Baugesetz-NovelleGefallenes Ölkesselverbot: Lob von Ölbranche, Spott von Opposition

Dass die steirische Baugesetznovelle nun, anders als angekündigt, doch kein Verbot neuer Ölkessel im Gebäudebestand vorsieht, empört die Grünen. Von Mineralölvertretern erhält Umweltlandesrätin Lackner dagegen Lob für die Entscheidung.

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Refilling fuel view from inside of gas tank of a car
Trotz Ankündigung im vergangenen Winter wird ein steirisches Ölheizungsverbot vorerst nicht beschlossen © (c) nexusseven - Fotolia (ilker canikligil)
 

Als Umweltlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) im vergangenen Dezember den Gesetzesentwurf in die Begutachtung schickte, war die Aufregung groß: Die Novelle des steirischen Baugesetzes sah unter anderem vor, dass aus Klimaschutzgründen bestehende alte Ölheizungen ab 2022 nicht mehr gegen neue ausgetauscht werden dürfen. Die Mineralölbranche lief gegen den geplanten Schritt Sturm, Lackner reagierte mit einer Studie, die den von der Wirtschaft ins Spiel gebrachten synthetischen Brennstoffen als Öl-Alternativen beim Heizen eine Absage erteilte.

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Danke für Ihr Verständnis.

ma12
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HaHa

Die Grünen heizen eh mit Atomstrom. Also brauchen sie keine Ölheizung!

menatwork
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So wird das halt sicher nix

jedenfalls nicht in der knapp bemessenen Zeit.

Während ein Verbot für bereits bestehende Anlagen vor Ablauf der Lebensdauer unsozial und kontraproduktiv wäre , spricht gegen ein Neuerrichtungsverbot bei Neubauten eigentlich wirklich nichts.
Man ermutigt durch dieses Zurückschrecken nur weitere Investitionen, die lang vor ihrer tatsächlichen Lebensdauer erst recht wieder ersetzt werden müssten, wenn wir irgendwann zumindest mal die Richtung wechseln möchten, vom Erreichen der Ziele kann sowieso längst keine Rede mehr sein.
Dies deshalb, weil es für den Bauträger damit nach wie vor vorteilhafter ist eine Ölheizung zu errichten, denn um die später notwendige Umrüstung dürfen sich dann eh die Wohnungseigentümer kümmern oder man schnalzt den Mietern einen Sanierungsbeitrag drauf.

e-fuels sind eine Schimäre, wenn die jemals eine Lösung darstellen könne, wirds an der Anpassung der Gesetze sicher nicht scheitern - derzeit ist das aber nichtmal ein Strohalm, an den man sich klammern sollte.

Patriot
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Die Frau LRin Lackner als Lobbyistin der Ölbranche!

Eine Schande!

GanzObjektivGesehen
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Und wieder ist wer anderer schuld…..



ESchoberer
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Statt künstlicher Aufregung

sollen bitte Pläne vorgelegt werden, wie der Wechsel von Ölheizung auf etwas anderes aussehen könnte. Und zwar wenn (a) keine Fernwärme (b) kein Gas verfügbar ist oder wenn (c) kein größerer Lagerraum gebaut werden kann (1000 Liter Heizöl = 3 Kubikmeter Pellets = 10-15 Kubikmeter Hackschnitzel). Was sind die Alternativen? Haus abreißen und Niedrigenergiehaus mit Tiefenbohrung errichten? Alles verhöckern und auswandern? Solch infantile Kommentare wie "Politik aus der Steinzeit" helfen da leider nicht.

GanzObjektivGesehen
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Luftwärmepumpe ?

Mit ein paar Quadratmetern Photovoltaik ist man heiztechnisch schon fast autark.

ExportExpert
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So ist Technik

Luftwärmepumpe ist gut bei Vorlauftemperatur bis max 40 Grad. Wenn das Haus mit Fussbodenheizung beheizt wird: super. Radiatoren brauchen 55 bis 60 Grad. Nicht so super.
Pellets und Hackschnitzel fallen aus Platzmangel weg.
Also was tun? Ganz so einfach ist es leider nicht. Bis heute habe ich noch keinen vernünftigen Vorschlag gehört.

calcit
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Und die Luftwärmepumpe mit Solar funktioniert...

...wie bei Regenwetter, bewölktem Wetter... in der Nacht?

orsek
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Zwei Seiten

Als Besitzer einer Ölheizung, die nur Wasserdampf emittiert, der fast täglich zwischen Holzvergaserheizungen erstickt und kaum mehr ein Fenster öffnen kann, sieht man das ein bisschen differenzierter.
Jedenfalls gehts wie immer nach den Vorgaben der Lobbyisten.

theislanton
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Wasserdampf??

Das ist eine völlig neue Erkenntnis, dass eine Ölheizung nur Wasserdampf emittiert. Hat schon jemals jemand mit Wasser zu heizen versucht???

peso
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theislanton

Sie wissen aber schon, dass Heizöl aus Kohlenstoff und Wasserstoff besteht und Wasserstoff bei der Verbrennung von Heizöl zu was wird? Das was man am Kamin sieht (bei Gas oder Ölheizungen eigentlich gar nichts mehr) ist zu 99% Wasserdampf.

ich.daheim
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Das ist nur teilweise wahr

Du hast vergessen, dass der Kohlenstoff nicht rausbröselt, sondern vollständig zu CO2 verbrannt wird. Und das ist zwar unsichtbar aber definitiv sehr klimaschädlich.

peso
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Ich.daheim

Nein, hab ich nicht vergessen, aber dann müssen Sie ebenso die Werte gegenüberstellen und da schneidet die Ölheizung zwar schlechter als eine Erdgasheizung ab, aber um Häuser besser als jedwede Holzheizungen oder die Fernwärme in der Gesamtbilanz. Von den klassischen Schadstoffen reden wir besser gar nicht, denn da sind (alle) Holzheizungen wahre Umweltkiller. Sie sollten doch einmal die Studien und Berichte (Messungen) des Umweltbundesamt es lesen, da versteht man die vielgepriesene Ökowelt nicht mehr.....oder warum glauben Sie, dass diese Berichte kaum an die Öffentlichkeit gelangen bzw. von den Medien nie publiziert werden?

melahide
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Ja

Alles schlecht. Nur Benzin und Heizöl ist gut. Hmmm… in den letzten 50 Jahren hatten wir keine Alternativen Energieformen. Wo kommt der Klimawandel her, wenn das e alles so sauber ist?

peso
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melahide

wieder einmal der Ratschlag (eigentlich die Bitte), posten Sie nur dort mit, wo Sie zumindest einen kleinen Ansatz der Sachlage verstehen. Beim Thema Energie haben Sie den nämlich nicht

melahide
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Das

gleiche denke ich mir bei ihnen auch!

orsek
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Ok

Fast nur

Geom38
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Unterm Strich ist's den meisten sicher egal

womit sie künftig heizen, für jede(n) leistbar muß es sein. Und für ältere, noch vollkommen intakte Ölkessel muß es eben Sonderregelungen geben, diese wie geplant demnächst einfach zu verbieten und die Leute damit vor zum Teil unlösbare Probleme zu stellen kann's und darf's auch keinesfalls sein. Die Ölpreise sind sowieso permanent im Steigen und für viele alleine schon ein voller Tank für den Winter eine extreme Herausforderung. Mit bloßen "Förderungen" ist's da also nicht getan, es gibt mittlerweile schließlich genügend Menschen im Land die auf keine Rücklagen zugreifen können und wenn man mal ein gewisses Alter erreicht hat, gibt's auch keinen Kredit mehr. Aber das ist wieder eines dieser Themen wo man auf politischer Ebene die Ohren auf Durchzug stellt, Dinge nicht mehr wahrhaben will.

GanzObjektivGesehen
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Geht es hier nicht um den Austausch…..

…..bestehender Heizkessel ? Niemand wird gezwungen eine funktionierende Ölheizung stillzulegen.

feringo
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Besser dämmen

Warum denn gleich komplett verbieten. Die alternativen Energien reichen doch noch nicht aus. Besser wäre es, gute Wärmedämmung vorzuschreiben. Das Dach sollte ausschließlich mit Photovoltaik gedeckt sein. Dadurch wäre der Öl- bzw. Energieeinsparung besser gedient.

melahide
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Ja

Die liebe Mineralölbranche sagt: „Nein“. Dann wird es nicht gemacht.

gRADsFan
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Politversagen

die sind zutiefst verhaftet im 20. Jhdt. ... leider kein Wunder: die Landesregierung wird ja auch von zwei Pensionisten angeführt - wann treten die ab?
es braucht endlich neue Köpfe und frischen Wind

sanantonio
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Gerettet !

Zehntausende steirische Familien sagen danke ! Kein frieren im Winter, keine baldige finanzielle Not.

Bereits
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.

Hä? Warum soll jemand frieren, wenn man keine NEUEN Ölheizung verbauen darf? Verrückte Idee: Andere Heizung verwenden.

sanantonio
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Jede andere Lösung für den Fall,

dass der vorhandene Heizkessel ersetzt werden muss, ist wesentlich teurer und für viele selbst mit Förderung nicht leistbar.

siral1000
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Lackner

ist rücktrittsreif. Von Umweltschutz spürt man da gar nichts, das hat die gestrige Diskussion zur Raumordnung wieder gezeigt.

 
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