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Schuldenreport

So steht es um die Finanzen von Frohnleiten

Droht nach Gratkorn und Hart auch Frohnleiten (GU) ein Finanzdilemma? Nun liegen die Antworten einer FPÖ-Anfrage vor - der Schuldenstand ist hoch, die Einnahmensituation aber gut.

Frohnleiten bei Nacht.
Frohnleiten bei Nacht. © Edler
 

"Der nächste SPÖ-Finanzskandal?" Dutzende Fragen hat die FPÖ unter diesem Titel an die Gemeindereferenten zur Finanzsituation der Stadt Frohnleiten (GU) gerichtet. Nun ist die Beantwortung fertig: Demnach stieg der Schuldenstand von rund 11 Millionen Euro (2005) auf 19 Millionen (2014). Die Haftungen sind von 18,4 Millionen Euro (2005) auf 16,7 Millionen Euro gesunken.
Macht rund 36 Millionen Euro - aber wegen hoher Überschüsse, die Frohnleiten seit Jahren aufweist, kein Grund für das Land, die Notbremse wie in Hart zu ziehen. Soweit die Kurzfassung der Anfragebeantwortung.

Unter Beobachtung

Erledigt hat sich der Fall damit jedoch nicht. Wenngleich eine Prüfung durch die BH 2013 "keine Auffälligkeiten" ergeben hatte, wird die Gemeindeabteilung die Stadt nun "verstärkt beobachten". Denn: Ein neues Bildungszentrum entsteht - und das Fünf-Millionen-Euro-Darlehen dafür belastet den Haushalt zusätzlich. Dazu kommt die längst fällige Sanierung der Deponie. "Ein Gutachten hat ergeben, dass Stilllegen nicht viel weniger kosten dürfte als Sanierung und Ausbau", heißt es im Landhaus. Und das bedeutet: Frohnleiten darf auch dafür ein Darlehen von vorerst einer Millionen Euro aufnehmen. 

"Fass ohne Boden"

Bei dieser Summe dürfte es aber nicht bleiben. Gernot Rilling, Finanzstadtrat der SPÖ, räumt ein: "Die Deponie ist ein Fass ohne Boden." Es müsse investiert werden, um dann neue Aufträge und damit Einnahmen zu ermöglichen. Umfang? "Drei bis vier Millionen Euro."

Gleichzeitig hat die Politikspitze vereinbart - seit der Wahl ist ja die ÖVP mit Johannes Wagner stärkste Kraft - bei den Ausgaben den Rotstift anzusetzen. "Wir arbeiten da gut zusammen und sparen, wo wir können", betont Rilling.
Der Verschuldungsgrad würde nun 8,2 Prozent ausmachen, was aber angesichts der Einnahmen vertretbar sei. Zudem hätte das Land erklärt, Frohnleiten auch künftig mit Bedarfszuweisungen zu helfen.   

Schulden explodieren

"Es zeigt die wirtschaftspolitische Kompetenz der SPÖ, wenn man mit Millionenzuschüssen aus dem Landesbudget den Schuldenstand weiter massiv ausbaut", kritisiert hingegen Mario Kunasek (FPÖ). Würde man noch die ausgegliederten Gesellschaften berücksichtigen, wären die Schulden Frohnleitens (6698 Einwohner) explodiert. 

Wie es mit Gesellschaften wie der städtischen KG (Sport- und Freizeitpark etc.) aussieht, konnte das Land aber nicht prüfen. Der Finanzstadtrat beteuert, dass auch dort sparsam gearbeitet würde. Rilling: "Freizeitzentrum & Co. sind sehr gut ausgelastet." Aber kein Geschäft - man benötige rund eine Millionen Euro im Jahr für den Betrieb.

 

Kommentare (12)

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soccer6
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Doppik

Einer der Gründe warum die Länder die Einführung der DOPPIK hinauszögern und bekämpfen. Damit würden die Finanzen für Alle nachvollziehbar sein.
So wie in Frohnleiten siehte es in vielen Gemeinden mit den Finanzen aus. Nur dies wollen die Verantwortlichen nicht aussprechen.

Somit lässt man die Gemeinden weiter dahin tümpeln. Bis es da und dort ohne Zuschuss des Landes nicht mehr weiter geht. welch Überraschung...

Weitere Zusammenlegungen der Gemeinden bzw. deren Verwaltungseinheiten und Prüfung durch Profis (unabhängige Wirtschaftsprüfer....) würden dazu Abhilfe schaffen.

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Digitaluser
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Na und?

Schon vergessen, dass weiland die Stingl-SPÖ aus dem Grazer Stadtbudget über die Jahre mehr als 100 Millionen Euro für das Ablagern des Grazer Mülls nach Frohnleiten transportiert hat. Da konnte der Wunderbügermeister Peter Gottlieb, der frei gemauerte SPÖ Lokalkaiser, locker darüber nachdenken (lassen), ob man nicht den Hauptplatz durch eine Bodenheizung erwärmen könnte um sich die Schneeräumungskosten zu ersparen.

Alles schon vergessen?

Mit der Methode Stingl-Gottlieb (ver-)wirtschafteten halt ein Dutzend roter Gemeinden in der Steiermark lustig drauf los - und die Schulden soll dann halt "das Land" zahlen. Auf Kosten der ordentlich budgetierenden Gemeinden, versteht sich.

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chaimalka
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Und wir

dachten uns Frohnleiten sei einer der reichsten Gemeinden.

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soccer6
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das Denken

auch viele von ihren eigenen Gemeinden.
Die dortigen Zahlenspiele (VO/RA) werden zwar durch die BH und Land auf deren Plausibilität geprüft, nur was sagt dies schon wirklich aus.

Es gibt sicher nicht viele Gemeinden, die keine Verschuldung haben.

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kritischingratkorn
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gratkorn

wie sieht es da aus? man hört, dem budget für 2016 wurde nicht zugestimmt...

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sigaso
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Und wie steht es nun um die Finanzen von Fohnsdorf?

😉

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soccer6
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wie in vielen anderen Gemeinden

sicher bedenklich...

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Sternschnuppe8
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SPÖ - Schulden Partei Österreichs

eines können die Roten hervorragend Schulden machen !!

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soccer6
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egal welche Farbe

Auch du als "blauäugige" solltest dies wissen.

Meist sollte man als erster vor der "eigenen Türe" kehren.

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luzazul
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zu sparen anfangen

36 Millionen durch 6701 Einwohne macht Euro 5372,33 pro Kopf und Nase und wir sind auf Null.

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nodg5r5dha2a4w7hu6lpns31uq28lu5b
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Das geht bei diesem Geldsystem nicht!

-Politiker nehmen im Namen des Staates (Bürger) bei den Banken Geld auf = Schulden.
- Nun ist Geld im Umlauf
- Werden die Schulden zurückbezahlt ist kein Geld mehr im Umlauf! Geldbörse leer.
-Bsp.: Franz arbeitet (Rasen mähen) 3 Std. für Bernd.
So hat Franz 3 Std Guthaben (+3) Bernd 3 Std. Schulden (-3)
Arbeitet jetzt Bernd seine -3 Std. für Franz (Hecke schneiden) ab, so hat dann niemand mehr ein Guthaben noch Schulden (0)

!-ABER-!
Wenn die Schulden zurück bezahlt sind von den Bürgern woher nehmen sie dann das Geld um die Zinsen zu zahlen, wo doch kein Geld mehr im Umlauf ist?????
- 1.000.000 Gelihen
- 10.000 1% Zinsen
= 1.010.000 Summe
________
- 1.000.000 komplette Rückzahlung
- 10.000 noch immer Schulden.

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DSV
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Einst eine "reiche" Stadt? Wer ist für den Schuldenstand verantwortlich? Nicht die Bürger zur Verantwortung ziehen, sondern die Herrn Stadträte!

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