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Eisernes TorAdiós! Zara schließt in Graz - und nennt erstmals Details

Ende 2020 schließt die Modekette "Zara" ihre Filiale im Grazer Zentrum. Der Kleinen Zeitung nennt man die Gründe.

Im Umbruch: Bei Zara sollen Onlineverkauf und stationäre Auftritte besser verzahnt werden
Im Umbruch: Bei Zara sollen Onlineverkauf und stationäre Auftritte besser verzahnt werden © AP/Asanka Brendon Ratnayake
 

"Thanks for getting in touch with us": Mit einem Dank für die Kontaktaufnahme beginnt jenes Antwortschreiben, das die Kleine Zeitung seitens der Firme "Inditex" erhalten hat. Dahinter verbirgt sich eines der weltweit größten Modeunternehmen mit Sitz in Spanien - unter anderem mit "Zara" im Portfolio. Und weil eben die Zara-Filiale mitten im Grazer Zentrum bald schließen wird, haben wir bei Inditex nach den Gründen für den Abschied gefragt.

Kommentare (14)
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stadtkater
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Wie wäre es mit einem Miteinander

von internationalen Ketten und einheimischen Shops? Die reflexartige Ablehnung von "bösen" Konzernen ist wohl etwas kleingeistig. Nach dem Lockdown, als nur die Kleinen öffnen durften, war Tote Hose in der City. Die Großen sind die Frequenzbringer - da führt nichts daran vorbei. Kleine einheimische Shops, wie etwa das Sortiment und die Preisgestaltung seltsamer Jungdesigner, wird wohl kaum die Innenstadt beleben. Graz ist auf dem Weg zur Provinz. Als Innenstadtbewohner wurde gerne in der City einkaufen, werde mich aber auf Online umorientieren oder später wieder auf Städte mit internationalem Angebot konzentrieren.

melahide
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Also

Nach dem Lockdown hatten die Menschen nicht wirklich Lust was einzukaufen. Ich hab die Innenstadt auch „gemieden“. Und spätestens am 1 Tag im Sonnenschein waren Herrengasse und Sporgasse wieder so gut besucht, dass Abstandsregeln gar nicht eingehalten werden konnten.

Der Geschäftemix ist in der Innenstadt schlecht. Menschen kaufen viel Mode, Elektrogeräte, sitzen dann gern an einem Kaffee ... das ist in den Einkaufszentren teilweise bequemer für die Leute. Es ist dort Strukturierter und übersichtlicher. Der einzige Vorteil den die Innenstadt bietet ist, dass man mit dem Rad direkt hinfahren kann bzw. mit der Straßenbahn. die Geschäfte sind teilweise weit entfernt.

Wenn ich da zurück an Galway denke. Da hab es die „Shop Street“. Eine Fußgängerzone wo Shops, Pubs und Restaurants aufgefädelt standen. Von Buchhandel über Elektronik bis zum regionalen Aran-Woll-Pullover. Am „unteren“ Ende Parkmöglichkeiten, am „oberen“ Ende Bus und Bahnstation. Das halbe Leben spielte sich dort ab ...

stadtkater
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Nichts gegen einen besseren Branchenmix und Gastronomie in der City

Aber gut besucht heißt noch lange nicht, dass die Besucher auch etwas einkaufen. Schauen Sie doch, wie wenige Leute in der Innenstadt ein Einkaufssackerl haben. Die bummeln nur zum Zeitvertreib und haben gar nicht die Absicht auch nur Irgendetwas einzukaufen. Davon kann kein Kaufmann leben. Frequenz alleine bedeutet noch lange nicht Umsatz!

melahide
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Da

haben sie recht. Einige werden auch ins Geschäft gehen, sich alles anschauen, sich beraten lassen ... und dann dahinter kommen dass sie es bei Amazon um 30 Euro billiger bekommen.

stadtkater
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Und andere werden

nicht finden, was sie suchen.

Griesson
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Das ist DIE Chance!

Sofern seitens Stadtpolitik und Gebäudeinhaber rechtzeitig mitgedacht wird. Die Großen verlassen die Innenstadt, da sich dort derartig ausbordende Filialen nicht mehr rechnen. Soweit klar. Würde man nun einen Mut zum downsizing wagen, könnten in die freiwerdenden Räumlichkeiten mehrere kleine, heimische Start-ups, Boutiquen etc. gefördert einziehen und Dinge anbieten, die man online nicht oder nur schwer erhält. Sofern, wie eingangs erwähnt, Politik und Gebäudeinhaber mitziehen, langfristig denken und nicht einfach schnöde den Säckel noch weiter aufhalten.

stadtkater
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Naiv!

Einen solchen Versuch hatten wir schon vor Jahren in der Jakomistraße, der Hunderttausende Euro gekostet hat und kläglich gescheitert ist.

Welche Produkte erhalten Sie denn nur schwer oder gar nicht online? Wenn es solche gäbe, dann gibt es eben keine Nachfrage danach.

stadtkater
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Selbst Nagl will keine Modekonzerne

mehr in der Innenstadt - welch dummer Standpunkt! Das sind doch die Frequenzbringer, von denen die einheimischen Geschäfte leben. Da droht der Herrengasse das Schicksal der Annenstraße!

kaikiass
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Ohne Zara

...in der Innenstadt wirkt es a bissl provinziell find ich... und im Center bleibt das Geschäft? Sehr schade, die Entscheidung die Innenstadt zugunsten eines Centers zu verlassen.

maxworks
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nicht mehr bei Zara kaufen

mehr online bedeutet weniger Mitarbeiter in Österreich und weniger Steuern. bitte nicht mehr bei Zara kaufen. wir haben regionale Geschäfte und wir möchten auch in einigen Jahren eine belebte Innenstadt und wir alle wollen unsere Jobs ...

stadtkater
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Wenn Sie Zara boykottieren,

ist deren Umsatzreduktion sicher Null;-)!

maxworks
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Text lesen und

Hirn einschalten 😎😎

Ichweissetwas
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schade drum,

die Herrengasse wird auch "eingehen", ist auch keine richtige Einkaufsstraße mehr!

homerjsimpson
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Dass die Herrengasse eingeht hört man seit Schaffung der Fußgängerzone.

Wird aber auch in Zukunft nicht passieren. Auch wenn einem der Geschäftemix nicht gefallen muss (mir großteils auch nicht), Zara ist ja jetzt wirklich nicht das Maß aller Dinge (eher im Gegenteil, der Höhepunkt ist wohl schon wieder überschritten).