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Shared Space bis SuperblocksWie Grazer Uni-Experten die Stadt neu denken (+Kommentar)

„Straßenraum gehört gerechter verteilt“ – was sich die TU-Graz-Stadtentwickler Aglaee Degros und Stefan Bendiks darunter vorstellen, schreiben sie in ihrem neuen Buch. Einige Konzepte ließen sich auf Graz umlegen.

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Für Graz gäbe es viele Verkehrsideen © Jürgen Fuchs
 

"Traffic Space is public space“ (Verkehrsraum ist öffentlicher Raum): In ihrem aktuellen Buch zeigen Aglaee Degros, Leiterin des Instituts für Städtebau der TU Graz, und Stefan Bendiks, TU-Professor, internationale Beispiele, wie öffentlicher Raum besser für alle Verkehrsteilnehmer genutzt werden kann.

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stprei
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Visionen

Wie schon bei anderen Verkehrsvisionären sind diese Ideen grundsätzlich nett. Shared Spaces sind interessant, erfordern aber, dass sich alle an die Regeln halten. Denn nur weil keine Schilder und Bodenmarkierungen vorhanden sind, ist die StVO nicht aufgehoben. Oft wird aber vergessen, dass die Shared Spaces gerade für Fußgänger nachteilig sind, da diese keine gesicherten Querungsmöglichkeiten haben.

Die Bäume sind begrüßenswert, allerdings kommen dann die Nutzungskonflikte (Sonnenlicht für Anrainer, Hundekot etc.) und Probleme (Buckelpiste Gehsteig wegen der Wurzeln, Äste in der Nähe von Oberleitungen etc.) unweigerlich im Paket.

Und die Parkplatzgeschichte ist halt nur zum Nachteil der Anrainer, die dann keinen Parkplatz vor der Haustür mehr haben oder auf teure Tiefgaragenplätze ausweichen müssen, wenn sie weiterhin ein Auto haben/brauchen.

Als Ideengeber ist das Buch grundsätzlich zu begrüßen und kann zu einer guten Debatte beitragen, man muss sich aber eingestehen, dass es ohne Straßen und Autos/LKWs nicht gehen wird, nicht einmal in ideologischen Reinräumen kann so eine Vorstellung Platz greifen.

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Strassenbahnausbau
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Niemand fordert Straßen ganz ohne Autos...

...aber die derzeitige Verteilung des Straßenraums ist einfach inakzeptabel. Fahr- und Parkspuren nehmen meist die gesamte Straßenbreite ein, Fußgänger werden auf schmale Gehsteige verbannt, Radwege gibt es in den meisten Straßen in Graz gar keine, oder - noch schlimmer - es wird das Radfahren auf dem Gehsteig verordnet (z.B. in der südlichen CvH oder in der Koßgasse).

Wenn die Verkehrsflächen gerechter verteilt werden, beschwert sich auch niemand über diejenigen, die auf ein Auto angewiesen sind. Was aufhören muss ist die Vormachtstellung des PKW im Stadtverkehr. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

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martinx.x
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nette Träumerei,

das funktioniert aber nur bei Simcity. :)

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Strassenbahnausbau
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Warum sollte das in Graz nicht funktionieren?

Es funktioniert ja auch in Städten, die wesentlich größer sind.

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Mein Graz
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@martinx.x

Shared Space funktioniert auch in Graz, wie am Sonnenfelsplatz täglich bewiesen wird.
Und warum sollten oben genannte Maßnahmen in Graz nicht funktionieren wenn es in anderen Städten geht?

Ich hoffe nicht, dass die Grazer so viel egoistischer oder dümmer sind als Bewohner anderer Städte.

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