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Geniales Konzept"Nette Toilette" soll Graz in kleiner und großer Not aus der Patsche helfen

Grazer SPÖ-Chef Michael Ehmann will, dass die Stadt ein Konzept aus Bremen und Co abkupfert. Kommune bezahlt Wirte, damit sie ihr WC "öffnen".

© princeoflove - Fotolia
 

Jugendliche spielen oft stundenlang auf Bezirkssportplätzen – und kommen mitunter in große Not, weil weit und breit kein WC zu finden ist. Von 99 Spiel- und Bezirkssportplätzen gibt es nämlich lediglich zwölf, die mit Toiletten ausgestattet sind, moniert der Grazer SPÖ-Klubobmann Michael Ehmann: Das sei einer Sportstadt und kinderfreundlichen Gemeinde unwürdig, befindet der rote Stadtparteichef und will per Dringlichkeitsantrag heute im Gemeinderat eine Lösung für das Problem vorschlagen: Nämlich nach dem Vorbild deutscher oder Schweizer Städte auch in Graz das Modell „Die nette Toilette“ umzusetzen. Über diese besondere Aktion rund um stille Örtchen in Bremen hat sogar die britische BBC einen Beitrag gemacht.

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Church-Hill
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Das gibt's in Deutschland

zum Teil schon seit gut zehn Jahren, als die Wirten noch offen hatten. Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Lokale geöffnet haben, was schon seit langer Zeit nicht mehr der Fall ist. Jedenfalls steht der Umschulung vom Wirt zur Häuslfrau offenbar nichts im Wege. (Idee für einen neuen Wifi-Kurs?) - Wie man allerdings argumentieren will, dass in einem kleinen Beisl 4 Leute sitzen dürfen, getetstet und geimpft, während daneben Dutzende von der Straße aufs Häusl gehen, schau ich mir an. Abgesehen davon: Eine kleine Stadt, die Milliarden für eine U-Bahn ausgeben will, kann auch ein paar Klos im Park aufstellen, Herr Ehmann.

stprei
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Bezirk

Das könnten doch die Bezirke selbst umsetzen, sogar mit den geringen Bezirksbudgets wären solche Aktionen (zumindest rund um die Bezirkssportplätze) möglich. Da könnte doch die Bezirksvorsteherin der SPÖ in Gries aufzeigen und auf ihren eigenen Bezirkssportplätzen vorpreschen.

Solche Themen hätte man aber auch über das Bürgerinnen-Budget einbringen können. Und ob die Wirte da mitmachen, darf man auch hinterfragen, wobei der Mehraufwand nicht übermäßig sein wird, da die Toilettanlagen ohnehin immer zu reinigen sind.

Aber wie so oft: Fordern ist nicht gleich liefern. Die Umsetzungskraft der SPÖ in Graz fehlt leider total.

tupper10
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Aus den Bezirksbudgets ist das nicht zu finanzieren

Es geht ja nicht nur ums Aufstellen, sondern auch um Erhaltung und Reinigung. Und das geht so richtig ins Geld.

Barbara Mokre
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Nette Idee

Hoffentlich sind die Benützer der netten Toiletten dann ebenso nett, diese auch in gutem Zustand zu hinterlassen. Sonst bleiben die Wirte besonders in hoch frequentierten Bereichen wie Innenstadt oder Spiel- und Sportplatznähe auf dem Mehraufwand sitzen und das für vielleicht € 50.

dieRealität2020
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@arbara Mokre - Nette Idee. Hoffentlich sind die Benützer der netten Toiletten dann ebenso nett, diese auch in gutem Zustand zu hinterlassen.

Die Toilettengeschichten sind nicht Neues noch Aufregendes. Aber das ist das statsächliche und ursächliche Problem. >>>>>> Hoffentlich sind die Benützer der netten Toiletten dann ebenso nett, diese auch in gutem Zustand zu hinterlassen. <<<<
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Es gibt ja derzeit eine generelle gesetzliche Lösung. Die behördlichen vorgeschriebenen Toiletten müssen je nach Möglichkeit zur Verfügung gestellt werden. Die Erhalter sind berechtigt für die Reinigung einen Beitrag zu verlangen.
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In der Praxis "scheißt" der Großteil der Erhalter darauf, da zeitweise diese Toiletten bis zur Unkenntlichkeit verdreckt sind. Und man findet kein Reinigungspersonal das dieser Dreck entfernt. Nach einigen Tagen verabschiedet sich wieder das Reinigungspersonal.
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Machen Sie sich die Mühe und sprechen sie mit dem Reinigungspersonal von öffentlichen Toiletten. Dabei hat es schon Polizeieinsätze gegeben. Warum? Es gibt Menschen, die über der Muschel stehend hinein scheißen, sie können sich vorstellen, was das für das Reinigungspersonal bedeutet.
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Dass der Großteil von Menschen absolute Dreckschweine sind kann beobachtet werden, wenn man durch eine Stadt wie Graz geht.

Hohoho
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Altes Konzept mit neuem Lack...

...die Stadt hat bereits Wirte mit Familienpaketen ausgestattet (Wickeltisch, Kindersitzerl und Spiele) und als Gegenleistung können Familien kostenlos die Toiletten aufsuchen! Das Amt für Jugend und Familie hat das umgesetzt. Wenn Ehmann nun die Idee auch unterstützt könnte man dieses Projekt ausbauen. Aber hier bekommen sie Wirte keine monetäre Bezahlung, sondern Sachleistungen die wieder den Gästen dienlich sind - aber auch die Attraktivität der Gaststätte steigern!

Church-Hill
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Am atrraktivsten für eine Gaststätte wäre,

sie endlich wieder aufsperren zu dürfen!