Grazer WahlPolit-Beben: KPÖ triumphiert, Bürgermeister Nagl tritt zurück

+++ KPÖ holte laut Hochrechnung 28,9 Prozent und den ersten Platz +++ ÖVP verliert 12,1 Prozentpunkte und liegt bei 25,7 Prozent +++ Bürgermeister Nagl verkündete seinen Rücktritt.

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20.15 Uhr: Wahlabend mit Polit-Beben

Der Bürgermeister ist zurückgetreten, die Kommunisten holen den ersten Platz: Graz hat ein politisches Beben erschüttert. Hier noch einmal die wichtigsten Ergebnisse und Ereignisse eines Wahlabends, der wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird:

  • Die KPÖ holt laut Hochrechung den ersten Platz: Sie kommt auf 28,9 Prozent der Stimmen (+8,6 Prozentpunkte). Spitzenkandidatin Elke Kahr überlegt noch, ob sie den Bürgermeisteranspruch stellen wird.
  • Bürgermeister Siegfried Nagl ist zurückgetreten. Er und die ÖVP sind die Verlierer der Wahl. Die Volkspartei kam in Graz nur noch auf 25,7 Prozent (-12,1 Prozentpunkte)
  • Verloren hat die FPÖ, sie kommt nur noch auf 10,9 Prozent (-5). Spitzenkandidat Eustacchio denkt über seine politische Zukunft nach. Gewonnen haben die Grünen mit dem historischen besten Ergebnis von 17,3 Prozent (+6,8). Über ein Plus dürfen sich auch die Neos freuen, die auf 5,3 Prozent (+1,4) kamen. Von den kleineren Parteien schaffte es sonst keine ins Rathaus.

Kommentare (99+)
Erika39
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Wäschewaschen und Kochen ist Frauensache!

Meine Wahlentscheidung zwischen den Kommunisten und den Grünen ist gefallen. Nachdem die kommunistische Kahr populistisch erklärt, dass sie heute Wäsche wäscht und deshalb nicht kochen kann für sich und ihren Mann ist es für mich klar: Jemandem mit derart veraltetem Denken über die Zuständigkeit für Hausarbeiten, nämlich die Frauen, ob jetzt aus reinem Populismus oder nicht so dargelegt, kann ich meine Stimme nicht geben!
Außerdem ist eh eigentlich der Klimaschutz am wichtigsten und das geht eben nur mit den Grünen!

neuernickname
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Von einem deklarierten KPÖ-Wähler wurde mir gerade bei Patterers Kommentar mitgeteilt

Ich solle den "Leuten" hier, meine Kommentare ersparen.

DAS IST DIE KPÖ! Das ist der "Sozialismus" für den die KPÖ steht.

Wählt die besser nicht und wenns noch so freundlich tun.

rouge
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Angst

Wer Angst vor den Grazer Kommunisten hat, der soll gleich gar nicht vor die Haustüre gehen!

voit60
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Bist du der neue türkise Schreiber?

bekommst Zeilenhonorar oder wirst pauschal entlohnt? Bißchen weniger ist mehr.

GustavoGans
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Muss lachen

Vor so viel Angst vor einem zu guten gutem Ergebnis der KPÖ.

neuernickname
22
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Gans Muss lachen, dass man hier auf den Begriff "Angst" kommen kann

Kommunisten sind Kommunisten - das ist alles. Wenns ihr damit glücklich seids, von mir aus.

Aber der Unterschied zwischen extrem links und extrem rechts ist die Farbe.

Alfa166
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Traurig ist, dass die Ordnungswache auf das Desinfizieren hinweisen muss!

Das sollte inzwischen schon fix verankert sein in den Köpfen der Menschen, dass man sich regelmäßig die Hände desinfiziert und ebenso öfters mal mit Seife wäscht.

GustavoGans
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Traurig

Eine durchaus wählbare Partie wie die ÖVP in Graz verscherzt es sich mit seinen potentiellen Wählern.

Erster Fehler war das persönliche Anschreiben an das nicht Wahlberechtigte Wahlvolk (an Minderjährige).

Zweiter Fehler war, dass man die Anfragen, woher man diese Daten hat, einfach ignoriert (Jede Firma muss bei Strafandrohung diese Information rausgeben - Herr Nagl weigert sich konsequent).

Dritter Fehler war heute die Wahlwerbung vor dem Wahllokal.

Ich kann doch keine Partei wählen, die sich über (selbstgemachte) Gesetze hinwegsetzt.
Nach dem Motto, die Gesetze gelten für andere aber nicht für uns.

Ich hoffe, dass es für diese Art von Politik heute ein Minus gibt.

Vielgut1000
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Ist alles rechtlich.

Dass die ÖVP im September Wahlberechtigte einen persnlichen Brief sandte, ist vollkommen korrekt und rechtlich abgesichert: In Wahlkampfzeiten hat jede politische Partei das Recht auf auf das Wählerverzeichnis zuzugreifen. Siehe Bericht der "Kleinen Zeitung" vom 8.September 2021 - Gerald Winter-Pölsler.

Das Wahlkampfübereinkommen mit Dreieckständern war für die Wahlkampfzeit vereinbart. Der Wahltag ist natürlich ein Wahltag und keine Wahlkampfzeit mehr.

GustavoGans
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Ich schreibe nicht von Wahlberechtigten

Ich schreibe, das ein 14-jähriger von Herrn Nagl persönlich angeschrieben wurde. Und der ist weder wahlberechtigt noch steht er im Wählerverzeichnis.

Und dass ist gesetzlich sicherlich nicht gedeckt.

Vielgut1000
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Wie ist der junge Mann ins Wählerverzeichnis hineingerutscht?

Sie wissen es ja auch von Ihnen selbst: Nichts ist perfekt.

GustavoGans
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Er steht nicht im Wählerverzeichnis, sonst könnte er ja heute wählen gehen

Kann er aber nicht.

Jetzt kommt die Frage, wieso wird er persönlich von Nagl angeschrieben, dass er den Nagl wählen soll?

Wi die aÖVP doch öffentlich behauptet, dass die Daten aus dem Wählerverzeichnis sind.

Viel schlimmer ist es aber, dass Nagl die Anfragen allesamt ignoriert, weil er vermutlich nicht preisgeben will, woher er die Daten hat.

Solch eine Partei kann man einfach nicht wählen.

Vielgut1000
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..und wenn er nicht im Wählerverzeichnis steht?

Vielleicht hat er irgendwo seine persnlichen Daten hinterlegt. Ich bekomme auch oft Briefe von Organisationen, wo ich mich frage, woher haben die meine Daten? Und ich schmunzle dazu.....

axe
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Die Masken

von den Wahlbeisitzern wurden sicher nur fürs Foto aufgesetzt. Als ich heute wählen war trug kein einziger der 6 Herrschaften Beisitzer irgendwas, dafür wurde wild gekeift, dass man ohne Maske das Wahllokal ja nicht betreten dürfte.
Wie so oft: Wasser predigen, Wein trinken…

Erika39
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Keine Maske für die Wahlkommission ist legitim

Die Wahlkommission muss bei Betreten und Verlassen des Wahllokals die Maske aufsetzen. Hinter dem Plexiglas kann sie die Maske ablegen. So ist die Regel!

axe
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Die werte Erika!

6 oder 7 Herrschaften hätten sich „hinter“ einem nicht mal 1m breiten Plexiglastaferl verschanzen können. Ich schreibe bewusst „hätte“, da besagtes Plexiglastaferl als Dekoration oder Staubfänger oder was auch immer auf der Seite gestanden ist. Ich will da jetzt auch nicht hysterisch auf Maskenpflicht beharren. Wenn aber nicht mal die 6 Herrschaften, die mehrere Stunden in einem relativ kleinen Raum „aufeinanderpicken“ die Masken tragen möchten, dann sehe ich nicht ein, warum Personen (nicht mir!) der Zutritt verweigert wurde weil sie keine Maske dabei hatten. (Besagte Dame hat dann einfach die von ihrem Mann aufgesetzt nschdem der wählen war). Dass sich kaum jemand mehr an die Regeln halten möchte bei solchen „Vorbildern“ ist absolut verständlich…

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