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Grüne wollen Gesetz ändernAuf welchen Flächen soll die Fotovoltaik ausgebaut werden?

Ringen um eine Lösung für den geplanten Ausbau der Solarkraft in der Steiermark: Land arbeitet an Programm, Grüne fordern eine Änderung des Raumordnungsgesetzes mit strengen Richtlinien.

Landwirtschaftliche Doppelnutzungen sollen bevorzugt werden © kk
 

Noch ist das Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) des Bundes nicht in Kraft, doch die Begehrlichkeiten nach den neuen Fördermitteln für den Ökostrom-Ausbau sind bereits beträchtlich. Eine Entwicklung, die man im Land auch mit einer Portion Sorge verfolgt, zumal vor allem bei der Fotovoltaik ein Wettlauf um die besten Standorte eingesetzt hat, womit sich derzeit viele Bürgermeister konfrontiert sehen. Jüngstes Beispiel ist  ein 7,5 Hektar umfassendes Fotovoltaikprojekt auf landwirtschaftlicher Fläche, das derzeit in Weißkirchen (Bezirk Murtal) für Skepsis samt politischem Wirbel sorgt.

Kommentare (5)
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melahide
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Bei uns

wurde auch ein Investmentfonds vorstellig, wollte von den Bauern Äcker und vor allem Seegrundstücke pachten. Da sind mehrere tausend Euro Pacht pro Monat auf 30 Jahre im Spiel.

Von den „Mammutprojekten“ muss man sich aber mal verabschieden. Mit den Gemeinden müsste man versuchen, auf eine gewisse Strommenge zu kommen. Paneel auf die Dächer, Kleinwindanlagen in die Gärten, ein gemeinsames Biomassekraftwerk. Und der erzeugte Strom sollte dann natürlich der Privatperson als auch der Gemeinde fair abgegolten werden....

feringo
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Dachflächen first

KlZtg: "Denn, das räumen auch die Grünen ein: Das Ausbauziel beim Sonnenstrom ist mit der Nutzung von Gebäudeflächen alleine unmöglich zu erreichen."

Wie groß muss die Gesamtfläche (Schattenfläche) denn sein?

Der Ausbau erfolgt nicht blitzartig und daher ist es sinnvoller, zuerst ALLE DACHFLÄCHEN mit E-Paneelen zu bedecken, um nicht mehr Schatten als nötig zu erzeugen; dann die PARKPLÄTZE.
Wie schon einmal erwähnt: Entscheidend ist, wie die Verhältnismäßigkeit angesetzt wird.

hansi01
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Auf welche Flächen?

Die Dachstein Südwand wäre ideal.

feringo
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@hansi01 : Dachstein

Hast recht. Besser als Grünflächen beschatten. Preislich?

Nixalsverdruss
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Die Heuschrecken schwärmen schon wieder aus:

... um Bauern günstig bestes Ackerland "abzuschachern" und mit hohen Förderungen eine Photovoltaikanlage zu errichten. Dieser Boden ist oft keiner Doppelnutzung mehr zuzuführen.
Was passiert hier:
a)Es werden von unterschiedlichen Akteuren Verträge mit Bauern geschlossen - und es handelt sich hier, ähnlich bei den "Ablösen" für die 380-KV-Leitung um außerlandwirtschaftliches Einkommen, d.h. es unterliegt nicht der Pauschalierung und ist daher voll zu versteuern (Einkommenssteuer)!!!
b) Die Verträge werden oft nur auf 25 Jahre abgeschlossen - die Anlage muss dann oft auf Kosten des Grundbesitzers wieder abgebaut werden - und diese Kosten fressen mehr als nur die Einnahmen der ganzen 25 Jahre auf!
c) Die Firmen können diese Flächen auch anderen Anbietern weitergeben - d.h. es gibt den Vertragspartner oft gar nicht mehr, bis der Vertrag ausgelaufen ist.
Meine Forderung:
Solche Anlagen dürfen nur von Gemeinden oder Gemeindeverbänden abgeschlossen werden (u.U. als Bürgerbeteiligungsmodell mit einem Energieversorger) - der Ertrag sollte sich dem Grundbesitzer und den Gemeindebürgern zukommen - und nicht irgendwelchen "Heuschrecken"!