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Verunsicherte Mitarbeiter

Löschwagen-Hersteller Iveco-Magirus verlagert Produktion

Aufregung bei 130 Mitarbeitern in Kainbach: Der Einsatzwagen-Hersteller Iveco-Magirus, einer der größten Arbeitgeber des Orts, verlagert Teile der Produktion nach Ulm. Nur ein Service-Zentrum soll bleiben.

© Traussnig
 

Mit 130 Mitarbeitern ist der Brandschutzspezialist Iveco Magirus einer der größten Arbeitgeber der Gemeinde Kainbach an der Grazer Stadtgrenze. Für sie gab es zu Wochenbeginn ernüchternde Nachrichten. In einer Betriebsversammlung mussten sie erfahren, dass ihr Unternehmen, das auf die Produktion von Feuerwehr-Einsatzfahrzeugen spezialisiert ist, Ende des Jahres verlagert wird. Vom steirischen Kainbach-Hönigtal ins baden-württembergische Ulm.

Übrig bleiben soll nur ein Servicezentrum sowie die Endfertigung. Wie viele Mitarbeiter im Unternehmen verbleiben werden, ist unklar. An Spekulationen, wonach es letztendlich nur 20 bis 30 sein könnten, will sich zu diesem Zeitpunkt niemand beteiligen.

Richard Reder, Geschäftsführer des Unternehmens: "Die Endfertigung der Feuerwehrautos bleibt sicher in Hönigtal, da es von Land zu Land andere Vorschriften gibt." Derzeit würden Konzepte erstellt, um festzulegen, welche Bereiche genau nach Ulm wandern sollen.

Wirtschaftlich erfolgreich

Besonders bitter ist das Abwandern der Produktion für die Gemeinde Kainbach. Bürgermeister Manfred Schöninger hat davon auch nur von den Mitarbeitern erfahren. Dabei wurde das Unternehmen seitens der Politik stark unterstützt. "2003 hat die Firma nach einem neuen Standort gesucht, um die Produktion ausweiten zu können. Wir wollten das Unternehmen natürlich halten und haben eine neue Betriebshalle gebaut." Rund 1,4 Millionen Euro hat die Gemeinde damals in das Gebäude investiert. Wie es weitergeht, kann derzeit keiner mit Sicherheit sagen.

Die wirtschaftlichen Kennzahlen des Betriebes können sich jedenfalls sehen lassen, der Umsatz konnte von knapp 23 Millionen Euro im Jahr 2004 auf zuletzt fast 36 Millionen gesteigert werden. Das Ergebnis (EGT) wuchs im selben Zeitraum von 0,43 auf 2,43 Millionen Euro.

Kainbach wird gewissermaßen ein Opfer einer großen Umstrukturierung bei der Fiat-Tochter Iveco Magirus. In Ulm wird die Lkw-Produktion geschlossen und nach Madrid verlagert. Dafür wird dort das konzerneigene Brandschutz-Kompetenzzentrum eingerichtet, was wiederum die Verlagerung anderer Iveco-Brandschutzstandorte nach Ulm nach sich zieht. Darunter jener in Kainbach.

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