Er ist einer der umtriebigsten Unternehmer der Region: Hamdi El Manchi. Der gelernte Büro-Kaufmann (gebürtig aus Bruck) war unter anderem elf Jahren für die Sheraton-Kette in den USA tätig, verantwortete da den Einkauf auf großen Schiffen. Später baute er in der Steiermark sein Geschäft mit Werkskantinen auf ("Fürgast Betriebsgastronomie"). In Seiersberg-Pirka errichtete er die größte heimische Waschanlage für Besteck und Geschirr ("Alles Event"), Equipment für Veranstaltungen wird vermietet. Zudem entwickelte er ein Mehrwegsystem für Kaffeeautomaten. Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es mittlerweile.

Das Geschäft floriert. Und so wagen sich Hamdi El Manchi und seine Gattin Ingeborg – frei nach dem Motto "Vom Tellerwäscher zum Hotelier" – in ein neues Business. In Raaba-Grambach sperrten sie am Donnerstag offiziell das neue Hotel "Das Grambacher" auf.

Das neue Hotel
© Das Grambacher

"Wir haben zehn Millionen Euro investiert, alles selbst erwirtschaftet. Es ist gut, wenn der Eigentümer auch der Finanzierer ist", erklärt El Manchi nicht ohne Stolz. Die Eckdaten: Im Hotel gibt es 52 Zimmer (alle mit Balkon) mit 130 Betten, vier Seminarräume (mit Platz für bis zu 300 Personen) und weitere Besprechungsräume. "Allein die Technik kostete eine Million Euro."

Business und Tourismus

Das Ehepaar El Manchi setzt auf mehrere Schienen – etwa auf die zahlreichen Großunternehmen zwischen Liebenau, St. Peter, Raaba und Fernitz und deren (internationale) Gäste. "Wir haben mit den Firmen gesprochen, welche Wünsche sie haben." So bietet man nun Schulungsräume an (interessiert daran ist etwa Raiffeisen-Zentrale in Raaba), einen Shuttle-Dienst von und zu den Betrieben, E-Roller und eine entsprechende kulinarische Versorgung. "Wir wollen ein Rundum-Dienstleister sein, können auf Wunsch sogar Musik organisieren." Neben den Businessgästen hofft man knapp neben der Autobahn auch auf Durchreisende und Graz-Touristen. "Auf Wunsch bringen wir die Gäste in die Innenstadt."

Eines der 52 Zimmer
© Benjamin Gasser

Ein weiterer Pluspunkt soll das angeschlossene, bereits 2014 eröffnete Restaurant sein. Man könne dort auch größere Gruppen verköstigen. Und: Man habe, als eine von nur wenigen Gaststätten in der Umgebung, jeden Tag offen.

Übrigens: Weitere Ausbaupläne sind laut El Manchi nicht ausgeschlossen.