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Neu im Landtag

"Ich bin und bleibe der Erich"

Der Weizer FPÖ-Bezirkschef Erich Hafner wird in den Landtag einziehen. Als "Herr Landtagsabgeordneter" brauche ihn aber niemand anreden, sagt der aus Gersdorf an der Feistritz stammende Organisationsreferent der steirischen FPÖ.

Siegesfeier der FPÖ im Bezirk Weiz
Siegesfeier der FPÖ im Bezirk Weiz © (c) Jonas Pregartner
 

Sie seien heute einer der glücklichsten Menschen auf der oststeirischen Erde, sagen Sie. Was machte Platz zwei im Bezirk Weiz für die FPÖ möglich?

ERICH HAFNER: Jetzt ist mein Wunsch, das umzusetzen, was ich den Leuten versprochen habe, das muss ich zuerst einmal sagen. Ich werde zu 100 Prozent für die Weizer Probleme da sein, aber ich werde auch für die Arbeit im Landtag da sein.

War das Ergebnis eine Reaktion auf die Reformen von SPÖ und ÖVP?

HAFNER: Einerseits haben die Leute sich die Reformen in den Gemeinden nicht aufs Auge drücken lassen. Aber auch die Öffnung der Sparbücher war ganz ein wichtiges Thema, das habe ich oft bei den Hausbesuchen gehört. Und die kleinen Firmen fühlen sich von der EU benachteiligt, da kommen oft Unternehmen aus Spanien zum Zuge und unsere können da nicht mithalten.

Was ist mit dem Asylthema, hat das gezogen?

HAFNER: Naja, ich will mich ja nicht selber loben, aber viele, viele Ultrarote und Ultraschwarze haben gesagt: "Diesmal, Erich, wähle ich dich, weil du das verdient hast!" Sie wollten mich im Landtag haben. Ich rede mit den Leuten und verspreche nichts, was ich nicht halten kann. Und wenn mich einer mit "Herr Landtagsabgeordneter" anspricht, dann sage ich: "Ich bin und bleib' der Erich!"

Hoffen Sie nun, dass die FPÖ in die Regierung kommt?

HAFNER: Wenn einer der Regierungspartner sein Versprechen einhält, dass er bei weniger als 30 Prozent zurücktritt, dann geht vielleicht auch der Zweite. Und mit einem Neuen an der Spitze ist das vielleicht möglich. Aber wir von der FPÖ können beides - regieren und in der Opposition arbeiten.

Werden Sie Ihren Job als Organisationsreferent der steirischen FPÖ behalten?

HAFNER: Ich werde ihn an jemanden anderen übergeben, ich möchte mich ganz auf die Arbeit im Landtag und als Kassier in meiner Gemeinde widmen.

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