AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Stash Austria

Der freche Traum eines freundlichen Rappers

Der 19-jährige Lucas Rautnig will als Rapper groß werden. Der Großneffe eines Oscargewinners überzeugte auch Opus mit seinem Charme.

Stash bei den Dreharbeiten © Moritz Stallegger
 

Als er 14 war, stand Lucas Rautnig erstmals rappend auf der Bühne. Ein Griff ins Klo. Text vergessen, stattdessen stammelte er Schimpfwörter ins Mikro. Zur selben Zeit wechselte er öfters die Schule: „Denn damals sah ich noch nicht ein, dass Lernen angenehmer sein kann als so manch Arbeitstag.“ Inzwischen sind fünf Jahre vergangen. Heute rappt Rautnig unter dem Namen Stash Austria. Das Geld, das er bei seiner Lehre mit Matura verdient, steckt er zur Gänze in die Musik: „So kann ich das Geld sinnvoll investieren.“

Zum Interview kommt der 19-Jährige penibel vorbereitet. In seinem Notizbuch hat er vorab niedergeschrieben, worüber er erzählen möchte. Schon vor zwei Monaten mailte er höflich an die Kleine-Zeitung-Redaktion: „Hätten Sie eventuell Interesse, einen Artikel über mein nächstes Video zu verfassen?“ Denn mit der Musik will er bekannt werden, dafür zeigt er vollsten Einsatz.

Frechheit siegt

In dieser Woche veröffentlichte Rautnig dieses erste Musikvideo. Dabei hatte er, gemeinsam mit einem Produktionsteam aus sieben Ortweinschülern namens Quack, keinen Genierer. Kurzerhand wurde etwa Opus-Mann Ewald Pfleger angeschrieben, ob man nicht in dessen Studio eine Sequenz fürs Video drehen dürfe? Rautnig schmunzelt: „Und dann willigte er ein, als er sah, dass wir jung und nicht so zahlungskräftig sind, wie wir gerne wären.“



Das Wissen um die Macht von guten Bildern stand bei solchen Überlegungen im Vordergrund: „Online hast du ohne ein professionelles Video keine Chance“, weiß der Grazer. Doch genau dort will er als Stash reüssieren, um sich ein Zielpublikum aufzubauen – für spätere Liveshows. Schaffen will er das ohne klassische Gangsta-Klischees aus der Rap-Szene. „Das bin ich nicht. Ich bin lieber freundlich.“

Rautnigs englischer Großonkel Jim Broadbent spielte als Schauspieler unter anderem in zwei Harry-Potter-Teilen mit und holte 2001 mit „Iris“ einen Oscar. Der junge Grazer lacht – er selbst wäre schon mit weit weniger glücklich. Und auch wenn das mit der Bekanntheit nicht kappt, sei kein Leben zerstört: „Dann rappe ich für mich und werde halt Arzt. Oder so.“

Kommentare (2)

Kommentieren
styrianprawda
2
0
Lesenswert?

Gekaufter Artikel?

Wie lange wird das noch hier zu sehen sein?

Was ist sonst nun schon fast 2 Monate sichtbar?

Antworten
jbkk
0
4
Lesenswert?

Gefällt mir

So sollte die Jugend von heute sein!

Antworten