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Fusion "Groß-Graz"

Graz soll um neun GU-Gemeinden wachsen

Die Überraschung über die "Hochzeitspläne" der Städte Bruck und Kapfenberg hat sich noch nicht gelegt, da bahnt sich bereits die nächste an: Die Reformpartner holen sich im Herbst Graz sowie neun Umlandgemeinden zu Fusionsgesprächen.

© Jürgen Fuchs
 

Die Reformpartner der Voves-SP und Schützenhöfer-VP wollen jetzt offensichtlich den Plan eines "Groß-Graz" in die Tat umsetzen. Sie holen im Herbst die Ortschefs von neun Umlandgemeinden sowie den Grazer Bürgermeister an einen Tisch. So könnte 2018 eine Landeshauptstadt mit mehr als 300.000 Einwohnern (Stand 2011: 293.001) entstehen. Mitsamt den neuen Stadtbezirken Stattegg und Weinitzen im Norden, Seiersberg, Pirka, Feldkirchen, Gössendorf, Raaba, Grambach und Hart im Süden beziehungsweise Südosten von Graz.

Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) erklärte am Dienstag, dass man bis Sommer mit allen infrage kommenden Gemeinden außerhalb des Grazer Ballungszentrums Gespräche geführt haben wird. "Im Herbst gehen wir Graz und Graz-Umgebung an."

Eingeweihte bestätigen, dass noch im Laufe des Juni Einladungen an Siegfried Nagl (Graz, VP), Werner Baumann (Seiersberg, SP), Andreas Grauf (Pirka, SP), Adolf Pellischek (Feldkirchen, VP), Franz Macher (Gössendorf, SP), Peter Gspaltl (Grambach, SP), Josef Gangl (Raaba, SP), Gerhard Payer (Hart bei Graz, SP), Hans Werner Tüchler (Weinitzen, Liste Tüchler) und Karl Zimmermann (Stattegg, VP) ergehen werden. Termin? Im September.

Das ist nicht nur im Vorfeld der Grazer Gemeinderatswahl (Jänner 2013) brisant. Stadtchef Nagl gehört nicht eben zu den Befürwortern von Eingemeindungen. Standhaft hat er bisher jeden Kommentar zu einem "Groß-Graz" verweigert.

Unter Zugzwang

Die jüngsten Landespläne sind auch deshalb so heikel, da ausgewählte Gemeinden aus Graz-Umgebung ohnehin in den nächsten Tagen und Wochen zu Fusionsgesprächen geladen sind: darunter Seiersberg und Pirka sowie Raaba und Grambach. Deren Ortschefs sind nun doppelt unter Zugzwang: Sollten sie einer kleinen Lösung (Fusion mit dem Nachbarort) nicht zustimmen, laufen sie Gefahr, in der großen Runde im Herbst unterzugehen und bei Graz zu landen. Andererseits stehen manche auch der "Hochzeit" mit dem Nachbarn sehr kritisch gegenüber. "Einfach so", meinte Seiersbergs Ortschef Baumann in der Vorwoche, werde man einer Zusammenlegung sicher nicht zustimmen. Vor- und Nachteile müssen ganz genau geprüft werden und die Bürger befragt werden.

Kommentare (1)

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KainachtalerWeststeirer
1
0
Lesenswert?

Da wurde wohl nix draus...

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