AnalyseIst dieser erste Schritt zur Bausperre in Graz rechtswidrig?

Im Gemeinderat musste die ÖVP eine Niederlage einstecken. Gegen ihren Willen wurde die Revision von Stadtentwicklungskonzept und Flächenwidmungsplan beschlossen. Aber hält das rechtlich?

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Baustelle Sujet
Müssen die Bagger in Graz bald stillstehen? © Jürgen Fuchs
 

Das hat gesessen. Entgegen der Expertise aller maßgeblichen Spitzenbeamter und entgegen den Willen der mächtigen ÖVP hat der Grazer Gemeinderat beschlossen, für die Stadt ein neues Stadtentwicklungskonzept und einen neuen Flächenplan zu entwickeln. Der erste Schritt Richtung Bausperre, von der so viel im laufenden  Wahlkampf die Rede ist.

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battlefronter007
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Lästig

Lästig geworden beim Luftschlösser bauen, deswegen schnell losgeworden

calcit
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Ist eh gut…

…dann wird das restlich übrig bleibende Bauland halt noch teurer und die Immobilienpreis dann noch höher…

calcit
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Und die die kleine Grundstücke geerbt habe oder…

…für ihre Kinder was gekauft habe schauen durch die Finger wenn ihre Baufläche plötzlich umgewidmet werden oder sich die Dichte ändert…

checker43
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Pech

Aber es besteht kein Rechtsanspruch darauf, dass der Wert einer Immobilie unverändert bleibt. Kann nach oben oder unten gehen. Für eine Rückwidmung gibt es eine Entschädigung. Und eine geringere Baudichte wird durch höhere Baulandpreise (da Verknappung) kompensiert.

peso
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Hat einer der Befürworter dieses Schwachsinns eigentlich schon einmal daran gedacht, dass eine Bausperzre selbstverständlich die Preise für bestehende Gebäude/Wohnungen extrem verteuern würde?

Oder was glauben die Supergscheiten, wo die wachsende Bevölkerung dann wohnen wird, in den alten, energietechnisch wertlosen, renovierungsbedürftigen Gebäuden? Ja, wohnen werden sie dann vielleicht schon dort, aber sicherlich nicht um einen Spotbetrag, sondern um teure Mieten, weil es sonst ja nichts gibt

Hausverstand
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Marktwirtschaft für Dummies

Die Preise für Häuser und Wohnungen haben sich in den letzten Jahren extrem verteuert - obwohl soviel gebaut wurde wie noch nie! Und die Bevölkerung in Graz wächst nicht mehr sondern stagniert bereits seit Jahre. Aber Fakten sind egal, wenn man nur populistisches Zeugs daherplappern kann.

peso
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Hausverstand?

Na sicher, eine Verknappung des Produktes hat noch nie den Preis dafür angehoben und in Graz stagnieren natürlich die Einwohnerzahlen. Sie sind echt gut und auch voll über das Wirtschftsleben informiert. So klappt's dieses Schuljahr sicherlich ;-)

Hausverstand
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Hausverstand hätten Sie wohl gerne

Ein Produkt (Anlegerwohnungen), das nie auf den Wohnungsmarkt kommt, kann den Preis für Wohnen nicht senken. Genau das ist in den letzten Jahren passiert, es wurde gebaut wie noch nie, trotzdem sind die Wohnungskosten um 30 % gestiegen. Und bezüglich Bevölkerungszahlen raten ich Ihnen einen Blick in die offiziellen Statistiken statt hier faktenbefreit zu polemisieren.

LaoQui
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Peso nicht gsnz

Nicht ganz uptodate wie leider lt. Umfrage 34 % der Grazer.

peso
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LaoQui

Was ist nicht uptodate und was wollen 34%?

LaoQui
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Uptodate wäre:

die Stadt stagniert seit geraumer Zeit und die Wohnkosten steigen; auch sonst - siehe Hausverstand - kennen sie die Grazer Entwicklung nicht gut genug. Wissen Sie z.B., das mehr als 15.000 Wohnungen in Vorbereitung sind - und wohl auch nicht mehr gestoppt werden können? Damit ist die Gefahr, dass wir nicht genug Wohnraum hätten, nicht gegeben. Nur: leisten werden sich nicht Viele diese Anleger- Wohnungen, denn die Investition muss ja auch wieder hereingebracht werden. Verdichtung allein ist kein Wert, sondern eine Möglichkeit, dass in Graz aber bei jedem Bauvorhaben kein grüner Halm mehr übrig bleibt, werden Sie nicht leugnen können. Zu dichte Städte gehören auch nicht zu den lebenswertesten und sichersten. Nagl würde am liebsten so weiter betonieren, bis uns die Luft ausgeht. Der Gemeinderat hat jetzt mit Mehrheit dem Treiben ein Ende gesetzt. Es muss ein neuer, zukunftsfähiger Plan ausgearbeitet werden. Dass Nagl nicht der richtige Mann dafür ist, hat er hoffentlich selbst erkannt.

peso
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LaoQui

Falsch, die Einwohnerzahlen steigen Jahr für Jahr, Sie müssen nur nachlesen (wollen) . Und noch einmal falsch, denn Preise können immer steigen, aber Sie können selbstverständlich auch sinken. Bei einer Verknappung des Produktes ist aber mit 100%iger Sicherheit ein Anstieg der Preise das Resultat, und auch können Sie in jeder Fachliteratur nachlesen

LaoQui
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Populistisch?

Wenn der Redakteur den Beschluss der Gemeinderats-Mehrheit als populistisch bezeichnet, dann muss der Duden korrigiert werden: Populistisch ist es künftig, wenn eine politische Mehrheit zur Vernunft kommt, und den Problemen der von ihr zu vertretenden Bürgerschaft energisch Abhilfe verschafft.
Wenn man eingesehen hat, dass der eingeschlagene Weg in den Abgrund führt (wovor auch viele frühzeitig gewarnt haben), dann muss man einfach umkehren, auch wenn der Plan ein anderer war. Der Mehrheit im Grazer Gemeinderat daher: Danke, ihr habt verstanden, dass wir nicht so weitermachen können wie bisher!

goje
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In Gratkorn und anderen Gemeinden

wurde Bauland im Rahmen der Fläwi Revision rückgewidmet, sodass Menschen quasi über Nacht ihre Erbschaft, nämlich veräußerbaren Grund, oder das als Bauland für die Kinder gedachte Grundstück, verloren. Wen hat das interessiert? Weder den Gemeinderat, noch das von Nagl gepriesene Land, noch ein Gericht. Bisher! Sollte Nagl diese Revision ungültig erklären dürfen, bzw. ihm das Recht dazu gegeben werden, wird das wohl eine Dimension an Klagen aus dem Umland etc. nach sich ziehen.

pecunianonolet
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ÖVP

die ÖVP ist einfach die falsche Partei für Graz

hoerndl
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Glaub zwar nicht, das da noch viel "Partei da ist

Nur das mit dem Bauboom kann man Herrn Nagl keinesfalls anlasten. Die langfristig gedachte Nachverdichtung von Graz war und ist absolut unumgänglich.
Das mit dem Boom hat nur mit unseren Pensionsversicherungen zu tun - die Versicherer wissen gar nicht wohin mit dem vielen Kapital.

menatwork
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Für die ÖVP ist demokratischer offenbar lästig

da probiert man sogar ins Blaue hinein Unsicherheit zu schüren und fährt mit der Truppe an, die den missglückten Plan zu verantworten hat, vertrauenerweckend oder gar überzeugend ist das nicht.

Es wird alles seinen ganz normalen Lauf gehen und im besten Fall - wenn Nagl nicht wieder einen willigen Koalitionspartner findet, mit dem er das aushebeln kann - wird nachher ein besseres und den Bedürfnissen aller Bewohner eher entsprechendes Planwerk vorliegen.

Gebaut wird weiter werden, aber eben nicht überall und unter strengeren Anforderungen an die Qualität.

Aber wie erwähnt, Nagl könnte den Beschluss wieder aushebeln, auf jeden Fall aber die Umsetzung absichtlich verzögern, deshalb kommt es auf das Wahlergebnis nächsten Sonntag entscheidend an.

Ragnar Lodbrok
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Dementsprechend wählen!!!

Wer Nagl wählt macht sich mitschuldig an der Versiegelung unserer Stadt und an allen Folgeschäden!

augurium
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Wenn

die Planung von STEK und FLÄWI wieder über 12 Jahre dauert, kann es kaum Änderungen ergeben. Dies wollte Nagl verhindern und wurde ausgebremst. Eine herbe Niederlage für ihn! Endlich tut die Opposition etwas gegen das Zubetonieren!