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Bevölkerungsstatistik

Graz wird "überrannt" - alle Zuwachsraten

Immer mehr Menschen ziehen nach Graz und Graz-Umgebung: welche Gemeinden am stärksten wachsen – und wo die Probleme liegen. Didi Hubmann, Gerald Winter-Pölsler

Der Ballungsraum Graz wächst ständig © (c) Andreas Wörgötter
 

Die Stadt Graz und die Umlandgemeinden stehen in den nächsten Jahren vor riesigen Herausforderungen: Der Ballungsraum Graz wächst ständig, alleine Graz verzeichnet seit 2005 ein Wachstum von 13,49 Prozent – insgesamt leben in der steirischen Landeshauptstadt 32.450 mehr Menschen als noch vor zehn Jahren. Auch die Gemeinden in Graz-Umgebung werden durchwegs immer größer – nur im Norden gibt es einen Rückgang. Die Zahlen stammen von der Statistik Austria und der Statistik Graz. 

 

Die wichtigsten Fakten:

 

Die GU-Gewinner: Graz-Umgebung verzeichnet insgesamt ein Wachstumsplus von 7,9 Prozent – das sind 10.755 Einwohner plus. Die stärksten Wachstumszonen: Gössendorf (plus 19,63 Prozent und plus 629 Menschen), Kalsdorf bei Graz (plus 19,32 Prozent und plus 1001 Menschen), Dobl-Zwaring (plus 18,21 Prozent und plus 527 Menschen), Unterpremstätten-Zwettling (plus 19,66 Prozent und plus 935 Menschen). 1135 Menschen sind in den letzten zehn Jahren in Seiersberg-Pirka zugezogen – das ergibt das größte absolute Plus aller GU-Gemeinden. Kein Wunder, dass man hier ein neues Schulzentrum etc. plant und die Gemeinde weiter stärken möchte.

 

Ballungsraum Graz: Graz wächst in den absoluten Zahlen am stärksten: Mehr als 32.540 Menschen sind in den letzten Jahren nach Graz gezogen. Die steirische Landeshauptstadt hat einen enormen Wohnungsbedarf, die Erschließung neuer Areale (Reininghaus) ist entscheidend dafür, wie die Stadt den Zuzug verkraften wird. Über eines sind sich nämlich fast alle einig: Der Trend, in die Stadt zu ziehen, wird anhalten. Graz wird in den nächsten Jahren einen Wandel wie nie zuvor erleben.

 

4456 Bewohner mehr: Der Grazer Bezirk Lend hatte von 2006 bis 2014 (Statistik Graz, Bezirke/Stadt Graz) die höchsten Zuwachsraten (17,6 Prozent plus) aller Grazer Bezirke aufzuweisen. Viele Initiativen (Lendwirbel etc.) zeigen, dass hier vor allem Junge und Kreative ankamen.

 

273.838 Bewohner zählt man in der Stadt Graz – das ergibt ein Plus von 13,49 Prozent seit 2005. In absoluten Zahlen sind das 32.540 Menschen mehr. In der ganzen Steiermark gab es lediglich ein Plus von 2,02 Prozent (plus 24.234 Menschen) – die Abwanderung aus der Obersteiermark etc. hält an.

 

147.081 Menschen leben in den 36 Gemeinden von Graz-Umgebung. Das macht seit 2005 eine Steigerung von 7,89 Prozent – und 10.755 Menschen. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle GU-Gemeinden in den letzten Jahren gewachsen. Dabei wird es auch bleiben.

 

Streitzonen/Graz und die GU-Gemeinden: Bis heute gibt es in wesentlichen Punkten (Verkehrsfinanzierung etc.) keine gemeinsamen Strategien. Die Stadt Graz wirft den Umlandgemeinden immer wieder vor, zwar die Infrastruktur nützen zu wollen, aber zu wenig dafür zu zahlen. Gemeint ist: Aus den GU-Gemeinden pendeln zwar Menschen nach Graz zur Arbeit – Graz trägt die Hauptlast der Verkehrskosten. Die GU-Gemeinden weisen das immer zurück. Lösung? Keine in Sicht.

 

Die GU-Verlierer: Graz-Umgebung wächst unaufhaltsam wie die steirische Landeshauptstadt – trotzdem gibt es Gemeinden, die Verluste verzeichnen: Frohnleiten etwa schrumpfte um 6,68 Prozent (minus 480 Bewohner). Bei
Übelbach verzeichnet man ein Minus von 3,51 Prozent (minus 72 Bewohner), bei Deutschfeistritz sind es minus 2,50 Prozent (minus 108 Bewohner). Das kleinste Minus liegt in St. Bartholomä an: –0,93 Prozent (minus 13 Bewohner).

 

Verkehrsprobleme: Öffentlicher Verkehr: Die Stadt Graz
reduzierte den Preis für die Öffi-Jahreskarte auf 228 Euro. Aber nur für jene, die in Graz ihren Hauptwohnsitz haben.
Einige GU-Gemeinden zahlen drauf, damit auch ihre Bewohner lediglich 228 Euro zahlen. Die Stadt Graz wollte mit der Idee unter anderem erreichen, dass man beim
Bundesfinanzausgleich besser aussteigt – mit mehr Menschen, die ihren Hauptwohnsitz nach Graz verlegen.

 

 

 

 

 

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