenig Rückhalt) und Walter Stückler (die Gesundheit) muss Bernd Jammernegg in Köflach für die SP die Kastanien aus dem Feuer holen. Konkurrent Johann Bernsteiner von der „Sozialen Bürgerbewegung Köflach“ ist ein ehemaliger Roter.

 

Der Herausgeforderte
In der WM-Stadt Schladming hat Jürgen Winter viel „Gegenverkehr“: von Rot (Hannes Pichler), Grün (Roland Starck), durch „Freiheitliche und Unabhängige“ (Hans-Moritz Pott) und von der neuen Liste der Fusionsgegner „Schladming neu“ (Hermann Trinker).

 

Die Heimspieler

Landstube oder Nationalrat ist das eine: Für ihre Gemeinde treten unter anderen Werner Murgg (KP), Erwin Dirnberger und Waltraud Schwammer (VP), Martin Weber und Gerald Schmid (SP), Mario Kunasek (FP) oder Neos-Landessprecher Uwe Trummer an.

Kommentare (20)

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w93hubccstbzwalpk01wq05cysig62un
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700.000€ ... dh. eher 1,4 Mio...

....aus Erfahrung stimmt die genannte Zahl so und so nie. Meistens wird das Budget doch verdoppelt oder über "Freunderlwirtschaft" wie im Fall ÖVP Schönegger in die Partei geschleust.

Solche Politiker sollten abtreten!!

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JORGE1
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700.000 Euro für die Egopflege

Einzelner. Es ist eine Schande, wieviel Gutes und wirklich Sinnvolles mit diesem (unserem!!!) Geld auf die Beine gestellt werden könnte.
Und die Nehmer dieser unnötigen Ausgaben schämen sich nicht einmal........

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EU.U
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Da franzl und Schützi

Hoffe das die Bürge die zwei Zwangs fusionieren Rotschwarz abwählen. Die überbezahlten, wenn solln wir wählen, es ist ja egal ob schwarz oder rot die spielen nach der Wahl auch wieder schön brav im Sandkasten. Vermieden uns den Glauben das es zwei unterschiedliche Parteien sind . Mit mir nicht......

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700000

könnte man besser einsetzen
hallo voves u. schützenhöfer zeigt doch Moral,sonst seid ihr nicht glaubwürdig

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Badfox
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Ja Wegscheider ist zum Siegen verdammt weil,

er beweisen muss dass er es besser kann als die Gitti die er ja brutal abserviert hat und weil er seinen Erfolgen nachrennt, denn bisher hat er alles verbockt. Sowohl als Landesrat als auch als Verhandler für die Fusion mit Parschlug. Letzteres war schon sehr un­pro­fes­si­o­nell und stümperhaft. Nun macht sich der Wähler ein Bild davon und kann endlich die richtige Antwort geben: FPÖ

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Winklerbua
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Die Gitti

An Badfox. Deine "Gitti" (Schwarz) wurde nicht von Wegscheider abserviert, sondern nahezu einstimmig vom gesamten Kapfenberger Parteivorstand. Warum? Sie hatte in Geheimgesprächen mit dem Bernd Rosenberger von Bruck zur beabsichtigen Fusion der beiden Städte Kapfenberg , wegen eines versprochenen Landtagsposterl an Bruck verkauft. Dass davon auf geheimnisvollen Wegen zeitgerecht die Kapfenberger Partei erfuhr kann nicht dem Manfred Wegscheider angelastet werden.

Ja, ja "die Gitti" war insbesondere bei der ehrgeizigen roten Damenwelt so ungeheuer beliebt. Und so ungeheuer "g'scheit" hat sie auch immer geredet, wie meine Tante ganz gerührt zu berichten wusste. Nur halt harten Verhandlungen mit dem gerissenen Rosenberger war sie nicht gewachsen. Das war's und nicht eine Verschwörung.

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Badfox
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Sie sprechen wie Sie's verstehen!

Gerne hätte ich der Gitti das Landtagsposterl gegeben, denn was hätte es besseres für unsere Region geben können als eine Fusion von BM und K. Und wenn dies wirklich stimmt mit dem fast ganzen Parteivorstand, dann sollten alle geschlossen zurücktreten, diese Fusionsverhindérer. Aber dafür haben sie eine Zwangsfusion mit Parschlug die eine Fusion mit Lorenzen/Marein wollten, forciert. Das war also des Puddels Kern.

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Winklerbua
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Wer hätte profitiert?

An Badfox. Dass es den Bruckern riesig gefallen hätte mit der Fusion unter den, ihren, Konditionen steht ohnedies außer Zweifel. No na, net! Doch realistisch besehen hätte diese Fusion auf sehr lange Sicht nichts gebracht - außer Streitereien auch innerhalb der jeweiligen Parteien.

Die "Zwangsfusion" von Parschlug, das ohnedies schon stark an Kapfenberg hängt, ist demgegenüber ein Klacks. Und betrifft allenfalls die persönliche Eitelkeit einer nun zur FPÖ abgewanderten Ex-Vizebürgermeisterin der SPÖ. Der "man" eben keinen solchen schönen Zusatzeinkommen-Posten zusichern konnte.

Vernünftiger als die Fusion Kapfenberg mit Bruck wäre eine Fusion Kapfenberg-Parschlug-St.Marein-St.Lorenzen gewesen. Doch in der letzteren Gemeinde gibt es starke mentale Vorbehalte von Kapfenberg-"Flüchtigen" vor der "roten Übermacht". Wer an der Bundesstraße östlich vom Schirmitzbühel die totale siedlungsmäßige Verzahnung schon an den Ortstafeln sieht wird dem zustimmmen.

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alanturing
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Er gehört natürlich abgewählt,

aber die FPÖ ist wohl kaum die richtige Antwort. Zum Glück gibt es auch seriöse politische Alternativen zu Rot-Schwarz-Blau.

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cthyckza0t0ny1401lu9y0ynnf6ztmq0
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Welche?

Grün wohl nicht! Dafür aber die KPÖ!

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Badfox
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Die KPÖ hat sich ab 1949 verabschiedet!

Für Protestwähler lange gut, aber als Alternative unwählbar.

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Reipsi
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Nur weiter so

meine Herren, dann wird endlich einmal aufgeräumt mit den Versorgungposten bei den Gemeinden auf Kosten der Steuerzahler . Es ist natürlich ein Problem mit solchen Leuten die können in einer normalen Beschäftigung nicht arbeiten weil da müssen sie ja was leisten, das nachweißbar ist.

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fbloder
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Aha....

jetzt gibt's auf einmal wieder Geld von den 2 glorreichen Halu.... , diesen Besserwissern und Drüberfahrern, klar wurde doch die Parteienförderung als erstes nach der Wiederwahl in schwindelerregente Höhen geschraubt, aber für die Pflege war kein Geld vorhanden, erst nach immensen Druck der Kummerln und der Bürger hat man da klein beigegeben. Da ich schon seit mind. 20 Jahren keine dieser sog. etablierten - jetzt nicht mehr Groß- sondern max. Mittelparteien wähle, hoffe ich das sie eine Gewaltige über den "Happl" kriegen.....

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etaclvyk6onyzkzkvhfic3sybg8v8uai
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Wenn man zu seinen Leuten steht,

ehrlich ist, gute Arbeit macht, Charisma hat, dann braucht man keinen Euro für Werbung denn die Menschen spüren das und honorieren das an der Wahlurne.

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rotweissgruen
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Sparen

Wer gut ARBEITET braucht keine Werbung. Mit fremden Geld ist Werbung zu machen.

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banHof
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wird dann da auch "drüber gefahren", wie beim Zusammenlegen?

was spart man sich, wer wird aufgelöst, wenn dann eine Gemeinde
3 Musikapellen
8 Feuerwehren
3 Gemeinde Bauhof
2 Fußballmannschaften
2 Plätze
usw. (es gibt noch einige Vereine doppelt / mehrfach)

Alle wollen Förderungen!
Gibt´s da auch "Hilfe" von den Beiden???

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oy48j6syysgx9g0edldilsqai0t76gad
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Denen wird das Lachen bald vergehen.

Die Blümchen und Käfer sowie die Pflegregress-Steirer der letzten Jahre werden diesmal nichts vergessen.

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pesosope
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Grundsätzlich ein schönes Sportfoto

...noch schöner wäre es, wenn sie sich um 90º drehen würden. Aber vorsicht, Rücken an Rücken demonstriert nur eine Ablehnung....

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cthyckza0t0ny1401lu9y0ynnf6ztmq0
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Das ist unfair!

Vielleicht auch auf Kommando 10 Schritte vorwärts - Umdrehen und "Feuer"?

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Hohenwanger
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Der Schützenverein

Für diese beiden gibt es nicht!

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