Fahrplan zur Grazer Mini-MetroStadtchef Nagl: "Entschuldige mich nicht für meinen Gestaltungswillen!"

Bis Juni will der Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) alle Parteien an Bord der Metro holen. Die Chance für die Finanzierbarkeit des 3,3-Milliarden-Euro-Projektes sieht er gut.

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Am Laptop gab Stadtchef Nagl das Interview. © 
 

Sie haben die Mini-Metro aus der Remise gelassen. Es gibt viel Zuspruch, viel Kritik. Wie schaut Ihr Fahrplan zur Realisierung aus?
SIEGFRIED NAGL: Ich bin froh, dass das so viel Staub aufwirbelt. Wir müssen den Verkehr im Raum Graz größer denken, als wir das bisher getan haben. Wir beschließen in Graz ja laufend Projekte für den Öffentlichen Verkehr. Gerade starten wir die Ausschreibung für 15 neue Straßenbahngarnituren ... Das Traurige ist, dass wir in den letzten Jahren Hunderte Millionen Euro für das Tramnetz ausgegeben haben, sich aber der Modal Split nicht verändert. Es gelingt uns nicht in diesem Mobilitätsmix der Grazer, den Anteil des Öffentlichen Verkehrs, der seit Jahren bei rund 20 Prozent liegt, zu erhöhen. Und unser Ziel wären eben 30 Prozent.

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Danke für Ihr Verständnis.

miranda02
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gut...

geschrieben! Stimme hier voll und ganz zu!

migelum
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Die exorbitanten Betriebskosten ...

... die Nagls neuestes Spielzeug kosten wird, sind dann längst nicht mehr dessen Kaffee. Erinnert alles ein bisschen an Ceausescu ...

SoundofThunder
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🤔

Für den Strom stauen wir halt die Mur noch einmal. Nichts einfacher als das.Was kostet schon so ein Kraftwerk.😉

Elli123
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Herrlich...

diese Arroganz. Erinnert mich an Schramböck und ihr Kaufhaus Österreich.

homerjsimpson
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Gestaltungswille und nicht alle Autos weg....

Derzeit haben die Autos in Gaz fast allen Platz. Es müssen überhaupt nicht "die Autos weg". Sie müssten nur 10% des Platzes wieder hergeben, den sie in den letzten 80 Jahren "einkassiert" haben. Dann geht sich alles ohne U-Bahn aus. Aber bitte: Der Herr Nagl hat ja jetzt 30 Parkplätze in der Münzgrabenstraße (ohne seinen blauen Partner, der ist dagegen) weg gegeben. Das wird wohl für ganz Graz reichen. Sehr selbst-entblößend, die Aussagen, wie so oft. Mit einer normalen Verkehrspolitik in der alle Platz haben, hätten wir die ganzen Probleme nicht. Da alles Auto-zentriert ist, haben wir die Probleme. Aber Nagl wird das nicht mehr kapieren. Ich hoffe, ein Nachfolger schon.

gRADsFan
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Auch die Aussage "das Traurige ist, dass wir in den letzten Jahren Hunderte Millionen Euro für das Tramnetz ausgegeben haben, sich aber der Modal Split nicht verändert."

zeugt entweder von fehlendem Gestaltungswillen oder von fehlendem Verstand (um den Modal Split wirklich zu verändern, müsste er ja dafür sorgen, dass das Autofahren unattraktiver wird, was er nicht macht)

paulrandig
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Kleiner Tipp

Gestaltungswille ist etwas Gutes. Allerdings ist es dabei wie bei vielen anderen Tätigkeiten: In Gesellschaft macht es mehr Spaß.
Wer sich also beim Gestalten mit mehreren Personen und Parteien gleich an einen Tisch setzt und nicht nur eigene Süppchen kocht, braucht nachher nicht angepflaumt sein, wenn sich manche übergangen fühlen.

lexi
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Baulobbu

Bitte lasst Nagl die Ubahn bauen. Dann ist seine Baulobby hoffentlich die nächsten Jahre versorgt und Graz muss nicht weiter über der Erde zubetoniert werden.

Mein Graz
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"Wir müssen den Verkehr im Raum Graz größer denken, als wir das bisher getan haben."

Ja genau.
Deshalb wird eine Metro geplant, die ausschließlich innerhalb der Stadtgrenzen endet, weil die Menschen "weiter transportiert" werden müssen.
Wer wird aufs Auto verzichten, wenn er zuerst zur Haltestelle muss, dort in den Zubringer steigt, dann auf Metro umsteigen und dann vielleicht noch einmal wechseln muss, um zu seinem Ziel zu kommen? Die Leute fahren dann doch gleich mit dem Auto zur Metro und damit wieder in die Stadt!

Wieder einmal redet sich Nagl ein Projekt schön.

Hört endlich mit unsinnigen, sauteuren Projekten auf! Setzt euch mit den Umlandgemeinden an einen Tisch, plant gemeinsam auf lange Zeit und setzt dann SINNVOLLE Maßnahmen um!

DergeerderteSteirer
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Genau das ist die richtige Lösung,....

"Hört endlich mit unsinnigen, sauteuren Projekten auf! Setzt euch mit den Umlandgemeinden an einen Tisch, plant gemeinsam auf lange Zeit und setzt dann SINNVOLLE Maßnahmen um!"

Jedoch wird es anscheinend nicht so gewollt, es wollen zu viele dieser Riege im Rampenlicht stehen und die Gemeinnützigkeit bleibt auf der Strecke!

Ichweissetwas
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Also so abgehoben, kann nur der Nagl sein!

Gratulation zu diesem Bürgermeister, der einfach die Meinungen der Bürger der Stadt ignoriert um weitere Millionen rauszuwerfen, denn für Bedürftige hat diese Stadt wenig über...!

miranda02
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war immer schon so...

kenne sein politisches Handeln nicht anders..

Kommentare 26-37 von 37