Im Zuge der Koralmbahn Konzept für Großbaustelle nahe Flughafen Graz bis Sommer

Die Baumaßnahmen für die Koralmbahn im Bereich Flughafen Graz thematisierte die steirische FPÖ im Landtag. Verkehrslandesrat Anton Lang (SPÖ) gab "große Herausforderungen" in der Bauphase zu.

Stefan Hermann
Stefan Hermann © (c) FPÖ/Foto Fischer
 

In Graz Umgebung zittert man vor einem Chaos: Die FPÖ wollte daher im Landtag  von Verkehrslandesrat Anton Lang (SPÖ) wissen, wie sich die Baumaßnahmen auf den starken Verkehr im Süden der Landeshauptstadt auswirken werde. Lang beruhigte - die Baumaßnahmen seien zwar herausfordernd, danach werde die Situation entlang der B67 aber wesentlich besser sein.

Der freiheitliche Klubchef Stefan Hermann lobte in der Anfragebegründung zwar die wirtschaftlichen Impulse durch die Errichtung der Koralmbahn durch die ÖBB und den Neubau des sogenannten Flughafen-Asts. Aber es stelle sich die Frage, ob es über die Baustelle hinaus zu einer Verbesserung der Verkehrssituation im Süden von Graz kommen werde.

Lang sagte in der Beantwortung u.a., Mitte des Jahres 2019 solle mit dem Ausbau der Koralmbahn begonnen werden. Deshalb seien die verkehrstechnischen Planungen bereits gestartet. Das finale Verkehrsführungskonzept werde aber erst Mitte 2018 von den ÖBB präsentiert.

Zum Stand der Dinge könne er sagen, so Lang, dass es zwischen ÖBB und Verkehrs- bzw. Raumplanern und sonstigen Beteiligten wie der Asfinag intensive Abstimmungsgespräche gebe. Dabei sei die Gemeinde Feldkirchen bei Graz eingebunden, mit den dortigen Mandataren habe es Workshops gegeben.

Die Verkehrs- und Umleitungskonzepte würden sicherstellen, dass alle Grundstücke über die gesamte Bauzeit erreichbar seien. In der eigentlichen Bauphase werde verstärkt die Nutzung der S-Bahn und der Regionalbusse beworben. In der ersten Jahreshälfte werde es einen Infotag geben.

Bei der Wiederherstellung der dann leistungsgesteigerten Grazer Straße (B67) entlang des Flughafens nach der fertiggestellten ÖBB-Unterflurtrasse plane man die Zusammenlegung von Kreuzungsbereichen und Einzeleinfahrten. Dazu komme ein westseitiger Gehsteig und eine Anbindung an das Radwegenetz, sagte Lang. Zufahrten für Landwirte zu ihren Äckern würden abseits der B67 angelegt. Dazu kämen noch einige zusätzliche Lärmschutzwände.

Zu den Kosten sagte der Landesrat, grundsätzlich würden die ÖBB alles zahlen, was mit der Wiederherstellung der Verkehrsinfrastruktur nach dem Bau der Koralmbahn einhergehe. Kosten für das Land Steiermark entstünden für die Umgestaltung bzw. Verbesserung der B67, also für alles, was über die Wiederherstellung hinausgehe.

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