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Südost-Tagespost wird von VP-nahem Verein neu belebt

Geheimprojekt: Ab 28. März gibt es die frühere Tageszeitung als monatlich erscheinende Gratis-Postille.

 
Ein streng geheimes Projekt verfolgt die steirische ÖVP: Am Parteitag am 28. März wird erstmals wieder die legendäre "Tagespost" erscheinen. Sie war seit 1856 eine in Graz produzierte Tageszeitung, die ab 1945 von der ÖVP herausgegeben wurde. Im März 1987 verfügte Landeshauptmann Josef Krainer aus finanziellen Gründen ihre Einstellung, seither sind mehrere Versuche der Wiederbelebung gescheitert.

Landesweite Verbreitung. Nun dürfen sich aber die VP-Delegierten auf ein "deja-vu-Erlebnis" freuen. Künftig soll die Tagespost mit 260.000 Exemplaren als landesweit verbreitete Gratis-Zeitung einmal monatlich erscheinen. Vor den Gemeinderats- und Landtagswahlen 2010 ist ein wöchentliches Erscheinen vorgesehen.

Großformat in grün. Das Blatt ist als Großformat mit 16 Seiten auf hellgrün gefärbtem finnischen Zeitungspapier konzipiert. Geplante Themen sind Politik, Chronik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Eine "Bezirksseite" soll in 16 lokalen Mutationen herauskommen.

ÖVP nicht direkt beteiligt. Offiziell hat die ÖVP mit dem Projekt nichts zu tun: Als Herausgeber fungiert ein in Gründung befindlicher Verein der "Förderer der bürgerlichen Medien". Für diesen Verein formieren sich derzeit die Proponenten. Dem Vernehmen nach wurden unter anderem Wirtschaftskammer-Vizepräsident Benedikt Bittmann, Ex-VP-Klubchef Bernd Schilcher, Uni-Professor Klaus Poier sowie einige Rechtsanwälte für die Sache gewonnen.

Ein Chefredakteur wird noch gesucht - im Gespräch ist unter anderem Estag-Konzernsprecher Urs Harnik-Lauris. Inoffiziell soll im Hintergrund auch der bekannte Journalist Rudi Hinterleitner mitmischen. Redaktionsadresse ist Karmeliterplatz 5 in Graz - im Nebenhaus der ÖVP-Zentrale.

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