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Podcast Graz – Laut gedachtNagl denkt über autofreie Sonntage in Graz nach

2050 ist die Grazer Bevölkerung um ein Viertel gewachsen. Bürgermeister Siegfried Nagl und Kulturanthropologin Johanna Rolshoven denken darüber nach, welche Visionen die Stadt braucht?

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Podcast-Macher David Knes mit Bürgermeister Siegfried Nagl und Kulturanthropologin Johanna Rolshoven © ballguide/Mednitzer
 

Ungefähr 360.000 Einwohner wird Graz im Jahr 2050 zählen und das ist nicht die einzige Herausforderung. Wie man die Stadt zukunftsfit macht, darüber haben Bürgermeister Siegfried Nagl und die Kulturanthropologin Johanna Rolshoven von der Grazer Uni in dieser Folge von Graz – Laut gedacht mit Kleine-Zeitung-Redakteur David Knes diskutiert.

Nagl bleibt seinen U-Bahn- und Gondelvisionen treu und denkt auch laut über autofreie Sonntage in der Stadt nach. "Wir diskutieren im Rathaus gerade, ob wir uns drüber trauen sollen und ein paar Sonntage im Jahr verkehrsfrei zu erklären – zumindest in manchen Bezirken", sagt Nagl im Podcast.

Rolshoven betont vor allem, demokratische Prozesse nicht zu kurz kommen zu lassen, liefert Vorschläge wie ein erfolgreiches Miteinander in einer pluralistischen Gesellschaft funktionieren könnte und warum manche Wissenschafter fordern, die Staatsbürgerschaft durch eine "Stadtbürgerschaft" zu ersetzen.

Sie können die Folge übrigens auch auf Spotify oder iTunes hören.

Kommentare (7)
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paulrandig
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Wie absurd kann etwas noch werden?

Während der Woche staut es sich und stinkt zum Himmel, wenn unsere Wirtschaft tickt und es uns allen gut geht.
Am Wochenende, am Sonntag, wenn der Wahnsinn für einen Tag steht, setzt man sich ins Auto um die Tante am Land zu besuchen, oder der Bruder kommt aus einer anderen Stadt zu Besuch. Öffis fahren ohnehin nicht bzw. kaum.
Wer künftig mit vier Kindern am Sonntag etwas unternehmen will, ruft am besten Hr. Nagl an, damit er hilft, dass am Weg von der Hautür zur Busstation, anschließend beim Umsteigen in die Seilbahn, dann in die U-Bahn, dann noch in die S-Bahn und nach dem Zielbahnhof während des eineinhalbstündigen Fußwegs zur Tante keines verloren geht.
Macht er sicher gerne, dient es doch der Umwelt...

Lamax2
3
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Schildbürgerstreich

Will man den Menschen auch das Vergnügen an Wochenenden noch streichen? Sie wollen die Autofahrer nur ärgern, weil sie am Sonntag keine Parkgebühren einheben dürfen und es der Stadt nichts bringt, wenn man mit dem Auto unterwegs ist.

Mein Graz
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Autofreier Sonntag in Graz.

Was bitte soll es bringen, genau den Tag, an dem sowieso am wenigsten Personen im Auto unterwegs sind, "autofrei" zu erklären?

Der innerstädtische Verkehr ist von Montag bis Freitag am stärksten, lässt am Samstag nach und kommt am Sonntag fast zum Erliegen. Wochentags ist dadurch auch der Schadstoffausstoß und die Luftbelastung wesentlich höher als zum Wochenende!

Aber der Wirtschaft passt es natürlich nicht, wenn unter der Woche der Verkehr eingeschränkt wird - da kann man doch den Sonntag hernehmen, oder?

checker43
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Laut

Podcast sind Sie nur ein Wutbürger, der Visionen gleich schlechtredet und nicht in die Diskussion einsteigen will. In die Diskussion einsteigen bedeutet laut Grazer Brauch, ihm gefälligst zuzustimmen und alles mit sich machen zu lassen.

Mein Graz
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@checker43

Ja, und ein Knickserl oder ein Diener tät sich auch noch anbieten dazu, dass Nagl seit vielen Jahren Graz in den Abgrund steuert.
Wenns nach ihm ginge...

Ifrogmi
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Autofreier Sonntag...

Kann ich dann meine Freunde und Verwandten ausserhalb von Graz am arbeitsfreien Sonntag nicht besuchen?
Bleibt mir die anfahrt zu Veranstaltungen und freizeitunternehmungen verwehrt?
Setzt mich Herr Nagel fest im Haus nur weil ich hüftbeschwerden habe?
Darf ich alte, gebrechliche, kranke verwandte, bekannte nicht zum sonntagsessen abholen und heimvringen?
Usw, usw.
Denkt überhaupt noch wer mit oder muss jeder geistige Erguss raus, als hätten wir Sommerschlussverkauf?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr bürgermeister so einen undurchdachten blödsinn von sich gibt. Er könnte so niemals in diese Position gelangen und fiele unter gemeingefährlicher Politiker.

paulrandig
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Ifrogmi

Hehe. Danke für die Inspiration zum Begriff "Geistiger Sommerschlussverkauf"!
Ich sehe förmlich Scharen vor mir, die aufgestachelt Wühlkisten durchackern und mit irgendwelchen Fetzen, die schon bisher keiner wollte, um sich schmeißen, in der Hoffnung, vielleicht doch irgendwo etwas Brauchbares zu erwischen.