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LandesregierungSteiermark verbessert Betreuung junger Flüchtlinge

Soziallandesrätin Kampus lässt heute Donnerstag die intensivere Betreuung von geflohenen Kindern und Jugendlichen beschließen. Auch die Unterkunftssituation soll verbessert werden.

Asylwerber in Heim am Semmering.
Asylwerber in Heim am Semmering. © APA
 

Rund 490 unbegleitete minderjährige Fremde (UMF) sind in der Steiermark untergebracht: häufig in Heimen.  

Nun wird die Betreuungsqualität steigen: Die Burschen und Mädchen (14 bis 18 Jahre) sollen auch in einer Wohngruppe, in einer "Gruppe mit mobiler Betreuung" - oder im Krisenfall in einer "Wohngruppe mit Sonder-Betreuung" untergebracht werden. Mehrkosten: bis zu 3,2 Millionen Euro, wovon das Land maximal 40 Prozent berappt.

Das ist in der "Grundversorgungsgesetz-Durchführungsverordnung" geregelt, die Soziallandesrätin Doris Kampus am Donnerstag (29. 6.) in der Landesregierung beschließen lässt.

Das Wohl von Kindern und Jugendlichen ist mir ein besonderes Anliegen. Das gilt auch für jene, die in die Steiermark geflüchtet sind und keine Angehörigen haben. 

Soziallandesrätin Kampus

Darin geregelt sind außerdem neue Personalschlüssel und höhere Tagsätze (für die Betreuer, nicht für die Asylwerber): zwischen 39 Euro und 77 Euro pro Person und Tag.

Der Personalschlüssel wird von einem Betreuer pro 15 Flüchtlinge auf eins zu zehn umgestellt. Gesunken auch die Obergrenze in Quartieren von 40 auf 30 Kinder und Jugendliche.

Kampus betont: "Das Wohl von Kindern und Jugendlichen ist mir ein besonderes Anliegen. Das gilt auch für jene, die zu uns in die Steiermark geflüchtet sind und keine Angehörigen haben. Diese Minderjährigen werden nun eine intensivere Betreuung erhalten können."

Kritik kommt indes FPÖ-Landtagsabgeordneten Marco Triller: "Der ohnehin enorm hohe Tagessatz wird auf bis zu 77 Euro angehoben und dem Steuerzahler werden voraussichtlich bis zu drei Millionen Euro an Mehrkosten entstehen."

 

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