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BekennerschreibenAutoverbot in Graz? Aktivisten wollen "anecken", nicht betrügen

Wer steckt hinter den aufwendig gemachten Aktion zum vermeintlichen Fahrverbot in Graz? Während die stadteigenen IT-Experten suchen, gibt es ein - anonymes - Bekennerschreiben.

Flugblätter wie dieses sorgten Ende Juli für Aufregung © KK
 

Werden in Graz ab Herbst die großen SUV und dann überhaupt Autos verboten? Dass die Flugblätter und die Internetseite, die diese Maßnahme für 2021 ankündigt, im Namen der Stadt "fake" sind, ist unbestritten. Aber sind sie auch kriminell? Von Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Vize Mario Eustacchio (FPÖ) abwärts warnt das offizielle Graz ja davor, dass mit dieser Masche möglicherweise Daten neugieriger Grazer abgegriffen werden könnten oder gar eine Betrugsabsicht dahinter stecke.

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calcit
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Ich finde die Anliegen in Ordnung, auch dass darauf aufmerksam gemacht wird...

...nicht in Ordnung finde ich, dass dies mit „amtlichen Logo“ erfolgt, sozusagen einen offiziellen Touch vermittelt. Das ist Amtsanmaßung und auch ein Straftatbestand. Also wenn ihr „Aktivisten“ wirklich ein Anliegen habt, dann versteckt euch nicht - diese Art und Weise schadet euch mehr!

sanantonio
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Üblicherweise sind das Leute, die von irgendwelchen kleinen

ländlichen Ansiedlungen zugezogen sind, die mit dem urbanen Leben ihre Schwierigkeiten haben. Sie machen mit ihren Vorstellungen von Stadt üblicherweise jenen das Leben schwer, jan zerstören sukzessive die Lebensgrundlagen jener, die urban aufgewachsen sind.
Als Innenstadtbewohner, hier in den 50er Jahren geboren, aufgewachsen, sein Leben verbracht und eventuell auch hier gearbeitet und geschäftlich tätig gewesen, kommt man nicht auf die Idee, Autos zu verbannen. Grazer Innenstadtbewohner haben mitunter eine relativ sehr Lebenserwartung, genauso wie die höchste durchschnittliche Lebenserwartung in Europa von Männern in Europa in der Londoner City anzutreffen ist. Die beträgt dort über 80 Jahre, betrifft also Männer, die im Raucherparadies der 60er und 70er Jahre mit dem Smog aufgrund des Hausbrands, dem typischen Dieselgeruch der Doppeldeckerbusse und Taxis und dem üblichen Stossverkehr der Innenstadt Londons aufgewachsen sind und dort ihr Leben verbracht haben.

calcit
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@sanantonio

Irgendwie klingt das schon etwas wirr, was sie da schreiben. Es ist schön, dass sie in den 50er geboren und anschliessend aufgewachsen sind in der Innenstadt, damals war auch viel weniger Verkehr dort, wohl um die 50% weniger, such wenn noch keine Fussgängerzone dort war. Jetzt fahren viel mehr Strassenbahnen dort, Busse mit besten Abgaswerten, viel mehr Radfahrer und vor allem Fussgänger. Ist das nicht schön?

sanantonio
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Es geht um die grundsätzliche

Verbannung von Pkws.. Und für Wegstrecken innerhalb drr innerrn Bezirke hat nie jemand ein Auto, die Straßenbahn oder ein Fahrrad genommen. Man ist zu Fuß gegangen. Heute werden Leute angehalten selbst vom Jakoniniplatz zum Hauptplatz mit der Straßenbahn zu fahren. bis zu 3 Haltestellen war früher alles allemal eine Gehstrecke. Heute werden Strecken, etwa zwischen Universitätsinstituten mit Rad oder E-Bike gefahren, alles eigentlich Fußwege. Objektiv betrachtet - ist das Fahrrad keine große Lösung für städtische Mobilität. Man wird das noch entdecken. Radfahren entlastet minimal den öffentlichen Verkehr, schafft aber im übrigen eine Reihe von Problemen, insbesondere für Fußgänger und die Flüssigkeit des Verkehrs, auch des öffentlichen. Radfahren ist ein Vergnügen, das man den Leute gönnen soll, aber eben dort, wo es passend ist.

MoVeiT
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Es geht um gerechtere Platzverteilung

Wer ein Auto braucht, soll eines haben. Aber es darf nicht sein, dass die gesamte Verkehrsplanung und Stadtentwicklung auf das Auto zentriert ist. Im Gegensatz zu zersiedelten ländlichen Gebieten ist Mobilität ohne Auto in der Stadt eigentlich kein Problem. Gerade viele ältere Menschen nutzen ein eBike und sind mit dem Rad unterwegs.

Dennoch ist es ein Kampf um jeden Meter Radweg, um jedes Stück Fußgängerzone, um jeden Kilometer Straßenbahnausbau.

Der Kern der Kritik ist: Der Autoverkehr braucht zuviel Platz (das hat auch aber nicht nur mit SUV zu tun). Der Platz ist somit ungerecht verteilt und alle anderen haben zu wenig. Und schließlich gibt es nur eine sehr geringe politische Bereitschaft, daran etwas Wesentliches zu ändern.

sanantonio
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Die Grazer Strassen sind wie überall

in Europa auch , grundsätzlich für alle ein- und mehrspurigen Fahrzeuge da. Radwege wären allerdings ausschliesslich für Radfahrer. Es sollte jedoch durchaus an bestimmten Hauptverkehrsadern im Interesse der Flüssigkeit des (insbesondere ) Berufsverkehr und der Sicherheit der Radfahrer auch wieder Radfahrverbote geben. Natürlich ist es in einem Gesamtverkehrskonzept zu begrüßen, wenn Radfahrern ein ausreichendes Radwegenetz zu Verfügung steht. Im übrigen bedarf Platz, Zeit und Weg berücksichtigt, ein zügig fahrender Pkw weit weniger Platz pro Streckeneinheit als ein Radfahrer mit niedrigerer Geschwindigkeit und dem zu berücksichtigenden Sicherheitsabstand für die selbe Strecke. Also der Pkw benötigt den Platz auf der Straße für Strecke A 10 min, während ihn der Radfahrer für 30 min blockiert. Wann kommen wieder echte Verkehrsexperten zum Zug, mit Gesamtkonzepten, die alle Mobilitätsarten korrekt berücksichtigen ? Zu verteilen gibt es wohl nur die Stellplätze, wobei diese durchaus weiterhin vermehrt auf Parkhochhäuser sowie Tiefgaragen verlegt werden könnten, ja sollten.

Plantago
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Könnt ihr gerne haben,

aber dann auch endlich Kennzeichen-Pflicht für Radfahrer, damit nicht weiterhin die Anarchie vorherrscht. Wie viel zahlt der Radfahrer für den Bau und die Erhaltung der Straßen? Darüber wird man auch nachdenken müssen.

sanantonio
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20 000 € bei Erwerb und 2000 € jährlich

zahlt jedenfalls eine SUV-Fahrerin in den Steuertopf, aus dem die Straßen und Radwege finanziert werden. Ein Radfahrer zahlt durchschnittlich gerade einmal 200 € einmalig (bei Erwerb eines 1000 € Fahrrades) in dieses Budget.

Also um 22 000,- Euro Steuerleistung für Infrastruktur im ersten Jahr (nicht gerechnet die Mineralölsteuer, Maut und Parkgebühren, die auch nicht gerade wenig ausmachen) wird ein SUV Fahrer wohl einmal in die Stadt zum Einkaufen, Erledigen von Rechtsangelegenheiten, Arztbesuchen und privaten oder geschäftlichen Essen kommen dürfen. Wenn ihnen das nicht bei diesen Geldleistungen in die öffentlichen Geldtöpfe mehr erlaubt ist, könnte es sein, dass dann der Bogen für mehr und mehr Menschen überspannt ist. Die können dann ihr erarbeitetes Geld, ihre Pensionen zunehmend auch wo anders ausgeben .... die Welt ist groß. Dann ist jedoch weniger bis gar kein Geld mehr für Verkehrsexperten ohne Führerschein und andere adäquate Ausbildungen da, die einfach gerne überall ungestört Radfahren wollen - wie wohl ich auch als Bub - ohne auf die Interessen anderer zu achten.
Und nebst bei, schon der große Vorsitzende Mao Tse Dung demonstrierte im beinahe in Vergessenheit geratenen Experiment mit einer Milliarde Chinesen, dass, wenn alle auf einem Fahrrad zur Fortbewegung sitzen, die Menschen nicht glücklicher und zufriedener werden.

Weltreisender
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Ach..

ich finde die Idee lustig. Wer von den SUV Fahrern wohnt am Berg. Und damit ist nicht der Ruckerlberg gemeint.

ratschi146
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darum nennt man die SUV auch

Ruckerlberg-Panzer ;-)

gRADsFan
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oder allgemeiner: Hausfrauenpanzer

.

calcit
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Ruckerlbergpanzer, Hausfrauenpanzer...

...die sind gut!!! Ich wohn selbst am Fuss des Ruckerlbergs in der Hallerschloßstraße, ganz unten, da muss man immer aufpassen dass man nicht von einem dieser Ungetüme überfahren wird die mit überhöhter Geschwindigkeit, hochtourig die Hallerschloßstrasse runter- oder raufrasen...

siral1000
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Die Forderungen...

...treffen ganz augenscheinlich einen wunden Punkt.
Der Stadt Graz wünsche ich mehr Unaufgeregtheit - eine thematische Auseinandersetzung wäre wünschenswert.

MoVeiT
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Die übertriebene Reaktion der Stadt Graz...

...zeigt klar, dass die Aktivisten mit dieser Aktion ins Schwarze (oder besser: schwarz-blaue) getroffen haben.

Ja, sich anonym hinter dem Logo der Stadt zu verstecken ist nicht sehr professionell. Dennoch sind die Forderungen ernst zu nehmen und die Stadt täte gut daran, sich damit auch sachlich auseinanderzusetzen. Viele Menschen in Graz wünschen sich eine Richtungsänderung der Verkehrspolitik, die seit dem Tod Edeggers von der Autolobby diktiert wird.

Ein paar Bäume und ein paar Meter Radweg machen noch keine Verkehrswende. Wir brauchen große Projekte wie die Südwestlinie oder den Ring-Radweg und keinen Autotunnel vom Gries nach Reininghaus!

sanantonio
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Dass die °Aktivisten" anonym sind und bleiben,

ist allemal - auch rechtlich - problematisch. Das gehört aufgeklärt.
Und es gab da in Graz ja auch "Aktivisten" die sich mit Brandstiftungen größeren Ausmasses im angeblichen Interesse der Umwelt wegen falscher Energiepolitik oder anders politisch motiviert, bemerkbar machten. (So zB ein Fahrzeug der Ordungswache oder in der Elisabethstraße, wo der Elektroauto / Carsharing Fuhrpark der Energie Steiermark ein Raub der Flammen durch Brandstifter wurde.)

Zuckerpuppe1978
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Die Aktivisten wieder

Sachlich bleibt hier zu sagen:

Hoffentlich bleiben die Aktivisten an Wochenenden und an Freien Tagen auch in der Stadt. Wir, die Landeier wollen Euch an freien Tagen auch nicht sehen, wie ihr "Aktivisten" den Landeiern die Einfahrt in die Stadt verwehren wollt.
Jaja wir sollen uns halt dann einfach einen anderen Job suchen.

Nummerntafeln für Fahrräder wäre hier mal zu fordern und eine Verbesserung. So wie sich die Radfahrer im Straßenverkehr aufführen, hat auch nichts mit gemeinsam und vereint zu tun.

Leider wird "Aktivismus" mit Egoismus verwechselt - wie auch Ausgewachsen mit Erwachsen.

MoVeiT
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Die Fahrverbote in Graz sind keine Forderung von MoVe iT...

...damit haben wir nichts zu tun. Wir wünschen uns lediglich bessere Infrastruktur für alle Verkehrsteilneher (d.h. auch genügend Radwege, Straßenbahntrassen, Busverbindungen ins Umland...) und eine gerechtere Verteilung der Verkehrsflächen in der Stadt. Das ist keinesfalls egoistisch. Egoistisch war es, Städte jahrzehntelang "autogerecht" zu planen, sodass alle anderen Verkehrsteilnehmer unter die Räder kamen.

Beispiele für die von MoVe iT geforderte Stadtentwicklung gibt es viele: Amsterdam, Kopenhagen, Paris, Madrid, Groningen, Freiburg...

Nummentafeln für Fahrräder wurden oft genug diskutiert. Das ist populistischer Unsinn und bringt gar nichts. Wieviele gefährliche Unfälle werden denn pro Jahr von Radfahrern verursacht? Das ist in der Unfallstatistik fast gar nicht relevant.

Zuckerpuppe1978
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Aja

Also der Unfall muss schwer sein.
Sachbeschädigung rechtfertigt es ihrer geschätzten Meinung nach nicht, dass der Verursacher Dingfest gemacht wird.
Populistisch ist es, dass schon wieder, wenn die Meinung nicht passt, zu behaupten dass es populistisch sei oder Rassistisch oder Chauvinistisch oder oder oder
Auch ist populistisch zu sein demokratischer, als das was die Aktivisten behaupten. Sollten viele Menschen finden, dass es richtig ist, ist es populistisch und demokratisch. Nur Wort um schlau zu wirken Fremdwörter ein zu setzten ist nicht sonderlich schlau oder erwachsen. Erinnert mich eher an ein trotziges Kind.

Dem Begriff Populismus (von lateinisch populus ‚Volk‘) werden von Sozialwissenschaftlern mehrere Attribute zugeordnet. Charakteristisch ist eine mit politischen Absichten verbundene, auf Volksstimmungen gerichtete Themenwahl und Rhetorik.
Volksstimmung, entspricht der Stimmung der Mehrheit des Volkes.
Demokratisch -> Der Mehrheit des Volkes hat Recht!

MoVeiT
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Das mit dem Populismus...

...haben Sie übrigens schön aus Wikipedia rauskopiert. Sie hätten den Artikel aber auch weiterlesen sollen: "Der Duden (21. Auflage) erklärt den Begriff als opportunistische Politik, die „die Gunst der Massen zu gewinnen sucht“. In der Umgangssprache ist dies ein häufiger Vorwurf an bestimmte Parteien und einzelne Politiker. Der Ausdruck wird dann schlagwortartig gebraucht, um eine Manipulation und Instrumentalisierung der Bevölkerung für eigene Zwecke zu kritisieren. Er steht unter anderem für den Vorwurf, mit leeren oder unrealistischen Versprechungen Wählerstimmen gewinnen zu wollen, für persönliches Machtstreben und mangelndes Verantwortungsbewusstsein für die politische Zukunft des Landes und seiner Bürger. "

Populismus ist also die gezielte manipulative Beeinflussung des Volkes mit dem Hintergrund, etwas bestimmten zu erreichen oder zu verhindern, was durch objektive Meinungsbildung wahrschinlich nicht möglich gewesen wäre. Es steht ja jedem frei, sich mit Verkehrsplanung näher uaseinanderzusetzen. Es gibt genug Literatur dazu und genug nicht-parteipolitische Expertinnen und Experten (z.B. an der TU Wien oder der TU Graz).

Zuckerpuppe1978
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STRG C , STRG V

Sie haben auch da geheime Wissen über die Zwischenablage, dazu schon mal Gratulation. Psst, nix weitersagen!
Nun, da sie die Erklärung so treffend wiedergeben konnten, kann man nun anmerken, dass auch ihr Standpunkt rein populistisch ist. Sie wollen die Meinung beeinflussen und das zu ihrem Zweck. Sie wollen die Autofahrer verteufeln und in bester populistischer Propaganda Unrecht rechtfertigen.
Die Aktion an sich, mit den Flugblättern, ist ja genau das.
Daher kritisiere ich doch die Verwendung ihrerseits dieses Wortes, als den Versuch das Thema der Verkehrsplanung und das der Nummernschilder nach ihrem Gutdünken zu beeinflussen - das zeichnet doch den Aktivismus aus; eine Sachlage ist allgemein gültig und Rechtes und nun soll mit allen Mitteln versucht werden, diese zu ändern - auch mit Illegalen Mitteln.

Da sie den Begriff aber so sehr negativ besetzten, könnte man den Rückschluss ziehen, Aktivisten mögen sich selber nicht und können daher gar nicht der Lage sein, einen friedlichen Weg zur Problemlösung, ohne Konfrontation zum Zwecke der Provokation, finden.
Egal ob ein Verwaltungsaufwand hoch ist oder nicht - Unrecht bleibt es auch. Also, wenn ein Radfahrer mein Auto beschädigt und dann weiter fährt, ist das eben Pech, nach ihrem Rechtsbewusstsein.
So sehr sie auch ihren anarchischen Tendenzen nachgeben möchten, als Aktivist, sollten sie immer daran denken, Rechtsfrei geht dann auch in beide Richtungen. Dann hat er eben auch Pech gehabt- war halt das falsche Auto!

MoVeiT
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Um Missverständnissen vorzubeugen...

...diese Flugblattaktion hat nichts mit MoVe iT zu tun. Wir wissen nicht, wer das war und distanzieren uns auch von der missbräuchlichen Verwendung des Logos der Stadt Graz. Immerhin haben wir ja unser eigenes Logo und unsere eigene Website. Da passiert nichts anonym.

Verteufelt wird hier auch niemand. Es wird eine gerechtere Verkehrspolitik gefordert. Wir haben die Nase voll, dass bei jedem Bauprojekt, bei jeder Baustelle und auch sonst überall der Autoverkehr bevorzugt wird. Seit 40 Jahren Warten auf die Südwestlinie! Echt jetzt? Siet über 10 Jahren Warten auf den Lückenschluss des Radweges am Joanneumring. Warum? Um jeden Quadratmeter Fußgägnerzone muss gekämpft werden, gleichzeitig wird seit Jahren das Sterben der Innenstadt betrauert. Ob da ein Zusammenhang besteht? Bus und Bim stehen im Stau, das wäre in vielen anderen Städten undenkbar.

MoVe iT hat dieser Forderungen stets transparent kommuniziert (nachzulesen auf der Website mit Impressum, Fotos der Verantwortlichen usw.).

Und bitte unterstellen Sie uns nicht, dass hier Fahrerflucht gutgeheißen wird. Aber die gibt es bei Autofahrern auch. Es ist einfach Fakt, dass der Nutzen eines Fahrrad-Kennzeichens in keinem Verhältnis zum Aufwand steht. Was kommt als nächstes? Nummerntafeln für Inlineskater? Für Jogger? Für Fußgänger? Auch die können einen Unfall mitverursachen...

MoVeiT
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Der Verwaltungsaufwand ist zu hoch...

...der praktische Nutzen zu gering. Das ist die sachliche und unaufgeregte Begründung, warum Radkennzeichen nicht sinnvoll sind. Populistisch meinte hier, dass das Thema immer wieder aufgewärmt wird, um gegen Radfahrende zu hetzten und von eigentlichen Problemen abzulenken. Das Problem ist nämlich, dass der Anteil des Radverkehrs ständig wächst (fast 20 Prozent in Graz inzwischen) und der Ausbau der Rad-Infrastruktur um Jahre hinterherhinkt. Gäbe es eine ordentliche Radinfrastruktur, gäbe es auch weniger Konflikte und weniger Sachbeschädigungen. Dann wäre das Thema ganz schnell vom Tisch. Übrigens gab es in der Schwaiz eine Velo-Plakette, eine Art "Rad-Pickerl" mit verpflichtender Haftpflichtversicherung. Wurde auch wieder abgeschafft, weil Aufwand zu groß und Nutzen zu gering.

JamesJolly
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Sorry aber

ein anonymes Bekennerschreiben ist gar keines.

MoVeiT
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Stimmt, aber es stellt zumindest klar...

...dass das keine Betrugs- oder Phishingseite sein sollte (was eigentlich eh sofort klar war, da alle Links auf die offizielle Seite der Stadt Graz führen und keinerlei Bereicherungsvorsatz erkennbar ist). Vielmehr hat die Stadt versucht, durch die Betrugsrhetorik einer sachlichen Diskussion aus dem Weg zu gehen.

scionescio
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In Abwandlung eines berühmten Zitates ...

"Wer als Jugendlicher kein Aktivist ist, hat kein Herz. Wer als Erwachsener noch immer Aktivist ist, hat kein Hirn" ...

MoVeiT
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Ein anderes berühmtes Zitat...

..."Nomen est omen". Sie wissen wirklich nichts, haben aber immer erstaunlich viel mitzuteilen. Grüße von einem erwachsenen Aktivisten ;-)

 
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