RegionalpolitikNeuer Anlauf für schnelles Internet abseits von Graz

Land stellt Regionen für 1,5 Millionen Euro bereit, um den Breitband-Ausbau koordiniert voranzutreiben. Auch eine steirische Infrastrukturgesellschaft soll das Tempo erhöhen.

Eibinger-Miedl, Schützenhöfer, Schickhofer
Eibinger-Miedl, Schützenhöfer, Schickhofer © Land Stmk
 

"Schnelles Internet für alle": Das wurde 2016 von der Landespolitik in Aussicht gestellt. Ja, der flächendeckende Glasfaser-Breitbandausbau war auch vor wenigen Tagen zentrales Thema am Gemeindetag in der Steiermark. Nun sind SP-Vize-LH Michael Schickhofer und Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (VP) am Zug.

So gründet die Steiermark eine landeseigene Infrastrukturgesellschaft zum Ausbau der Breitband-Verbindungen. Zudem sollen regionale Masterpläne die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet beschleunigen. 1,5 Millionen Euro sind für die Planungen im Ressort Schickhofer reserviert. Regionen können sich bis 29. Jänner 2018 melden.

Diese Pläne sollen einen genauen Überblick über die vorhandene Netzqualität in der jeweiligen Region liefern und Ausbaumaßnahmen definieren. Ferner sollen sie eine enge Abstimmung zwischen Gemeinden und Infrastruktur-Anbietern in der Region erleichtern.

Es geht auch darum, die vielen Einzelmaßnahmen und Tätigkeiten der Energie Steiermark, der Energie Graz sowie aller steirischen Stadtwerke zu koordinieren und den Breitbandausbau strategisch voranzutreiben.

"Unsere Betriebe, die Forschungs- und Bildungseinrichtungen sind ganz besonders auf gute Verbindungen angewiesen", erinnerte LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP).

Übrigens: Wegen wettbewerbsrechtlicher Vorschriften der EU darf die Gesellschaft nur dort tätig werden, wo trotz Förderung kein Netzbetreiber ausbaut. Die geplanten Aktivitäten und die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft müssen von der EU-Kommission genehmigt werden.

Abseits des Breitbandausbaus betreibt das Regionalressort einen Schwerpunkt für Frauen.

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