Essay zum Triumph der KPÖDie Verwechslung von Politik und Sozialarbeit

Der Wahltriumph der Grazer Kommunisten beruht auf einem Missverständnis, meint der Soziologe Manfred Prisching. Die Stimmbürger wählten eine Art Caritas, aber das sei nicht Politik.

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Die KPÖ ist nun die stärkste Kraft in Graz © (c) © Ripix
 

Sie waren schon immer nett. Seinerzeit, in den 1970er-Jahren, traten die kommunistischen Studenten immer singend auf, es werden wohl revolutionäre Lieder gewesen sein. Sie haben ja vor allem einander bekämpft, die Maoisten, die Trotzkisten, die Sowjetkommunisten und andere. Da ging es um Subtilitäten der Marx- und Machtinterpretationen. Die KPÖ lebte Parteidisziplin, sie hat sich mit der reformistischen Tschechei und ähnlichen „Abweichlern“ nie anfreunden können. Die Zeit ist über alle diese Auseinandersetzungen hinweggegangen. Der Liedermacher Franz Stephan Parteder übernahm die Landespartei, aber dann kamen die Kaltenegger- und schließlich die Kahr-Phasen: Normalerweise grundeln Kommunisten in Österreich bei ein oder zwei Prozent, nunmehr ist es in Graz fast ein Dreißiger-Wahlsieg geworden. Dieser hat nur eine Erklärung: Das Wählervolk betrachtet Wahlen als unpolitische Aktivität. Wahlen haben offenbar nichts mit Politik zu tun.

Kommentare (99+)
edischittl
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Wenn uns Prisching seine eigene Definition von Politik

nahebringen würde, könnte ich ja versuchen seine Gedankengänge nachzuvollziehen. Dennoch sehe ich mich außerstande, diesen zuzustimmen, schon gar nicht, wenn ich mir die Person und deren einschlägig bekannte und mehrfach "live" erlebte liberal-katholische Sichtweise verinnerliche.
Wenn ich eine Definition von vielen, nämlich jene von T. Meyer aus dem Jahr 2003, die da lautet
„Politik ist die Gesamtheit der Aktivitäten zur Vorbereitung und zur Herstellung gesamtgesellschaftlich verbindlicher und/oder am Gemeinwohl orientierter und der ganzen Gesellschaft zugute kommender Entscheidungen.“
nehme, dann liegt Prisching aber gewaltig daneben. Der Artikel selbst ist natürlich der Styria Medien AG, die zu 98,33 % im Besitz der Katholischer Medien Verein Privatstiftung (vormals Katholischer Preßverein Privatstiftung) und zu 1,67 % im Besitz des Katholischen Medien Vereins (vormals Katholischer Preßverein) steht, geschuldet.

reschal
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T. Meyer aus dem Jahr 2003

Die Definition enthält Wahres. Fr. Kahr wird liefern müssen.

calcit
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Nur weil sie nicht zustimmen heisst das noch lange nicht…

…dass sie such recht haben. Aber fällt ihnen eine bessere Definition ein statt plumper Angriffe ad personam?

Vielgut1000
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"Mit Speck fängt man Mäuse".

Irgendwie ist mir dieses bekannte Wort nach dem KPÖ-Wahlerfolg eingefallen: Mit Speck fängt man Mäuse.

gickigacki
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100

prozent Zustimmung. und die Mäuse sind nicht dran interessiert sich zu fragen warum sie zuwenig speck haben. der mäusefanger auch nicht.

levis555
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Endlich sind die Schuldigen an der schmählichen Abwahl des gütigen, die Hand schützend über den uninformierten

mehr oder weniger debilen Grazer Wähler haltenden Ex-Bürgermeister gefunden worden. Die Wähler sind es! Danke, Herr Professor…

spainman
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Nichts verstanden

Sehr geehrter Herr Autor, sie schreiben: "Für diesen Wahlsieg gibt es nur eine Erklärung: Das Wählervolk betrachtet Wahlen als unpolitische Aktivität.."

Für Ihre Interpretation gibt es nur eine Erklärung: "Sie habe leider gar nichts verstanden." Viele Worte, fast alle am Thema vorbei!

Verschmerzen Sie das Wahlergebnis und lesen Sie nach wie Demokratie und freie Wahlen funktionieren, vielleicht verstehen Sie dann besser, was in Graz passiert ist.

calcit
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Wie Demokratie funktioniert?

Dann lesen die mal das GANZE Parteiprogramm der Kommunisten…

Jelineck
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Wollen Sie

tatsächlich realen Kommunismus? Ich bin froh, dass der Stacheldraht zum Ostblock weg ist. Bitte aufwachen!

hfg
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Der ÖVP und auch anderen Parteien

waren die „Nichtwähler“ immer egal - solange man dadurch „billig“ und einfach die ganze Macht erringen bzw. erhalten konnte. Da jetzt die KPÖ „ihre Wähler“ zur Urne brachte und die anderen leider nicht ist das ein Problem geworden.
Wenn alle mit Nagl und EUstachio zufrieden gewesen wären hätten sie auch gewählt. Offensichtlich waren sie das nicht.

hfg
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Ich gehe schon lange nicht mehr zu den

Wahllokalen - aber es ist denkbar einfach eine Wahlkarte zu bestellen und dann per Briefwahl wählen.

Duftwolke
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Aha

@hfg: Gut, das jetzt erfahren zu haben :-)

iMissionar
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Das Gedankengut in Analysen wie diesen

ist leider mit ein Grund, dass das Wahlergebnis ist wie es eben ist. Amüsant zu lesen, aber Wählerbeschimpfung vom Standpunkt intellektueller Überheblichkeit ist minder hilfreich.

calcit
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Nun, vielleicht braucht es ja eine intellektuelle Ebene um distanziert…

…zu erkennen was eine Vielzahl von Wähler offenbar nur aus dem Bauch heraus entschieden haben…

mobile49
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darf man sich denn wundern ?

nachdem uns dauernd vorgezeigt wird , wie man von einer PK zum nächsten "event" pilgert , dass dann wir "pöbel" auch einmal einen spass haben will ?

ironie off

mobile49
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es sollte

wir , der pöbel
lauten
sorry

ritus
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Ich bin schon sehr beruhigt, dass...

...so viele Kommentare in einem ruhigen, sachlichen Ton geschrieben sind und konkrete Antworten auf Prischings Artikel geben, die ich zutreffend finde. Ich bin nur froh, dass der Autor keinen politischen Einfluss hat, denn was durch seine Zeilen durchscheint, ist eine autoritäre politische Gesinnung.
Er meint, dass alle KP-Wähler zu blöd waren und sind, um die von ihm gedeutete Gefahr für unsere Gesellschaft zu erkennen. Sollte man die Menschen gar nicht mehr fragen, von wem sie regiert werden sollen, denn sie checken´s ja sowieso nicht? Prisching spricht Kahr und ihrem Team schlichtweg jede Fähigkeit ab, Graz verantwortungsvoll so zu führen, dass es der Bevölkerung nach ihrer ersten Amtsperiode zumindest nicht schlechter geht als jetzt. Nun, da mach ich mir keine Sorgen, denn Frau Kahr denkt und macht das, was sich anscheinend so viele GrazerInnen wünschen, nämlich Politik für ALLE Menschen, nicht nur für Investoren und finanzstarke Unternehmen und Organisationen.
Sie wurde übrigens von Nagl und Eustacchio mehrmals brutal gedemütigt,
Ich hab mir auch das Parteiprogramm der Landespartei durchgelesen, und einiges gefällt mir ganz und gar nicht, weil es dem Individuum zwar einen bescheidenen Wohlstand verspricht, aber gleichzeitig keine individuelle Meinungsfreiheit zugesteht. Auch ich wünsche mir nicht, dass uns ein Leben im Sinne der ursprünglichen kommunistischen Doktrin aufgezwungen wird. Wer Kahr kennt, weiß, dass sie das nicht mal versuchen wird.

Lamax2
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Ein Hoch auf die Nichtwähler

Ca 35000 Grazer haben Kahr gewählt und die haben jetzt die Macht über annähernd 300000 Einwohner von Graz. Es haben zu viele es für nicht notwendig befunden, zur Wahl zu gehen.

mobile49
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wenn es mir ein anliegen ist ,

dass eine gewisse partei die stimmenmehrheit bekommt , dann gehe ich auch wählen
punkt
und an alle "nichtwähler"
ihr habt euch als "unsichtbar und unwichtig" deklariert

wer nicht wählt sagt damit aus
mich gibt es nicht wirklich und darum muss sich um mich auch niemand "kümmern"
oder ich bin wie eine "made im speck"
auch nicht sehr schmeichelhaft

ich durfte nicht wählen - (!speck!gürtelgemeindebewohnerin)

DergeerdeteSteirer
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"Es haben zu viele es für nicht notwendig befunden, zur Wahl zu gehen."

@Lamax2, wie von dir beschrieben empfindet es meine Person als den wahren Grund des Wahlergebnisses, das die Hälfte der Bürger in Graz schlicht und einfach zu ignorant und von einem "Wurschtigkeitsgefühl" gesteuert sind und nicht in der Lage sind demokratisches Recht und Verhalten zu leben !!

Beim jammern, nörgeln und sudern hüpfen sie aus ihren Verstecken, das hat mit demokratischem Denken und Tun jedoch gar nichts am Hut !!

Viele Bürger müssten, so wie es aussieht, Solidarität und Verantwortungsgefühl von der Picke auf neu lernen, verstehen lernen und sich damit innig auseinandersetzen, solange viele nur nach den eigenen Vorteilen trachten wird das mit vollster Sicherheit nichts und schürt nur Ungemach und Zwistigkeiten !!

GustavoGans
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Aber als

2017 ca. "nur" 47.000 die ÖVP gewählt hatten, haben die ja auch kein Problem gehabt, dass die ÖVP Politik für nahe 300.000 Einwohner gemacht hat, oder?

menatwork
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Die Macht hat man mit der Mehrheit der Stimmen im GR.

Das sind dann auf jeden Fall auch immer mehr als 50% der abgegebenen Wählerstimmen.

Nichtwähler zählen nicht, diese werden immer nur von den Unterlegenen hervorgekramt, gerne auch um ein Wahlergebnis an sich zu diskreditieren, was tief in die scheindemokratische Gesinnung blicken lässt. Dabei wird suggeriert, dass die Nichtwähler eigentlich den Unterlegenen ihre Stimme geben würden.

Nachdem die KPÖ zum wiederholten Mal mehr Nichtwähler mobilisiert hat als alle anderen, wäre ich mir da aber nicht so sicher.

Die KPÖ Graz gibt auch den schon lange von der Politik Enttäuschten wieder eine Stimme -ganz ohne Hetze und Schüren von Feindbildern - und das ist sehr gut so.

Fangts endlich an zu reflektieren, warum ihr abgewählt wurdet, da liegt der Hase am Pfeffer.

Jelineck
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Ich würde an die Nichtwähler auch Mandate vergeben.

Die Sitze bleiben dann einfach leer.

hfg
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Oder man passt die

Ohnehin zu hohenParteiförderungen und Zuschüsse an die Wahlbeteiligung an. Dann würden sich die Parteien mehr bemühen.

Bereits
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.

Von diesen 300.000 dürfen übrigens zehntausende nicht wählen, weil es die ÖVP so will.

Balrog206
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Zb

Wer ?

LaoQui
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Unehrenhafter Abgang.

Wer hat mir meine Stimmen gestohlen, meine Macht geraubt? So jammern sie jetzt, und der Herr Prisching erfindet fantasievoll neue Motive. Aber viele, viele Jahren haben sie den Bürger ignoriert, haben es abgelehnt, ihn mitbestimmen zu lassen. Sie hörten wohl das Echo der Kritik (direkt hingehört haben sie ja nie), aber es war ihnen egal. Jetzt wurde die Rechnung präsentiert, leider zu spät. Wir hätten uns die Zerstörung des Naturraums und des Stadtbildes erspart. Ja, jetzt hat der Wähler dem Turbo-Beton-Kapitalismus seine Grenzen aufgezeigt. Und da fragt ein "Wissenschaftler" noch, warum Kommunismus? Aber in Wirklichkeit war die KPÖ die ideale Chance, Herrn Nagl möglichst schmerzlich zu verstehen zu geben, dass man ihn unehrenhaft weghaben will. Die menschliche Politik von Elke Kahr machte das auch moralisch vertretbar. Verstehen wird Nagl das natürlich nicht können, hat er doch - zumindest nachdem er Bürgermeister geworden war - nur mehr auf sich selbst gehört.

doriangray
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Peinlicher Vergleich

"Die Stadt der rechten Volkserhebung kann deshalb auch ganz rasch zur Stadt der linken Volkserhebung werden. Es geht ja nur um atmosphärische Ähnlichkeiten."
Das Ergebnis einer demokratischen Wahl in die Nähe des Naziputsches von 1938 zu rücken: für wild um sich schlagende türkise Propagandisten mag das ja angehen. Aber für einen Hochschullehrer ist dies entlarvend peinlich.

stprei
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Befund

Ein durchaus richtiger Befund, viele wollten einen "Denkzettel", eine "Abrechnung", "etwas anderes".

Überall hört man, dass Kahr so "lieb" ist und sich um die Menschen "kümmert". Das Politische Projekt hat niemanden interessiert, der Protest gegen die ÖVP als Bürgermeisterpartei hat sich unter dem Dach der betont unpolitischen KPÖ versammelt. Es gab auch keine anderen Protestoptionen, da man sich sonst für das politische Projekt der Blauen ("pro Auto", "nicht euer Zuhause") oder das der Grünen ("contra Auto", radikaler Lebenswandel unter dem Klimaaspekt) entscheiden müsste.

Hier Manfred Prischings akademische Position mit simplen parteipolitischen Zuschreibungen zu diffamieren zeigt doch auch, dass alles "politische" verdächtig scheint, nur der "unpolitische" kann außer Zweifel stehen.

Ich kann ihm nur zustimmen.

hfg
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Einen Denkzettel

Haben nur die Nichtwähler von ÖVP und FPÖ abgegeben. KPÖ, Grüne und sogar Neos haben sehrwohl ihre „Anhängerschaft“ durch Leistungen positiv aktiviert.

menatwork
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Man fühlt sich in die Zeiten des Kalten Krieges versetzt

allerdings nicht durch die KPÖ oder Ihre Wähler, sondern durch die primitive, aus der Zeit gefallenen Argumentation der schlechten Verlierer von ÖVP und FPÖ, die so vorhersagbar war, wie sie unkreativ und ohne jedes Realitätsverständnis ist.

Muss jetzt wie 2017 wirklich wieder jeder´ ÖVP-Adept seine Pflichtübung ablegen oder wann können wir mit der Rückkehr zu einer sachlichen Debatte rechnen?

Pelikan22
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Warum redest net über die Roten?

Du bist sehr verdächtig!

SoundofThunder
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🤔

Die Grazer haben halt die Nase satt gehabt von Nagl und seinen Allmachts-Ansichten. Und wählten eine Partei die sich bewiesenermaßen für die Bevölkerung eingesetzt hat. Keine andere Partei ist sonst auf die Leute zugegangen. Und es wird ganz sicher kein Weltuntergang sein wie es schon so manche herbei reden. Eine Koalition mit einer Partei in dessen Reihen sich Identitäre,schlagende Burschenschaften,Pegida ,AfD und Anhänger des Gottseibeiuns tummeln regt sich auch keiner mehr auf. Aber gerade die sind eine echte Gefahr für eine Demokratie.

Guccighost
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Viele wählen die KPÖ

Deshalb weil sie vom Leben enttäuscht sind und nichts zusammen gebracht haben.
Graz steht heute so gut wie niemals zuvor da aber das schätzen diese Leute leider nicht.

ritus
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Welch ätzender Zynismus!

Haben DIE selber was zusammengebracht, die Vermögen und Immobilien geerbt, sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichert haben, ihre wirtschaftlichen Flops durch die Gemeinschaft finanzieren lassen, durch Protektion - oft unterqualifiziert - gut bezahlte Jobs besetzen, und, ebenfalls durch Protektion, Aufträge zu überhöhten Preisen bekommen haben? Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen.
Alleinerziehende Menschen, überwiegend Frauen z.B. mit 3 Teilzeitjobs und miserablen Pensionsaussichten sind meistens nicht aus Faulheit oder Dummheit in dieser Lebenslage, sorgen aber gleichzeitig systemrelevant für genau Ihren Komfort. Und wenn jemand nach 40 Dienstjahren und solidarischen Pensionsbeiträgen eine Pension bekommt, mit der Sie wahrscheinlich nicht einmal 1 Woche auskommen, haben die dann auch nix zusammengebracht? Aber das verstehen Sie wahrscheinlich nicht einmal ansatzweise, weil Sie und viele andere mit Ihrer Denkweise höchstwahrscheinlich einfach nur Glück als Startkapital hatten.

Pelikan22
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Die Aussagen eines echten ....

KOMMUNISTEN (auch nach dem Parteiprogramm) !

Guccighost
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ja hast vielleicht auch Recht

aber es ist auch jeder ein wenig schon seines Gückes Schmied
alle kann die Politik auch nicht machen

SagServus
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Deshalb weil sie vom Leben enttäuscht sind und nichts zusammen gebracht haben.

Die Versager in Lend und Gries zeigens mir bitte.

Aber bitte, machts nur weiter so.

Hilft sicher den gemeinen Wähler als dumm und Versager hinzustellen um von diesem wieder die Stimme zu bekommen.

Pelikan22
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Und was ist mit den Immobilienkaisern ....

in Geidorf und St. Leonhard?

zweigerl
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"Volkshaus"-Nestwärme

Auf den Punkt getroffen. Wenn es "menschelt" in der Politik, kommen schlechte, aufwühlende Zeiten. Kahr und Krotzer sind ja wirklich rührend anzusehen, wie sie sich da plötzlich mit den neuen Flügeln der Macht aus ihrem "Volkshaus"-Nest stürzen. Aber flügge sind die nun noch lange nicht. Denn wo wären jetzt die gewieften Genossen, die über den Tellerrand der "Vergesellschaftung der Produktionsmittel" und der basalen Sozialarbeit hinaussehen können? Man wittert förmlich bereits den Sturm der Rechtsanwaltsarmada, den die Konzerne irgendwo im kapitalistischen Universum auf das kleine Graz loslassen werden.

stefstef
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Wegen was

sollten die jetzt genau klagen? Sie wissen welche Kompetenzen ein Bürgermeister hat?

neuernickname
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Auch wenn hier - parteipolitisch bedingt - der AUTOR kritisiert und auch diffamiert wird

Rein sachlich sehe ich kaum einen Fehler im Befund.

Tatsächlich dürften die fast 30 % Zustimmunge (bei einer extrem niedrigen Wahlbeteilgung) fast ausschließlich der "Nettigkeit" der Frau Kahr zuzuschreiben sein.

Auch die ehrlichen Kommunisten in dem Forum beweisen das, ihre Postings werden rot abgestraft.
Enteignungen will offenbar wirklich nur eine geringe Minderheit.

Von daher würde mich interessieren, jenseits der parteipolitischen, sozialistischen, Pflichtempörung wo der Autor SACHLICH danebenliegt.

Also nur zu, tretet vor, liebe Kritiker.

lieschenmueller
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Lieber neuernickname,

merken Sie nicht, dass sich auch nach zig Aufforderungen Ihrerseits kaum jemand mit Ihnen unterhalten will.

Ihre Zeilen sind überaufgeregt und Sie blaffen hier die Leute an. Bei fast allen Artikeln. Bezichtigen sie des Hasses, wollen genau wissen, woher Ihre Negativbewertungen kommen (über die Sie sich viel zu viel aufregen), und reagieren ziemlich mimosenhaft.

Ich breche meine Vorsätze, Ihnen nicht mehr zu antworten, aber vielleicht gehen Sie etwas in sich, bevor das emotional für Sie richtig belastend wird und machen dann mit einem angemesseren Ton weiter.

Pelikan22
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Susi oder Lieserl!

Am besten vor der eigenen Tür kehren. Dort wo nix is (wie bei euch Roten) braucht ma net jammern. Heißt doch so schön: Außer Spesen .....!

neuernickname
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Aber richtig - auf "Du bist ein Flegel" "Du gehörst hier gesperrt"

"Du bist ein bezahlter Parteitroll" "Du bist charakterlos"

reagiere ich mimosenhaft - ich wehre mich dann.

Das werde ich in Zukunft lassen. Diese "Roten" sind meine Aufmerksamkeit nicht wert.

neuernickname
24
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Mein liebe lieschenmueller

Warum können Sie nicht sachlich antworten.
Warum gehen Sie ständig, ganz tief ins persönliche.
Wenn Sie keine sachliche Antwort finden können, dann bitte ich Sie einfach, meine Postings zu IGNORIEREN. Ist ganz einfach. Wo neuernickname draufsteht NICHT LESEN.

Ist das so schwierig? Oder geht es nicht, weil "Rot" eine Religion ist, an die man GLAUBEN muss?

lieschenmueller
4
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Wohl, Ihre Postings lese ich schon, antworten drauf tue ich nur extrem selten,

und man siehe oben - meine Konsequenz macht ein paar Minuten (seien Sie versichert, nicht länger) Pause.

Ich habe keine Religion. Beknie kein Partei. Ich bekenne mich hier als Wählerin einer, das ja. Aber ohne für sie jemals Werbung gemacht zu haben.

Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung - zwei paar Schuhe. Aber ich möchte mich auch von einem Menschen, der keine leichte Lebenssituation hat, wie Sie hier schon schrieben, nicht Anblaffen lassen. Sie meinen nicht dezidiert mich alleine, aber die ständigen Rundumschläge sind allgemein mir zu viel um sie nicht anzusprechen . Da kann ich von 60 Minuten 59 dazu schweigen. Aber in der restlichen einen sage ich Ihnen dennoch meine Meinung.

Das können Sie gerne wieder löschen lassen. Weil das Austeilen sehen Sie als alleiniges Recht Ihrerseits. Meines ist nicht so aggressiv wie Ihre Zeilen üblich. Angefügt: für MEIN Empfinden.

neuernickname
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@lieschemueller Und ich sage MEINE Meinung und bisher ist das in Österreich auch Nichtroten gestattet

Aber - in aller Zukunft - lieschenmueller werde ich SIE und ihre Genossen hier Ignorieren.

Ich bin kein Linker und ich weiß warum. Mich selbst als besseren Menschen zu sehen, der andere persönlich "belehren" darf, ist nicht meine Art.

Darum, lieschenmueller, rot-weiß-rot und Konsorten - ihr könnt mich weiterhin maßregeln - ab jetzt gibt es KEINE Antworten mehr von mir.

Mein Originalpostings könnt ihr löschen lassen - dazu gibt es einen "MELDEN" -Button.

Die Moderation wird dann löschen, wenn mein Posting der Netiquette oder den Forenregeln widerspricht.

Alles Gute, lieschenmueller.

EinDenker
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@lieschenmueller, @neuernickname

Ihr zwei solltet euch mal privat treffen. Das gibt eine schöne Diskussionsrunde. Wie bei meinem Nachbar und seiner Frau,.. 😉

lieschenmueller
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50 Prozent sehen sich in Graz anscheinend gar niemanden,

und bei einem größeren Teil wird die Sehnsucht nach mehr Menschlichkeit in der Politik immer mehr.

Man blicke nur in Richtung Anschober. Aus den verschiedensten Teilen der Wählerschaft wurde sein Abgang bedauert. Zwar oft mit der Anmerkung, was nicht ideal gelaufen sei bei ihm (in seiner Situation hätte das nur ein Zauberer zusammengebracht), aber immer mit dem Zusatz, dass uns seine Art und Weise in einer schweren Zeit weitergeholfen habe. Das ist fast wie ein weißer Tiger. Beim Großteil der Politiker ist man froh, dass sie dann weg sind und weint ihnen keine Träne nach.

Sah mir soeben einen langen Beitrag über Christian Ude, dem langjährigen Oberbürgermeister von München an. Der hat für mich auch so was inne. Ich glaube, seine 3. und letzte Wahlperiode hatte fast 67 Prozent der Stimmen inne. Immer gesteigert. Ein nochmaliges Antreten verhinderte einzig die Altersgrenze.

Lodengrün
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Ja @lieschen

es scheint wirklich so das die Leute sich mit den Personen identifizieren wollen. Beispiel Anschober ist ausgezeichnet. Man sah sein Engagement, verzieh dabei auch Fehler. Kahr hat sich ihren Platz in Graz erarbeitet. Nicht mit politischen statements, sondern mit Einsatz in der jeweiligen Sache. Hatte ihr einmal ein ein falsches Vorgehen eines GVB Kontrolleurs vorgetragen, sie nahm sich der Sache an. Habe Eustacchio ein Parkplatzproblem geschildert, er machte nicht einmal Muh. Was ihr jetzt schon vorab politisch unterstellt wird ist im Ordner Schmutzwäsche abzulegen.

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