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Nach Zug-Unfall

"Die Schuld liegt nicht beim Lokführer"

Roman Hebenstreit (vida) greift Landesbahnen-Leitung und Politik an. Und: Die Staatsanwaltschaft erfuhr erst durch die Ermittlungen nach dem Zugsunglück, dass es schon vorher Zwischenfälle gegeben hat.

Zugunfall hält Ermittler und Gewerkschaft auf Trab.
Zugunfall hält Ermittler und Gewerkschaft auf Trab. © APA
 

Rund 60 Personen wurden nach dem Zugsunglück in Waldstein, das am 6. Mai dieses Jahres zwei Tote und sechs Verletzte gefordert hatte, einvernommen. Aus zahlreichen Aussagen geht hervor, dass es schwerwiegende Mängel gab, die den Landesbahnen bekannt waren.

Ein konkretes Beispiel: Der Lokführer (22), der zu früh losgefahren war und die Kollision verursachte, hatte denselben Fehler schon ein Mal gemacht. Laut Helmut Wittmann, Geschäftsführer der Steiermärkischen Landesbahnen, sei der Lokführer vom Dienst abgezogen worden. Wittmann: "Er musste sich einer Nachschulung unterziehen." Erst danach sei er wieder als Lokführer eingesetzt worden. Wittmann weist auch darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden sei.

Staatsanwalt widerspricht

Das stimmt nicht. "Gegen den Lokführer liegt keine Anzeige vor", sagt Thomas Mühlbacher, Leiter der Staatsanwaltschaft Graz. Erst durch die Ermittlungen nach dem Zugsunglück wisse man, dass es schon vorher Zwischenfälle gegeben habe. Für den Lokführer gab es auch keine Nachschulung. Er war einen Tag nach dem Beinahezusammenstoß wieder im Einsatz.

Kritik von der Gewerkschaft

Aus Kollegensicht, auch das geht aus den Aussagen hervor, sei der junge Lokführer überfordert gewesen. Für Roman Hebenstreit, den Vorsitzenden des Fachbereiches Eisenbahn in der Gewerkschaft vida, ist klar: „Die Schuld liegt nicht beim Lokführer. Die Schuldigen sitzen in der Geschäftsführung der Landesbahnen oder in der Landesregierung.“ Niemand habe auf die Mängel und Fehler reagiert. Ein Betriebsleiter, der mehrmals Kritik geübt hatte, wurde sogar gekündigt.

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Danke für Ihr Verständnis.

Angie 77
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Landesbahn

Als ehemalige Mitarbeiterin der STLB liegt das Versagen ganz sicher bei der Geschäftsführung !!
Bekannterweise wurde jeder gekündigt oder entfernt der gegen die Geschäftsführung etwas verlauten ließ!!!
Mfg

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RMK
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"Die Schuld liegt nicht beim Lokführer"

Lokführer übersieht Haltesignal - und dann ist er nicht schuld?! Ein Hohn!

Jeder Verkehrsteilnehmer hat Signale zu beachten ...............

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NichtsalsdieWahrheit
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Ein Hohn

ist Ihre Antwort, da diese offensichtlich auf vollkommener Unkenntnis basiert.
Auf der Strecke Deutschfeistritz - Übelbach gibt es keine Signale und kein Zugsicherungssystem. Der Betrieb wird über ein schwindliges und nicht dem aktuellen Standard entsprechendes Zugleitsystem geregelt. Das ist auch die Hauptursache für diesen Unfall, für die der Lokführer definitiv nichts dafür kann.

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VIDA - ach war dies....

...nicht diese Gewerkschaft, die sich so vehement gegen die letztendlich höchst zutreffende "Vorverurteilung" des geisteskranken Piloten bei Germangwings stark gemacht hat?

Schwachköpfe trifft man heute von Industrie bis Wirtschaft überall...

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Supper
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Stmk. Landesbahn

dieser Unfall ist die Konsequenz der Qualität des Managements der Stmk. Landesbahnen - Chef war Kostenrechner
und ist "Oberverwalter", sowie der Geldverschwendung in der aufgeblähten Verwaltung (Lohnverrechnung, Buchhaltung, EDV und Einkauf) und für diverse "nicht notwendige Projekte", und der damit einhergehenden, bzw. resultierenden Budgetsituation.
Mitschuld tragen aber auch die zuständigen Landesräte, die dieses Management, anscheinend ohne Kontrolle und Menschenkenntnis, schalten und walten lassen.

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esa2011
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Landesbahn Lichtanlage

Ich selbst wohne im Ort wo diese Landesbahn durchfährt.
Mir selbst ist es bereits 2x passiert, dass die Lichtanlage nicht aktiviert war, als ich die Gleise mittels PKW überquerte und gleich darauf der Zug kam. Nicht gerade von Vorteil! Weiters passierte es schon mehrmals das die Lichtanlage aktiv war (mind. 20 Minuten) und kein ZUG weit und breit zu sehen war, geschweige denn gekommen ist.

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humor2015
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Die Schuld liegt nicht beim Lokführer

SCHULD SIND DIE KURVEN - WEIL DIE NIE GERADE SIND

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sehr billig...

dein humor :-)

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gerade dort sind busse

besser und billiger!

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NichtsalsdieWahrheit
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Sicherheitsstandard

In der heutigen Zeit eine Strecke ohne Lichtsignale, ohne PZB und ohne vernünftigen Zugleitbetrieb zu betreiben ist einfach ein Wahnsinn. Da wurde am falschen Platz gespart sowie Mängel und Fehler negiert.

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pa1jmv6570njwzdnwm60q6v6he7xamlz
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LUXUSBAHNSTRECKE ÜBELBACHERBAHN

Diese Bahnstrecke ist ein Musterbeispiel für Vergeudung von Steuermitteln . Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen . Der Schienenersatzverkehr mittels Autobus während der Bauzeit im heurigen Sommer hat die billigere Alternative aufgezeigt und bewiesen . Wann kehrt hier endlich Vernunft bei diesem Prestigeobjekt ein und die Bahn wird sofort eingestellt !!!!

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pa1jmv6570njwzdnwm60q6v6he7xamlz
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Aufsichtsorgan

Hoffentlich reagiert das jetzt neu installierte Aufsichtsorgan der Landesbahnen auch auf die aus finanzieller und wirtschaftlicher Sicht unnütze Geldverschwendung

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burgring0
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es wäre auch zu hinterfragen....

...weshalb der Betriebsleiter der Strecke Peggau-Übelbach von den Landesbahnen gekündigt wurde ???

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