12-Stunden-TagGewerkschafter Gritz: "Schickhofer ist angezählt"

In der SPÖ gibt es massiven Streit über Parteilinie beim Zwölf-Stunden-Tag. Wie der "Standard" berichtet, soll SPÖ-Landeschef Schickhofer mächtig unter Druck stehen, weil er aus Koalitionstreue zur ÖVP auf Landesebene die Linie der Bundespartei verlassen hat.

SPÖ-Landeschef Schickhofer
SPÖ-Landeschef Schickhofer © Kleine Zeitung
 

In der steirischen SPÖ gibt es offensichtlich massiven Streit über die Parteilinie beim Zwölf-Stunden-Tag. Wie der "Standard" berichtet, soll SPÖ-Landeschef Michael Schickhofer innerparteilich mächtig unter Druck stehen, weil er aus Koalitionstreue zur ÖVP auf Landesebene die Linie der Bundespartei verlassen hat. "Ja, es beginnt langsam etwas zu kochen. Er ist sicher angezählt", zitiert die Zeitung den Metallergewerkschafter und Betriebsratsvorsitzende bei der Voestalpine Stahl Donawitz, Sepp Gritz. Er sei stinksauer wie "viele andere in der Gewerkschaft und der SPÖ". Der Sozialdemokrat bezeichnet Schickhofers Schritt als "unverzeihlichen Kniefall vor der ÖVP".

Der SPÖ-Chef sowie der Landesgeschäftsführer Oliver Wieser haben am Donnerstagabend ihre Parteirundreise durch die Steiermark abgeschlossen, auf der ihnen kritische Worte und viel Gegenwind in der Frage der Arbeitszeitgesetze entgegengeschlagen war. An insgesamt acht Abenden waren sie vor mehr als 1000 Parteimitgliedern aufgetreten und hatten rund 30 Stunden Gespräche geführt. Wegen des enormen Diskussionsbedarfs sei "der eine oder andere Abend etwas länger" geworden, gab Wieser zu.

"Wir haben mit der ÖVP gestimmt, weil wir mit der ÖVP eine Koalitionsvereinbarung haben, dass wir uns gegenseitig bei Bundesthemen nicht überstimmen", begründete Schickhofer dem "Standard" seine Entscheidung. Er persönlich sei "natürlich gegen den Zwölfstundentag".

Kommentare (14)

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untrpos
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Wer ist dieser

Sepp Gritz bitte? Hat der schon was geleistet weil er jetzt so dringend was werden will? So viel wird er doch wohl verstehen, dass eine Regierungspartei nicht völlig sinnbefreit mit einem Antrag einer KPÖ mitstimmen wird, die 2 Mandate im Landtag stellt. Symbol- vor Sachpolitik also Herr Gritz?

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Lodengrün
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Was soll er machen?

Wettert er und stellt sich dagegen ist diese Partnerschaft Geschichte. Auf der anderen Seite soll er sich für seine Wählerinteressen einsetzen. Entspricht dem der Regierung. Kurz will auch für das Rauchverbot, will CETA haben. Alle wollen an der Macht bleiben und verraten so ihre Ideale.

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altbayer
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Schickhofer

Ich glaube, dass Herr Schickhofer ein Politiker ist, der seinen Job sehr ernst nimmt.
Er sollte seiner Linie einfach treu bleiben - Ausrutscher gibt es ja nur, wenn er mit der vorgegebenen neuen Parteilinie mit heulen muss (Cola, etc.).
Er soll sich von der Gewerkschaft nicht erpressen lassen
- einmal verkauft, ist für immer verkauft.

.... und er ist ein Magister, den sein Titel "Magister" egal ist.

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Apulio
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Koalitionstreue auf Kosten

der Gesundheit der Bevölkerung? Sofort zurücktreten.

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zyni
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Schickhofer

macht eine unglückliche Figur in der Politik. Er wird das Image des Juniorpartners nicht los.

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Lamax2
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Schickhofer hat Format

Er hat zusätzlich zur Pakttreue wahrscheinlich die falsche Richtung der Gewerkschaft erkannt. "Die (Gewerkschafter) sollen sich schleichen und sich nicht ständig als Regierungspartei vorkommen". Ich kann diesem blindwütigen, aufhetzerischen und faktenfernen Kampf absolut nichts abgewinnen.

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Adler48
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Schickhofer & Kern

Leute von diesem Format bringen die SPÖ in den Ruin!

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SoundofThunder
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Aus Pakttreue zur ÖVP?

Umgekehrt wäre es anders gelaufen.

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voit60
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schwarze Pakttreue

der Schickhofer ist nach der nächsten Wahl so schnell weg, so schnell kann der gar nicht schauen, wenn es für schwarz-blau ausgeht.

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voit60
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Koalitionsvereinbarung wurde geschlossen

als es in Wien noch die Koalition mit den Roten gab. Der Schickhofer hat leider nicht das Format, das nötig wäre.

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glashaus
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Wie lange noch,

lässt sich der Schickhofer vom Schützi auf der Nase herumtanzen? Jetzt wäre Zeit für einen Neubeginn, wählen lassen und weg sind die türkiesblauen vom Futtertrog.

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Grazer1960
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Mehrheit?

Und sie glauben also, die SPÖ hat eine Mehrheit? Na ja, man kann sich angeblich ja alles schön saufen. Gut, dass Schicki etwas mehr Gripps in der Birne hat, als die Gewerkschaft.

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Aleksandar
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Fair!

Schickhofer ist einer der wenigen Roten in der Steiermark mit Handschlagqualität. Er hat eine Vereinbarung getroffen und hält sich daran, auch wenn er über seinen Schatten springen muss. Natürlich ist der 12-Stunden-Tag heller Wahnsinn. Doch beweist Schickhofer, dass man das, was er sagt ernst nehmen kann - auch wenn er dadurch in eine extrem problematische Situation kommt. Doch die Leute, mit denen er Vereinbarungen trifft, wissen, dass er sie hält. Und das ist viel wert!

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Lupoo
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Leider

werden sich die Schwarzen keinen Deut drum sch@ycxsen, wenns um ihren Vorteil geht, wird alles gebrochen, was es zum Brechen gibt.

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