Steirische Wahl-ReaktionenBlick nach Kärnten: Roter Jubel, grüne Verbitterung

SP-Vizelandeshauptmann Michael Schickhofer freut sich über einen fulminanten Wahlsieg der Roten hinter der Pack. LH Schützenhöfer hofft auf gute Zusammenarbeit.

Freude bei jenen, die im Plus sind.
Freude bei jenen, die im Plus sind. © Juergen Fuchs
 

Der Grüne Landessprecher und Klubobmann Lambert Schönleitner, der
nun die dritte sonntägliche Zitterpartie mit seinen Landesparteikollegen durchlitt, hatte diesmal keinen Grund zu Freude. Für Schönleitner ist das Ergebnis, seine Kärntner Kollegen sind ja aus dem Landtag geworfen worden, "bitter". Er verwies aber auch auf die "vielen Fehler in Eigenverantwortung" der Kärntner Grünen. In Kärnten brauche es für die Grünen nun einen kompletten Neubeginn, denn die Abspaltungen hätten niemandem genutzt. Keine Gruppierung sei in die Nähe des Einzugs gekommen, so Schönleitner zur Austria Presseagentur, dazu sei noch der Faktor Eva Glawischnig gekommen. Gleichwohl halte er das Ergebnis in Kärnten - auch durch den Grünen Streit - für einen einmaligen Ausreißer. In Salzburg gebe es bei den Landtagswahlen im April eine ganz andere Situation.

Schickhofer (SPÖ) über "fulminanten Wahlsieg" Kaisers erfreut

Deutlich entspannter kommentiert der rote Vize-Landeshauptmann der Steiermark, Michael Schickhofer, den Erdrutschsieg des amtierenden Landeshauptmannes Peter Kaiser (SPÖ): "Aufrichtigkeit, Menschlichkeit und die positive Entwicklung Kärntens gewonnen. Ich gratuliere Peter Kaiser und dem Team der SPÖ Kärnten und freue mich, dass unsere freundschaftliche Südachse mit diesem Wahlergebnis weiter gestärkt wird."

Schützenhöfer (ÖVP): "Landeshauptleute im Amt bestätigt"

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) hat Kaiser gestern gleich zu seinem Erfolg gratuliert, er erhofft sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit im Süden Österreichs - vor allem in den Bereichen Verkehr, Wirtschaft und Forschung. Offensichtlich erfreut ist Schützenhöfer auch über den Trend der letzten Urnengänge: Ich stelle fest, dass alle drei bisherigen Landtagswahlen in Niederösterreich, Tirol und Kärnten eine eindeutige Bestätigung des amtierenden Landeshauptmannes gebracht haben. Und für die ÖVP ist die bundespolitische Großwetterlage nach wie vor von Vorteil."

Kunasek (FPÖ) sieht sich durch Wahlerfolg bestätigt

Der steirische FPÖ-Chef und Verteidigungsminister Mario Kunasek wertet das Wahlergebnis als Bestätigung für "den unermüdlichen Einsatz der Kärntner FPÖ in den vergangenen Jahren. Seit der Wiedervereinigung
mit der Bundespartei 2013 wurde eine ehrliche und heimatverbundene
Politik betrieben und heute von der Kärntner Bevölkerung honoriert".
Spitzenkandidat Gernot Darmann habe großen Zuspruch erfahren.
Kunasek wies darauf hin, dass die Freiheitlichen nach
Niederösterreich und Tirol nun auch in Kärnten starke Ergebnisse und
die höchsten Zugewinne hingelegt hätten. Er habe sich selbst ein
Bild von der Stimmung im Wahlkampf gemacht, daher habe er auch nicht
an diesem Ergebnis gezweifelt.

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Danke für Ihr Verständnis.

Lodengrün
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Ja ja Herr Kunasek

Ihr Herr Eustacchio ist fleißig unterwegs der FPÖ Schaden zuzufügen. Alles eine Sache der Intelligenz. Hat man sich als Mensch entwickelt, setzt man sich mit der Geschichte, der Entwicklung der Moral und der Humanität auseinander dann kann man so etwas wie er am Wochenende nicht mehr machen. Wie schon gesagt alles eine Frage.....

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alsoalso
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Kurz wird umdenken müssen

Es ist unverständlich, dass sich BK Kurz bei der Rauchergeschichte von HC Strache am Gängelband führen lässt. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist auf der Antiraucherlinie. Es wird auch schon das Kärntner Ergebnis beeinflusst haben.

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Patriot
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Die Kärntner/innen mussten die schmerzhafte Erfahrung machen,

dass die Blauen ihr wunderschönes Land an den Rand des Ruins getrieben haben und sich einer seriösen Persönlichkeit, wie sie Peter Kaiser nun einmal ist, zugewandt.
Und wie agieren Vertreter der Blauen in der Steiermark? Während die Stadt Graz durch schwarz/blaue Misswirtschaft im Schuldenberg versinkt und schlechter Luft erstickt, fährt der blaue Vizebürgermeister zu einem Treffen von neonazistischen Rechtsextremen und sondert dort seine verbale Jauche ab!
Grazer/innen und Steirer/innen werdet munter, bevor es zu spät ist!

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