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So feierten die SteirerAufsteirern bot alles, was das Steirerherz begehrt

Rund 130.000 Steirerleut’ haben bei der 17. Ausgabe des „Aufsteirern Festivals“ die Grazer Innenstadt in einen riesigen Dorfplatz und ein einziges Trachtenmeer verwandelt.

Stadt trägt Tracht
Stadt trägt Tracht © (c) Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)
 

An die 20 Minuten konnte der Marsch, besser das Geschiebe vom Hauptplatz zum Jakominiplatz, gestern schon dauern. Mittendrin zwei Japaner: „Das ist ziemlich exotisch, was hier abgeht“, kommentierten sie sichtlich amüsiert das Trachtenmeer, das sich vom Eisernen Tor bis zum Hauptplatz, vom Karmeliterplatz bis zur Schmiedgasse erstreckte. Die Besucher konnten sich auf gut Steirisch austoben; perfekte Wetterverhältnisse sorgten nicht nur für fröhliche Gesichter, sondern auch für rekordverdächtige 130.000 Gäste. Kaum ein Besucher, der sich an diesem Feiertag der steirischen Volkskultur nicht in Dirndl, Lederhose oder Steireranzug geschmissen hatte – ganz egal, ob traditionell oder modisch interpretiert.

Am größten Dorfplatz Österreichs wurde alles aufgeboten, was das Steirerherz begehrt: ob herrlich duftende, frisch vor Ort ausgebackene Bauernkrapfen, filigran geschnitzte Herrgottswinkel, zünftige Musi, schwindelerregend flotte Tänze, waschechte Schuhplattler – sprich: echte, von Herzen kommende, steirische Lebensfreude, die nach offiziellem Veranstaltungsende beim „Nachsteirern“ im Univiertel-Lokal Kottulinsky weiter zelebriert wurde.

Schwarzenegger als Spontan-Dirigent

Kein Wunder, dass sich das auch viele prominente Gäste nicht entgehen ließen. Allen voran mischte sich Arnold Schwarzenegger unter die Besucherschar - und ergriff sogar den Taktstock! Ein Minister wurde gesichtet, die Landesspitze freilich auch (mehr dazu weiter unten).

Fixpunkt: Getanzt wird an allen Ecken und Enden.

Polka

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So wichtig wie Brauchtum, Handwerk und Kulinarik sind freilich die Gäste.

Aber was macht einen Steirer denn tatsächlich aus?

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Auch die heimische Prominenz feierte die steirische Volkskultur

Während Schwarzenegger sich kurz bei einem Würstlstand labte, war am anderen Ende des Hauptplatzes war da gerade die Eröffnung des Volkskultur-Spektakels über die Bühne gegangen – mit einem „O’zapft is“ durch Bürgermeister Siegfried Nagl und Landesrat Hans Seitinger, der auch gleich einen launig-frechen Aufruf ans Publikum richtete: „Vielleicht gibt’s heute ja das eine oder andere Gspusi – daraus entstehen die glücklichsten Kinder. Auf geht’s, meine Lieben!“ Da schmunzelte auf der Bühne nicht nur das Veranstalterteam Alexandra und Markus Lientscher, Astrid und Giuseppe Perna, sondern auch die Sponsoren, Gerhard Fabisch (Steiermärkische), Christian Purrer (Energie Steiermark) und Ronald Zentner (Brauunion).

Wenig später hielt Bischof Wilhelm Krautwaschl erstmals den Eröffnungsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche, musste sich aber nach St. Pölten zur Dankesfeier für den scheidenden Bischof Klaus Küng verabschieden. „Hier wäre ich aber lieber dabei!“

Im Stadtbauernhof lud die Landwirtschaftskammer zum Promi-Kochen. Zum Thema „steirische Wraps“ gingen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Willi Gabalier (mit einer gefährlichen Menge Kren!) und der russische Gast Oksana Mikhailova Gromova als Sieger hervor.

Der LH-Empfang im Innenhof der Grazer Wechselseitigen stand am Nachmittag im Zeichen des Zusammenstehens – auch in schwierigen Zeiten, wie sie derzeit die Gemeinde Gasen erneut durchmacht. Schützenhöfer, Vize Michael Schickhofer und „Hausmeister“ Grawe-Generaldirektor Klaus Scheitegel (das ist bitteschön eine Eigendefinition!) begrüßten etwa Verteidigungsminister Mario Kunasek, eine „fast beschlussfähige“ Landesregierung (Landesräte Barbara Eibinger-Miedl, Doris Kampus, Christopher Drexler und Anton Lang), Steiermark-Tourismuschef Erich Neuhold und Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof-Saurau. "Unsere steirische Lebensfreude, die Verbindung von Tradition und Moderne sowie die erstklassige Kulinarik machen dieses Fest so erfolgreich. Das Aufsteirern ist ein Symbol für die steirische Herzlichkeit und Gastlichkeit", betonte der Landeshauptmann.

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Danke für Ihr Verständnis.

Sam125
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Es ist einfach nur mehr peinlich, wie hier im Portal über die "Steirer" in

Tracht herfallen wird! Mich wundert gar nichts mehr! Wenn Steirer ihre Intentität in Form einer Tracht, so wie es zB im Auseeer Land heute noch fast zum Alltag gehöt, werden sie anscheinend von Haus aus, ins "blaue Eck" gestellt! Über Hundertdreißigtausend Menschen waren in Graz auf den Beinen! Es ist einfach eine Frechheit, was da abläuft! Für eine andere Glaubensgemeinschaft, die ihren Mädchen sogar täglich das Kopftuch und natürlich auch die dazugehörende Bekleidung vorschreibt und die Frauenrechte hier bei uns in Österreich missachtet, wird unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit, dieses natürlich gerne gestattet!Für diese Leute stellt sich allerdings nicht die Frage, wie diese Mädchen in ihrern meist "Mausgrauen" und Frauenunterdrückenden Bekleidung aussehen! Einfach unglaublich!

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alsoalso
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Volkskultur

Wenn ich das nur höre oder lese.....da dreht es mir den Magen um. Wenn Menschen etwas machen ist es Kultur. Egal ob man in die Oper geht, Häuser baut, Wiesen mäht oder Fichten setzt ( Monokultur nennt man das dann, wenn das die einzige Art ist). Wenn Tiere etwas machen oder Pflanzen eigenständig wachsen ist das Natur. Ich will die lateinische Herkunft dazu hier nicht ausbreiten. Die meisten Kleidungen die auf diesem Event getragen werden, sind "volksdümmlich" - und viel der dort wiedergegebenen Musik sind Kompositionen(Schlager) also volksdümmlich. Echte Volksmusik ist variantenreich

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Sepp57
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Das demonstrativ

zur Schau getragene "Volkstümliche" entspricht wohl dem sogenannten Zeitgeist. Und so alpenrocken sie halt zwischen Haupt- und Jakominiplatz dahin und fühlen sich dem "patriotischen" Zug der Zeit verbunden.
Aber mich beschleicht dabei doch das Gefühl, dass das etwas gezwungen sein könnte, etwas zu sehr aufgesetzt, etwas zu sehr nur vordergründig.
Und dass das gar nicht echt ist.
Man bedenke auch, "Tracht" ist keineswegs das, was ursprünglich einmal die Landbevölkerung getragen hat. Sondern es war die Kleidung von Städtern, die aufs Land gefahren sind und sich "landläufig" geben wollten. Es war also eine Art Verkleidung, eine Tarnung.
Tracht ist von der Herkunft also eine Städterkleidung - und dann passt es ja wieder, was man da beim Aufsteirern gesehen hat, draußen auf dem Land laufen die Leute eh in Jeans herum . .

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merch
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130000

Wer hat sie wie gezählt:)?
Hier findet der Besucher echte SteirerInnen in echten Trachten, die den StädterInnen zeigen, wie Bräuche aussehen können. Ansonsten schieben sich Menschenmassen durch die Gassen (der unnachahmliche Geruch von feuchtem Rindermulch tut sein übriges), und feiern einen Kirtag in der € 99.- "Wildbock-Lederhose" (was zum Geier ist der Wildbock für ein Tier??) und dem Otto-Versand Dirndl im Sonderangebot - denn tragen tun wir das ja nur einmal zum Aufsteirern...
Den "steirischen Brauch" kenne ich ein wenig anders.
Aber ich freue mich, wenn sich die Gäste amüsieren konnten.

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Sepp57
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Der "Wildbock" soll

dem Käufer ein alpenländisches Tier suggerieren. tatsächlich ist es eine (zumeist in China) industriell gefertigte Hose und der Wildbock ist nichts anderes als "a Goaß", also Massenware aus billigem Ziegenleder, wobei die Ziegen natürlich nicht aus dem Alpenraum kommen . . .

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Sol lucet omnibus
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Rindermulch?

...das R und das N sind auf der Tastatur aber schon weit auseinander....

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merch
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...

Mea culpa, Mea maxima culpa! Auch wenn die Tasten weit auseinander liegen, es war nur ein Tippfehler.

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kernh
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Aufsteiern

130.000 Menschen..... Oktoberfest von Graz..... wer die Menschenmassen mag. Schade

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Sepp57
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Ich komme mit einer Tracht . .

. . . Prügel. Gehört zur steirischen Lebensfreude.
Grauft wern muaß . .

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sageni
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hast falsche pulverln erwischt???

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Sepp57
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Na.

Nur Schilcher . .

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