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Hakelziehn

Reformen: Spitäler als Knackpunkt

Nach der Stabilisierung der SPÖ kann die steirische Landesregierung sich endlich daran machen, zu regieren. Die Hauptlast trägt Christopher Drexler (VP) mit der Spitalsreform, vom Gelingen hängt auch für ihn persönlich viel ab.

Hermann Schützenhöfer ist der Chef, aber Christopher Drexler wird die Hauptlast der Reformen zu tragen haben © Eder
 

Die Herkulesaufgabe dieser Landesregierung ist die Spitalsreform. So wie in der vergangenen Periode die SPÖ mit Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser die Hauptlast des Sparkurses schultern musste, aber davon abhängig war, dass ihr die ÖVP den Rücken frei hielt, so ist es diesmal die ÖVP und mit ihr Spitalslandesrat Christopher Drexler, der Kurs halten und darauf vertrauen muss, dass ihm die SPÖ Flankenschutz leistet. Mehrfach hat man schon angesetzt und ist gescheitert. Die Drexler-Vorgänger Günter Dörflinger, Helmut Hirt (beide SPÖ) und Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) wissen ein Lied davon zu singen. Immer wurden geplante Maßnahmen im letzten Moment politisch durchkreuzt.

Das starke Votum für SPÖ-Chef Michael Schickhofer beim gestrigen Parteitag war eine Voraussetzung dafür, dass man es ihm und er es sich selbst zutraut, in dieser heiklen Frage Kurs zu halten. Verklausuliert kündigte er bereits an, dass es hart wird, dass er aber auf die konstruktive Mitwirkung der regional politisch Verantwortlichen zählt. Das Versprechen: Sie werden eingebunden. Die Forderung: Schwerpunktsetzungen dürfen nicht justament verhindert werden.

Neujahrsauftakt der ÖVP

Die Abgeordnetenkonferenz der ÖVP in Bad Radkersburg in der kommenden Woche ist so etwas wie der politische Neujahrsauftakt der ÖVP, und diesmal darf sich die Partei nach den Jahren der Entbehrung endlich wieder als Landeshauptmannpartei fühlen. Die erste Zeit war für LH Hermann Schützenhöfer nicht leicht, war doch nach seinem Amtsantritt alles überlagert zuerst vom Amoklauf in Graz und dann von der Asylfrage.
Dennoch fragt man sich schön langsam, wo die Geschichte bleibt, die die Landesregierung unter der Führung Schützenhöfers zu erzählen hat. Drexler als Schützenhöfers rechte Hand gibt sich entspannt: Auch das Konzept der „Reformpartnerschaft“ sei erst fast ein Jahr nach der Regierungsbildung aus der Taufe gehoben worden.

Nicht kleckern, sondern klotzen

Das eine oder andere Signal ist für die VP-Tagung schon zu erwarten, in Sachen Spitalsreform wird sich Drexler aber noch bedeckt halten. Er scheint entschlossen zu sein, nicht zu kleckern, sondern zu klotzen. Und er ist eines der wenigen politischen Schwergewichte, dem man es auch zutraut, so eine Reform zu „derheben“.
Für Drexler geht es allerdings in dieser Periode „um die Wurst“: Für den Tag, an dem Schützenhöfer bereit ist zu gehen, gibt es aus heutiger Sicht nur einen logischen Nachfolgekandidaten, nämlich ihn. Ob er innerparteilich auch durchzusetzen ist, hängt nicht unwesentlich davon ab, wie es ihm gelingt, in Sachen Spitalsreform einerseits Leadership unter Beweis zu stellen und andererseits zu vermitteln, dass er ein Gespür für das Zumutbare hat. Innerparteilich lässt er nichts anbrennen, ist an vorderster Front unterwegs hinaus in die Regionen, um den Bürgermeistern nach den Verunsicherungen durch die Gemeindestrukturreform wieder Halt zu geben.

Herausforderung Khol

Eine Herausforderung ist für die steirische ÖVP die Bundespräsidentenwahl. Andreas Khol ist alles andere als der Wunschkandidat. Khol wird sich bei der Opernredoute in Graz ein Stelldichein mit SP-Kandidat Rudolf Hundstorfer geben. Auch wenn ihm Drexler via Zeitungsinterview ausgerichtet hat, dass er ihn eher als „Botschafter der Vergangenheit“ sieht, wird ihn die ÖVP dort herzlich begrüßen.

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Danke für Ihr Verständnis.

Sternschnuppe8
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Regierungswahnsinn

Zig Förderungen für diverse linke Vereine werden freigegeben - aber wenn es um die Gesundheit geht - wird bei Herrn und Frau Österreicher gespart.

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unterhundert
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Was ist das für eine Reform,

wenn ich in Graz 17 Monate !!! für eine Augen Op. warten muss, und auf Anfrage gesagt bekomme, dies ist halt so, und in Wien dieselbe OP. innerhalb von Wochen erledigt ist? Auch auf die Frage, bei Op, im Privaten Sektor, und eine Kostenbeteiligung von mindestens 50% meinerseits keine Antwort bekomme? Sind dies die neuen Reformen?? Sparen ist recht und gut, aber nicht bei der Gesundheit der Bevölkerung.

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alejulval
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Es ist immer das gleiche

bei allen Manager Typen zusperren Keute entlassen und dann große Prämien kassieren.
Das kann jeder aber Umsätze vergrößern Arbeitsplätze zu schaffen das können wenige.
Vor diesen Managern oder Politikern die etwas aufbauen zieh ich den Hut.
Aber wen für abgesackte und nichtsnutze Politiker neue Posten geschaffen werden wo sie nichts anstellen können nur viel veedienen das ist KRIMMINEL.

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Lemmy1909
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Re: Es ist immer das gleiche

Bei den Spitälern ist es etwas anders zu betrachten. Die Qualität der Schwerpunktkliniken ist nur durch Einsparungen von unrentablen KH zu gewährleisten. Und eine Qualitativ hochwertige Versorgung hat Priorität.
Möglichkeit Nr. 2 um Geld zu sparen ist Personal und damit Qualität zu sparen. Ich bin selber Krankenpfleger und muss sagen das Variante eins die bessere Sparmethode ist. Und das es ohne Einsparungen nicht gehen wird.

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biohelp
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Äpfe und Birnen

Spät.. ich weiß .. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Es gibt keine unrentablen Spitäler. Ein Krankenhaus ist nun mal kein Betrieb wie die VOEST. Die LKF Punktabrechnung ist nicht realistisch. Die Vorgaben der "Führung " sind nicht patientenorierntiert. Vorhaltung kostet eben etwas. Die geleistete Arbeitslast der Kleinspitäler kann von Schwerpunktspitälern nicht aufgefangen werden. Das müsste mal kapiert werden. Die Qualität wird auch in Kleinspitäler hoch gehalten.

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neuberger
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zusperren ist keine Reform...

....leider wird es wieder darauf hinauslaufen. Oder haben die Herren in Graz doch etwas gelernt ? Wir dürfen gespannt sein!

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loa82
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Sparmaßnahmen

Leute die keine Leistungen in unser System ein bezahlt haben sollten nur ein Minimum an Leistungen bekommen. Wenn man jammert dann sollte man auch den Grund sagen und der ist Millionen d man bei der Gemeindefusion erspart haben werden in die Flüchtlingsbetreuung gesteckt und ob das Gerecht ist ist zu bezweifeln. 100000 und nicht weniger werden es 2016 sein incl Familienzusammenführung n wie als Beruhigung gesagte 37500 Herr BM Nagl hat recht wenn er sagt wir haben bereits jetzt die Quote von 37500 erreicht. Alle anderen Beschwichtigen wegen ihres Sessels willens, den sie bald verlieren werden.

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Franto
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Zur geschichtlichen Korrektur

Die ÖVP-Dame Edlinger-Ploder ist nicht an der Spitalsreform gescheitert, sondern hatte aus politischer Feigheit die Flucht in die Politpension mit 42 Jahren ergriffen. Eine Erfindung der Frau KLasnic, nicht zu vergessen. Die Dame wollte nämlich ein kommoderes Regierungsamterl und nicht eines, das so gar nicht ins weibliche Klischeebild des gütigen Steuergeldverteilens passte.

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chaimalka
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Drexler

ist ja der Unsympathler vom Dienst. Die Leute werden auch nicht vergessen wie er mit Haenden und Fuessen gekaempft hat das der Pflegregress bleibt um ihn dann bei Druck doch noch zu streichen. Keine Militanz in Sachen Ausgaben konnte man bei ihm der Erhoehung der Parteifinanzierung und eigenen Gehaelter registrieren

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Hohenwanger
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Biere und Schnäpse

machen das Geschäft.
Ein Krankenhaus braucht man zum Sterben.

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Sternschnuppe8
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@Hohenwanger

selten so ein dummes Kommentar gelesen! Gratulation

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fv4s8mthzfz9ovwq6xmmef9zrsgbleq0
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Wie oft hört man das nun schon:"Spitalsreform"!

Die Überschrift muss heißen: "Einsparungen" und wird ja schon praktiziert! Lange Wartezeiten auf medizinisch-technische Untersuchungen, Zwei-Klassenmedizin mit eklatanter Bevorzugung von Patienten mit Zusatzversicherung, Operationen von Privatpatienten in öffentlichen Spitälern durch die Primarii und und und... Der Normalpatient ist, ab einem gewissen Alter überflüssig!

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luzazul
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Sie bringen alles durcheinander

öffentliches Spital, ambulanter Bereich (CT,MR), Privatspital ...
so kann man nicht argumentieren!

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fv4s8mthzfz9ovwq6xmmef9zrsgbleq0
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Bitte um Erklärung:

Stimmt es, dass gewisse Primarii im LKH Graz in ihrer dienstfreien Zeit den Operationssaal und das Personal benützen dürfen?
Stimmt es, dass man für eine Magnetresonanzuntersuchung z.T. monatelang warten muss?
Stimmt es, dass ich auf meine Hüftoperation mehr als ein dreiviertel Jahr warten musste, meine Nachbarin, die bei Merkur versichert ist, innerhalb von zwei Monaten dran kam?
Stimmt es, dass ich gewisse Medikamente nicht bekomme, weil sie zu teuer sind?
Was raten Sie mir, lazazul? Soll ich mich aufhängen?

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Sternschnuppe8
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@Olivia30

da haben Sie vollkommen recht!

Liebe Grüße an alle die bei der letzten Wahl wieder Rot/Schwarz gewählt haben!! Wegen euch haben wir nun diesen Wahnsinn !!! von A wie Asy.lchaos bis Z wie Zahnschmerzen

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