Bezirkstour Unterwegs in Graz-Straßgang

Im Rahmen unserer Bezirkstour waren wir heute in Straßgang unterwegs, um uns vor Ort zu erkundigen, was den Bewohnern in ihrem Bezirk am Herzen liegt. Eine Ausführliche Zusammenfassung unserer dieswöchigen Bezirkstour-Stationen finden Sie am Sonntag in der Kleinen Zeitung.

In der Kärntner Straße nahe der Kreuzung Hafnerstraße stellten wir heute unsere mobile Interview-Station auf, um die Menschen im Bezirk Straßgang sprechen zu lassen. Dabei kristallisierte sich folgendes Hauptproblem heraus: Straßgang ist zunehmend vom Verkehr überlastet, viele Autofahrer nutzen die Wohnsiedlungen als Schleichwege, weil die Blechlawine Hauptrouten wie Kärntner Straße und Hafnerstraße verstopft.

(c) Nadine Grün

Silke Mittermayr: "In den Wohngebieten gibt es kaum Gehsteige. Autos rasen in den 30er-Zonen durch, sodass man mit dem Kinderwagen beinahe in den Graben springen muss. Vor allem als Mutter mit Kindern ist keine Verkehrssicherheit gegeben. Auch die Spielplatzsituation ist schlimm. Wir weichen deshalb oft nach Graz-Umgebung aus, weil es dort in den Orten ein tolles Angebot für Kinder gibt." 

(c) Nadine Grün

Auch Eva Seidl stören die fehlenden sicheren Wege für Fußgänger. "Ein zweiter Gehsteig in der Harter Straße wäre nett. Stadtauswärts gibt es einen auf der rechten Seite, stadteinwärts wäre auch noch einer fein."

(c) Nadine Grün

Josef Gahr: "Ich bin Landwirt und habe ein Problem mit den Hundehaltern, die mit ihren Hunden in meine Felder stürmen und alles zerstören. Wenn man etwas sagt, hören manche auf. Andere aber nehmen keine Rücksicht und sagen, dass der Hund Auslauf braucht, weil er in der Wohnung lebt. Als wir noch Rinder hatten, wurde die Haltung kontrolliert. Warum nicht auch, wie große Hunde in Wohnungen gehalten werden?"

(c) Nadine Grün

Anton Mark: "Die Parksituation ist sehr schwierig, vielleicht sollte mehr mit der Bahn gefahren werden. Das wäre eine Alternative, aber ist womöglich zu wenig bekannt. Die Bahn geht allerdings zum Hauptbahnhof und der liegt nicht in der Innenstadt. Das könnte vielleicht für viele ein Problem sein."

(c) Nadine Grün

Anton Mayer: "Der Verkehr im Bezirk ist ein Wahnsinn. Seit kurzem gibt es eine Ampel für die Rechtsabbieger von der Hafnerstraße in die Kärntner Straße. Das ist zwar eine gute Lösung, allerdings übersehen viele die kleine Ampel am Fahrbahnrand."

(c) Nadine Grün

Natalie Moscher-Tuscher: "In Straßgang gibt es so etwas wie ein Zentrum, das könnte man aber aufwerten. Ein Weihnachtsbaum oder Blumenschmuck wären etwa eine Möglichkeit. Leider lässt sich das nicht so einfach umsetzen und ist ein ziemlicher Hürdenlauf bei den Behörden."

(c) Nadine Grün

Susanne Ruzicka: "Es wird gebaut und gebaut, ohne dass für ausreichend Parkplätze bei den Häusern gesorgt wird. Dazu kommt der Verkehr, der ein Wahnsinn ist, vor allem weil viele Pendler aus dem Umland durch Straßgang fahren."

 

(c) Nadine Grün

Auch Bezirkspolitiker suchten das Gespräch mit der Kleinen Zeitung und den Bürgern. Siegfried Frank (ÖVP, im Bild): "Ich wohne seit 40 Jahren in Straßgang und der Dorfcharakter geht verloren. Zum Beispiel kam die Reitschule weg, stattdessen werden dort Wohnhäuser gebaut." Und Ernest Schwindsackl, der mit der kommenden Wahl aus dem Bezirksrat ausscheidet, ortet ein zu kleines öffentliches Verkehrsangebot.

Bezirksvorsteher Ferdinand Köbler (ÖVP) und Dieter Mandl, Bezirksvorsteher-Stellvertreter (SPÖ), nennen die Verkehrsüberlastung und die zunehmend schwindende Verkehrssicherheit als die größten Probleme im Bezirk. Und Erwin Trummer (SPÖ) findet: "Es gibt keine ordentliche Anbindung, auf der man mit dem Rad sicher Richtung Innenstadt kommt."

(c) Nadine Grün

Im Rahmen unserer Bezirkswoche lassen wir die Woche morgen in Liebenau (Kasernstraße/Eduard-Keil-Gasse, von 11 bis 13 Uhr) ausklingen - wir freuen uns auf spannende Gespräche! Nähere Infos finden Sie unter kleinezeitung.at/grazwahl.

(c) Nadine Grün
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