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Munition für Leitspital-DebatteRechnungshof stellt Schladminger Spital schlechtes Zeugnis aus

Tage vor dem Schlagabtausch rund um das möglicherweise ungeeignete Grundstück für das neue Leitspital Liezen und deswegen befürchteter Kostenexplosionen, legt der Landesrechnungshof seinen Prüfbericht zum Spital Schladming vor: Dieser unterstreicht die Wichtigkeit der Reform mit einem Leitspital im Bezirk.

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Das Schladminger Spital im Kreuzfeuer der Prüfer
Das Schladminger Spital im Kreuzfeuer der Prüfer © APA/BARBARA GINDL
 

Am Montag kommt es zum (nächsten) großen Schlagabtausch rund um das geplante Leitspital Liezen, das die Standorte in Schladming, Bad Aussee und Rottenmann ja mit einem neuen Krankenhaus an der Kreuzung Trautenfels ersetzen soll. Wie berichtet gibt es ja Zweifel, ob das ausgewählte Grundstück geeignet ist.

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Danke für Ihr Verständnis.

KarlZoech
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Die heutige Medizin ist anders als vor Jahrzehnten. Grundsätzlich muss ein KH

so groß sein, dass die Fallzahlen auch groß genug sein können. Oder wollen sie z.B. von einer Ärztin (Arzt) operiert werden, welche(r) diese OP nur drei Mal im Jahr macht? Natürlich nicht!
Zum Thema "Fallzahlen" gibt es eine interessante Studie des deutschen Science Media Center:
https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/investigative/details/news/mindestmengen-im-krankenhaus-bilanz-und-neustart/
Ich zitiere daraus nur zwei Sätze:
"In Kliniken, die die Mindestmengen nicht erreichen, treten Komplikationen und Todesfälle laut Studien signifikant häufiger auf."
Und:
"Eine Bündelung von Patienten an wenigen, aber erfahrenen Kliniken erzielt immer wieder große Erfolge." (Hierzu werden Beispiele aus den Niederlanden und Dänemark genannt.)

Sowohl die Frage der Teerkontaminierung als auch der Hochwassergefährdung sind heutzutage technisch und baulich lösbar. Und es gibt ja noch andere Grundstücke zur Auswahl. Um das zu diskutieren braucht es keinen Sonderlandtag.

Die letztlich völlig sinnlose Volksbefragung im Frühjahr hat ja nur gezeigt, dass viele am liebsten das neue Leitspital vor ihrer Haustür hätten, die Ergebnisse zeigen es ja: Um die Standorte der drei bestehenden Spitäler gab es 90 % Ablehnung, rund um den Standort des neuen LKH gab es 90 % Zustimmung. Mit derart populistischen Ergebnissen lässt sich aber keine sachliche Lösung finden.

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sunny1981
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Leitspital

Anscheinend haben sie zu ihrem Glück unser Gesundheitssystem und mehrere Kliniken wegen Krankheiten noch nie so richtig in Anspruch nehmen müßen sonst würden sie nicht so viel haltlose Behauptungen anstellen, die Erfahrungen zeigten das kleine Spitäler oft effizienter und auch Patientenfreundlicher sind als große Kliniken. Ausländische Studien sind nicht einfach überall anzuwenden da es gravierende Unterschiede von Land zu Land gibt.
Zum Thema Standort: Man könnte praktisch das Leitspital auch auf dem Mond bauen wenn die Finanzierung egal ist weil das Geld sowieso von der Allgemeinheit kommt, Herr Drexler gibt gerne einer Kostengarantie ab mit Geld das ihm nicht gehört.

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KarlZoech
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@ sunny1981: Allein auf Grund meines Lebensalters musste ich natürlich fallweise

unser Gesundheitssystem in Anspruch nehmen, gezählte acht Mal hatte ich Krankenhausaufenthalte, wurde überall medizinisch und menschlich ("Wie man in den Wald hineinruft, ....") bestens betreut. Ich käme aber nicht auf die Idee, dass mich dieses zum Experten qualifiziert.
Ob eine bestimmte Ärztin oder ein bestimmter Krankenpfleger an einem Tag gerade besser oder weniger gut drauf ist, daher also gerade freundlicher oder weniger freundlich ist, das ist nicht Gegenstand dieser Debatte, dies kann genau so in großen oder kleinen Häusern passieren.
Zu "ausländische Studien" hat Ihnen User charlie_checker schon geantwortet.
Und Ihr letzter Absatz mit "Leitspital auf dem Mond bauen" disqualifiziert Ihre Stellungnahme als reine Demagogie.

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charlie_chester_
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...

So viel Blödsinn in wenigen Sätzen. Im Medizinsektor verwendet man fast ausschließlich ausländische Studien, da wir in Österreich eine viel zu kleine Forschungswelt haben. Und die sind bei solche Dingen stets überregional anwendbar, sonst würde das ja auch keinen Sinn machen.
Wenn man von solch einer komplexen Thematik keine Ahnung hat, dann sollte man wohl einfach den Mund halten. Denken Sie, die Landesregierung wird ausschließlich von hochfinanzierten Mafiosi beraten? Dieses Leitspital ist keine persönliche Idee des Landesrates, es wurde von einem Expertenkreis nach vielen Evaluierungen als einzig mögliche Alternative für die Zukunft entwickelt. Und glauben Sie mir, diese Personen haben mit ihren langjährigen Erfahrungen weit mehr Verständnis dieser Situation als jeder dahergelaufene Bürger.

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KarlZoech
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@ charlie_chester: Danke! Als (jüngerer?) Arzt sind Sie wohl am besten qualifiziert,

dieses Thema zu kommentieren. Tatsache ist, dass man mit Demagogie und Populismus komplexe Themen nicht zufriedenstellend und zukunftstauglich lösen kann.

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charlie_chester_
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...

Aus diesem Grund wollte die Landesregierung auch keine Volksbefragung durchführen. Nicht, weil sich jemand als Diktator aufführen möchte oder sich ein Denkmal setzen will, sondern weil es eben Themenbereiche gibt, die für eine einfache „Ja/Nein“- Frage viel zu komplex sind. Ich würde es mir zum Beispiel auch niemals anmaßen, irgendjemandem zu erklären, wie man das nächste Wasserkraftwerk oder einen neuen Bahnhof zu bauen hat. Für so etwas gibt es in der heutigen Zeit eben Experten, nur so funktioniert eine Gesellschaft.

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KarlZoech
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@ charlie_chester: Auch da stimme ich Ihnen voll zu!

Für Volksbefragungen und Volkabstimmungen eignen sich nur Fragen, wo es um mehrheitliche Willensäußerung geht, Fragen, welche man/frau mit ja oder nein beanworten kann. Wie z.B.:
- "Wollen Sie, dass unser Land der EU beitritt?" (Dazu sollte ein ausgehandelter Vertrag zugrunde liegen.)
- "Wollen Sie, dass in Lokalen das Rauchen verboten ist?"

Nicht geeignet sind dafür Themen, wo es zig Parameter abzuwägen gilt, wo fachliche Expertise nötig ist.

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sunny1981
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Schladming Spital

Wer aus dem Leitspital Befürworter Lager hat diesen Artikel so kurz vor dem Sonderlandtag verfassen lassen

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redaktionklz
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danke fürs aufmerksame lesen

der artikel wurde von der redaktion verfasst. anlass: der prüfbericht wurde freitagmittag öffentlich gemacht. die schlussbesprechung zum inhalt der prüfung war anfang juli, also lange bevor ein sonderlandtag initiiert wurde.

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KarlZoech
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@ redaktionklz: Danke für diese Information zur zeitlichen Abfolge.

Damit ist jetzt den Usern stadtkater und sunny1981 deren Vermutung widerlegt worden.

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sunny1981
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Herr Zöch

Bitte keinen so unqualifizierten Kommentar

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KarlZoech
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@ sunny1981: Unqualifiziert? Ich habe mich höflich bei der Redaktion

für eine Information bedankt. Und ich habe - logisch schlussgefolgert - festgestellt, dass mittels dieser Information eine bestimmte Vermutung widerlegt wurde.
Lassen Sie mich bitte wissen, was daran unqualifiziert ist?

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stadtkater
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Da haben sie aber ein paar Nachtschichten eingelegt

beim Landesrechnungshof;-)!

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charlie_chester_
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Sinnloses Kommentar

Wäre es Ihnen lieber, wenn den Politikern ungenügende Informationen vorliegen?

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KarlZoech
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@ stadtkater: Und was wollen Sie uns damit sagen?

Bitte um Aufklärung.

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stadtkater
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Den Leitspital-Befürwortern

kommt es doch sehr entgegen, dass der kritische LRH-Bericht rechtzeitig vor der Landtagssondersitzung fertig geworden ist.

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