Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Endbericht zeigtExperiment mit Sprühnebel am Grazer Tummelplatz gescheitert

Die Sprühnebel-Anlage am Tummelplatz hatte praktisch keinerlei Wirkung, wie der Endbericht des Projekts belegt. Was sich Bürger für den Platz wünschen.

Sprühnebel am Tummelplatz: Kühlende Wirkung kaum messbar
Sprühnebel am Tummelplatz: Kühlende Wirkung kaum messbar © Rauch
 

Kritik und Häme gab es von Anfang an, Pannen auch: Als die Stadt Graz im Juni 2020 den halben Tummelplatz mit einer Sprühnebelanlage auf rund fünf Metern Höhe überspannen ließ, fragten sich trotzdem viele, ob man damit wirklich gegen die Sommerhitze am Platz etwas ausrichten kann.
Jetzt, nach einem aufwendig ausgewerteten Endbericht, gibt es die fachlich fundierte Antwort. Sie lautet: nein. Und bestätigt damit das, was viele Grazer schon im Sommer kritisiert haben.

Kommentare (19)
Kommentieren
isogs
0
8
Lesenswert?

In Graz

Da wird das Geld in wahrsten Sinn des Wortes verblasen...........aber scheinbar hat man genung Geld und keine Schulden.

hermyne
1
4
Lesenswert?

Geldschleuder

Die Türkisen haben noch nie wirtschaften können!

dieRealität2020
3
2
Lesenswert?

keine Aufregung, der Schuldenstand unabhängig des tatsächlichen Budgets der Stadt Graz

verändert sich jährlich von 2019 1,400 bis ins Jahr 2023 auf 1,650 Milliarden Euro. Da sind doch diese Planungskosten von der Stadt Graz Peanuts. Besser geringfügige Planungskosten, die dann zeigen, dass es undurchführbar ist. Als zu späteren Zeitpunkt festzustellen, es gibt eine Milliardenpleite. So gesehen handelt Nagl sehr umsichtig. Er ist doch ein weiser Bürgermeister.
.
Man unterstellt im immer wieder renommierte Großmannssucht, aber es ist auch sein sichtbarer Wille Graz im nationalen und internationalen Vergleich gesellschafts- und Bevölkerungspolitisch "Groß" zu machen. Als Nebeneffekt geht man dann in die steirische Geschichte ein. Aber über den Tellerrand gehts auch nicht. Was ja nicht ablehnend zu bewerten wäre.
.
Die Problematik dabei, er übersieht das man aus einer Maus, keinen Elefanten machen kann. Daher sollte man letztendlich am Boden bleiben und öfteres die vorhandenen Ressourcen und Gegebenheiten nutzen. Er wird es schon noch lernen, er hat ja noch einige Amtsperioden vor sich.
.
Die Stand Graz hatte 2020 einen Rücklagenstand von ca. 128 Milliarden. Ohne ins Detail zu gehen. Summe Auszahlungen operative Gebarung 345 Milliarden - Geldfluss aus der Operativen Gebarung 138 Milliarden. So gesehen könnte man sagen Graz steht insgesamt nicht schlecht da. Zu 2020 gibts auch noch einen Nachtrag. Aber den wird auch Graz verkraften können.

Mila9
10
0
Lesenswert?

Innovationsverweigerer?

Wenn ich mir diese aggressiven Kommentare durchlese, dann frage ich mich, wie weit es mit dem Innovationsgeist in dieser Stadt steht. Ich finde es gut, dass gewisse Dinge ausprobiert und evaluiert werden! Wenn man nichts probiert, kann nichts neues entstehen. Mathematik war in der Schule kein Freifach, aber anscheinend wurde keine Zinsrechnung gelehrt! Bürgermeister Nagl hat betreffend Finanzierung gesagt, dass die U-Bahn auf 60 Jahre finanziert wird und der Kredit dafür unter einem Prozent liegt. Die Mehrheit der Häuslbauer oder Wohnungskäufer zahlen auf 25 bis 30 Jahre ihr Eigentum ab. Ich verstehe diese Aufregung nicht!

Mein Graz
0
10
Lesenswert?

@Mila9

Innovation? Besser Wäre, du würdest von Verweigerern von Luftschlössern schreiben!

Schon im Vorfeld war vielen Laien (so auch mir) klar, dass so ein Sprühnebel keine permanente Verbesserung des Stadtklimas bewirken kann. Mit dieser Summe hätte man etliche Bäume pflanzen können, die einen dauerhaften Effekt erzielt hätten!

Bzgl. Metro: hast du dir das Papier einmal zu Gemüte geführt? Ich schon. Es sind keine belegbaren Zahlen genannt (alles beruht auf Annahmen, die bei anderen U-Bahn-Bauten längst überholt sind), die Vergleiche mit anderen Städten sind willkürlich, die erreichbare Geschwindigkeit ist durch die vielen Haltestellen unrealistisch, die Finanzierung wurde noch nicht einmal angesprochen usw. usf.

Das ganze ist völlig unausgegoren, hat vermutlich keinerlei Effekt auf den Verkehr durch die Pendler (da keine einzige Endstation außerhalb der Stadtgrenzen liegt), viele bereits in Planung befindliche Bim-Projekte werden auf die lange Bank geschoben....

FySy
2
21
Lesenswert?

Bravo Hr. Bürgermeister

Sehr schön wie sie unser Steuergeld in den Sand setzen.
Und die nächst Aktion ist die U Bahn. Da geht es dann um Milliarden.

Hausverstand
1
12
Lesenswert?

Der Klimafonds als Geldverbrennmaschine

Das war eines der Vorzeigeprojekte des mit viel Tamtam eingerichteten Klimafonds. Und Nagl möchte diese Strategie des gezielten Verbrennens von Steuergeldern sogar noch verstärken - ein sehr verdrehtes Verständnis von Klimaschutz! Gleichzeitig gibt es eine vom Magistrat 2018 erarbeitete Klimaanpassungsstrategie - deren hervorstechendste Eigenschaft ist, dass sie nicht angewendet wird! Gerade bei Bauprojekten wird sie von den zuständigen Abteilungen völlig ignoriert und ungeniert Grünraum oder wertvoller Baumbestand in großem Stil weiter vernichtet. Doch periodisch kommt aus dem Tummelplatz der politischen Eitelkeit (=Bürgermeisteramt) der PR Sprühnebel von der Klimainnovationsstadt. Zumindest am echten Tummelplatz hat man mittlerweile erkannt, dass Bäume effektiver sind als Sprühnebel - doch das Rathaus bleibt weiter klimapolitisch zugenagelt.

Mein Graz
3
13
Lesenswert?

125.000 € verbraten...

Eine Schnapsidee folgt der anderen, hier 125.000€, Mini-Metro-Planung 500.000 €, Murgondel 10 Jahre immer wieder aus der Schublade geholt und Geld im Projekt versenkt, in einer Plabutschseilbahn über den Berg ins nächste Tal...

Grazer, wacht auf! Nagl tut das NICHT für Graz! Er scheint mir noch immer auf der Suche nach einem Denkmal, das er sich selbst setzen kann.

freeman666
2
22
Lesenswert?

Bäume pflanzen, Flachdächer und Fassaden begrünen

Kostet einen Bruchteil, schaut gut aus und ist wirksam!

MoritzderKater
6
21
Lesenswert?

Dazu hat man derart lange gebraucht,......

......... um festzustellen, was WIR Grazer schon im Sommer wussten, Sprühnebelanlage ist nur zum Geldausgeben gut.
Ein paar Bäume wären die sinnvollere Lösung gewesen, aber dafür bekommt man als Bürgermeister kein Denkmal.

Also versuchen wir es mit dem nächsten Projekt - Mini Metro - einmal wird*s schon passen Herr Bürgermeister, wäre ja doch gelacht. ;-(((

rb0319
5
23
Lesenswert?

Und nach dem Sprühnebelexperiment

kommt jetzt das Mini Metro Experiment. Man sollte sich überlegen, einen Luftschloss-Preis für Bürgermeister einzuführen. Graz hätte jedes Jahr gute Chancen auf den Sieg. ;-)

dieRealität2020
4
16
Lesenswert?

für mich stellen diese Anlagen wo auch immer eine ausgesprochene Lächerlichkeit dar

sollten das politische und bürokratische Lippenbekenntnisse zum Klima sein? Dass man sehen kann, es wird was gemacht? Na ja Graz tut halt immer gerne was nachmachen. Funktioniert es dann Bravo, wenn nicht dann stellen wir es ab. Es ist halt billiger als die Gondelbahn oder die Mini Metro. Hat niemand nachgerechnet wie viel Grad Unterschied wird benötigt, um spürbare Abkühlung zu erhalten? Das ist aber nicht notwendig da eine derartige Anlage ein Nonsens & Kokolores ist und nicht benötigt wird. Unnötig.

dieRealität2020
4
19
Lesenswert?

ein politisches oder technisches Rätsel?

Und das hatte man u.a. durch Messungen Berechnungen und Erfahrungswerte aus anderen Städte usw. nicht vorher feststellen können? Das bin ich zwar größtenteils unwissender Laie. Aber ich denke aus Messungen der Gebäude, Windbewegungen, Strömungen, Temperatur könnte man Berechnungen vor der Installation anstellen?

peso
1
5
Lesenswert?

Na geehh, so ein Wunder

Die Natur ist ein Schwein und hält sich an gar nichts mehr, dabei hat die Politik ja sooo fest daran geglaubt

ratschi146
1
7
Lesenswert?

Und die Keimbelastung..

durch das über Nacht stehende Wasser in den Leitungen waren sowieso von Anbeginn des Projektes nie im Scope....

Wie immer in Graz: probieren wir mal, schau ma mal, zahlt eh der Bürger und wenn sich genug aufregen, dann machen wir a Studie ......

stadtkater
1
8
Lesenswert?

Anstandshalber sollte Nagl

die Kosten für diese Schnapsidee übernehmen!

Mein Graz
2
4
Lesenswert?

@stadtkater

Du hast einen Denkfehler in deiner Feststellung:
Kaum ein Politiker hat "Anstand" - und schon gar nicht, wenns ums Geld geht!

isteinschoenerName
7
17
Lesenswert?

Den kommenden Hitzesommern aufgrund der menschengemachten Klimaerhitzung

ist nicht mit solchen Pseudomaßnahmen zu entgegnen. War im Vorhinein klar, logischerweise, aber die heißen Eisen traut sich die Politik nicht anzugreifen. Und will es zum Teil auch gar nicht - Lobbyismus.

mrhohl
4
26
Lesenswert?

flop

lokal (wie erwartet) - und global sowieso