Politik internFeinschmecker ehrten Schützenhöfer

In Mannheim wurde LH Schützenhöfer die Kochschürze verliehen. In Graz lagen sich Koalition und Opposition wegen der Jugend in den Haaren.

Mannheimer Kochschürze für LH
Schützenhöfer wurde die Mannheimer Kochschürze umgebunden. © Prosswitz/masterpress
 

Der Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann hat eine, und dem ehemaligen Kanzler Fred Sinowatz wurde sie auch verliehen: die „Mannheimer Kochschürze“. Nun wurde sie Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) vom Verein Mannheimer Feinschmeckerchuchi umgebunden.
Die Gelegenheit dazu bot der Besuch des LH im deutschen Baden-Württemberg, wo der Steirer mit Landwirtschaftsminister Peter Hauk über Kooperationen sprach.

Die Schürze selbst verlieh Bert Schreiber an Schützenhöfer: für sein Wirken als „moderner Europäer“, für das gelebte „Miteinander“ natürlich für dessen Leistungen für den steirischen Tourismus. Dazu gratulierten unter anderen Steiermark-Fan Dieter Hundt (Alt-Präsident des deutschen Arbeitgeberverbandes), der Astronaut Ulf Merbold und Hessens Ex-Ministerpräsident Roland Koch.

Ärger nach Jugendlandtag

Im Grazer Landhaus war die Stimmung in den Ausschüssen hingegen „ausgezeichnet schlecht“. Zwar wollten die Parteien die wichtigsten Anliegen von Jugendlichen aus dem Jugendlandtag beraten, bündeln und bestenfalls gemeinsam in der nächsten Landtagssitzung (6. März) beschließen. In der politischen Praxis aber ließen SPÖ und ÖVP die Opposition „verhungern“. Tenor: Entweder wurden die Anliegen nicht übernommen oder „verstümmelt“.

„Eine Trickserei“ grollte Lara Köck (Grüne). Man habe „das Vorhaben, die Anträge mit der Regierung auf eine breite Basis zu stellen, scheitern lassen“, bedauerte Liane Moitzi (FPÖ). „Was sollen sich die Jugendlichen denken, wenn sie Anträge formulieren, von denen kaum mehr etwas überbleibt?“, klagte Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ).

Die Jugendsprecher der Koalition, Lukas Schnitzer (VP) und Michaela Grubesa (SP) sprachen hingegen schon vorab von einem großen Erfolg. Mehr als 290 steirische Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahren hätten sich für den Jugendlandtag engagiert. Immerhin wolle man sich "einen Modus überlegen, wie die Abhandlung der Themen aus dem Jugendlandtag" künftig besser klappt. 

Zwischen 22 Uhr und 8 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.