AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Graz – Laut gedachtBald 40 Grad: Soll die Herrengasse begrünt werden?

Die 40 Grad werden in Graz bald geknackt werden. Altlasten wie schlecht platzierte Hochhäuser und Flächenversiegelung verschärfen das Problem. In der neuen Ausgabe von "Graz – Laut gedacht" geht es um das Stadtklima, wie es sich auf die Grazer auswirkt und was die Stadt tun kann.

© Montage/Winona Pilat
 

"Auf keinen Fall in die Innenstadt": Wenn’s richtig heiß ist, werden Hauptplatz, Jako und Co. nach Möglichkeit gemieden. Und richtig heiß wird es immer öfter

Die 40°-Marke ist statistisch schon längst fällig. Das ist eine Frage von ein, zwei Jahren.

Reinhold Lazar, Autor der Stadtklimaanalysen

Zu den global bekanntlich ohnehin steigenden Temperaturen kommen in Graz noch Altlasten. So wurde in den aufwendigen Stadtklimaanalysen festgestellt, dass etwa das Elisabethhochhaus oder das Telekomgebäude lokale Windsysteme, die eigentlich nächtliche Abkühlung bringen würden, empfindlich stören.

Graz – Laut gedacht

Das ganze Podcast-Gespräch hören Sie kostenlos hier oder auf

 

Derartige Effekte werden inzwischen in der Stadtplanung zwar berücksichtigt, dennoch leidet die Stadt – vor allem im Zentrum – stark unter der Flächenversiegelung und dem Fehlen von Grünraum. Lazar lässt deswegen mit einem interessanten Vorschlag aufhorchen: Zumindest einseitig könnte man die Herrengasse begrünen. Das begrüßt auch Humangeografin Anke Strüver. Grünflächen und zusätzliche Möglichkeiten zum Verweilen würden sich auch auf das „soziale Stadtklima“ günstig auswirken.

Weitere Themen des Podcast-Gesprächs der beiden Forscher mit David Knes sind unter anderem die Besonderheiten unseres Stadtklimas seine Wechselwirkungen mit Baukultur und Lebensqualität.

 

Kommentare (17)

Kommentieren
stockiju
1
5
Lesenswert?

Soll die Herrengasse begrünt werden?

Ja unbedingt und so schnell als möglich.
Auch für andere Straßen überdenken.

Antworten
hermannsteinacher
1
1
Lesenswert?

Am besten viele Walnussbäume in Zweierreihen als Allee vom Hauptplatz bis zum Springbrunnen

nach der Mariensäule!

Antworten
FerdinandBerger
1
4
Lesenswert?

Klar, am besten auf Höhe vom

Klammerth, schnellwachsende Tujen und ein bissl Schilfgras im Topf!
Aber ernsthaft: Es wird geschliffen, gefällt und asphaltiert was das Zeug hält. Mur, Plabutsch, Oper, Eggenberg-Allee und so weiter und so weiter. Gut so, weiter so. Liebe Baulo.bby wir haben verstanden: Ihr seid die stärkeren. Und wenns ganz heiss wird stellen wir 2 Feuerwehrautos auf den Hauptplatz und verkaufen das durch Ku.rt Hohen.si.nner als tolle Innovation. Macht bitte weiter so, aber hört auf die Grazer Bevölkerung für doof zu verkaufen und mit solchen Diskussionen zu ver.a.schen. Und ihr lieben Grazer Grünen: Gibt es euch noch?

Antworten
brosinor
0
11
Lesenswert?

Die Grazer Grünen

Leider sind die Grünen in Graz derart lahm dass es einem schon die Sprache verschlägt! Rundherum lauter aufgelegte Elfmeter, aber die Grünen schlafen.
Oder aber bekommen von angsterfuellten Medien ("wer hat Angst vorm schwarzen Mann im Rathaus ") keine Bühne....

Antworten
Christian Hubinger
0
6
Lesenswert?

Die Herrengasse soll begrünt werden?

Was für eine Augenauswischerei, nachdem man für das Murkraftwerk und den Speicherkanal 16.000 Bäume gefällt hat. 8.000 größere, 8.000 kleinere - wobei man die "kleineren" aus politischen Statistikgründen gerne unter den Teppich kehrt. Aber - grundsätzlich wären Bäume überall in der Stadt wünschenswert! Noch besser wäre, wenn man für 20 Jahre einen Bau- und Versiegelungsstop erlassen würde. Wird aber nicht funktionieren - die Baulobby will ja eine Gegenleistung für ihre Wahlspenden haben....

Antworten
pregwerner
1
21
Lesenswert?

Und Asphalt weg!

Begrünung nur zu!

Zudem gehört der Asphalt wo er nicht wirklich benötigt wird, weg!

Eventuell gegen offene Pflastersteine (Gitterform) ersetzen.

Denn der Asphalt ist Hitzetreiber Nr. 1. Kocht tagsüber auf und gibt zudem in der Nacht die Wärme auch noch ab.

Antworten
eleasar
6
12
Lesenswert?

Wenn das Telekomgebäude und das Elisabethhochhaus

das Klima von hunderttausenden Stadtbewohner negativ beeinflussen, hätte ich schon eine Lösung: abtragen! Dann gibts wieder mehr frische Luft für Graz. So schön sind diese Megakomplexe eh nicht, dass man sie unbedingt erhalten muss.

Und bitte keine neue Schrecklichkeiten bauen, wie im Studentenwohnheim in der Grenadiergasse, wo das schöne alte Kloster mit einem "schwebenden" Neubau verschlimmbessert wird.

Antworten
leidergeil
11
4
Lesenswert?

Ahnungsloser

anscheinend hast du wirklich keine Ahnung

Antworten
eleasar
3
7
Lesenswert?

Danke leidergeil,

dass du uns an deiner Weisheit teilhaben lässt und nicht nur irgendwelche Mutmaßungen in den Raum stellst, die mehr über dich selbst aussagen, als dir lieb sein sollte.

Antworten
siral1000
1
19
Lesenswert?

es braucht grün

in graz, vor allem in der stadtregierung.

weil unter schwarzblau gibts versiegeln und baumfällen statt vernünftiger ideen.

Antworten
brosinor
9
37
Lesenswert?

Augarten

"Glücklicherweise" wird auch der Augartenpark durch Abholzung und Zubetonierung zur nächsten Wüstenei. Da fühlen sich Jakominiplatz und Hauptplatz nicht so allein in ihrem Elend.
Graz ist bald nicht mehr lebenswert im Sommer (im Winter durch Abgasewahnsinn und Feinstaub auch nicht).
Aber die dafür Verantwortlichen haben nach wie vor einen Freibrief dank ihrer unbelehrbaren Wählerschaft.

Antworten
jahcity
0
9
Lesenswert?

Und

die KlZ hat da kräftig mitgemischt! Jetzt wollen sie lieb schreiben wo 10.000e Bäume mitten in der Stadt gerodet wurden!

Antworten
rettung144
26
11
Lesenswert?

?

Wegen ein paar Bäume ändert sich kein Klima in der Stadt! Ausserdem kannst du in der Herrengasse keine grossen Bäume pflanzen alleine schon wegen der Oberleitung nicht und was alleine die Wurzeln mit den ganzen Leitungen bzw. dem Gleisbett anrichten können.

Antworten
checker43
4
35
Lesenswert?

"Derartige Effekte werden inzwischen in der Stadtplanung zwar berücksichtigt, "

Danke, für den guten Witz. Offenbar bereitet sich die Stadtplanung auf eine Eiszeit vor und lässt deshalb dicht, massiv und versiegelnd verbauen, damit kein Windchen kühlen kann und kein wärmender Sonnenstrahl verschwendet wird.

Antworten
klickme
3
26
Lesenswert?

Erstaunlich resistent

Es ist schon erstaunlich, wie resistent PolitikerInnen gegen den Klimawandel sind, und Umdenken fällt den meisten sehr schwer und es dauert sehr lange, bis sich was bewegt. Schon erstaunlich.

Antworten
Jodl
0
15
Lesenswert?

Vielleicht hängt diese Resistenz...

... unter anderem mit persönlichen Verbundenheiten zur Baulobby zusammen. Stichwort Bodenversiegelung: Dass diese Woche die Wiese vor dem Next Liberty zuasphaltiert wurde (angeblich nur bis zum Herbst), zeigt, wie weit das Bewusstsein gediehen ist.

Antworten
Hausschuh
2
40
Lesenswert?

Nicht nur, sondern auch

wegen des Klimas soll die Herrengasse begruent werden!

Antworten