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Staatsantwalt ermitteltNach zwei Jahren: Grazer findet sein gestohlenes Fahrrad auf "willhaben"

Vor zwei Jahren wurde dem 27-jährigen Grazer sein Fahrrad gestohlen - jetzt hat er es zufällig auf der Verkaufsplattform "willhaben.at" entdeckt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Fahrrad KTM
Das KTM mit auffälligen grellgrünen Streifen wurde dem Grazer vor zwei Jahren gestohlen. Jetzt hat er es zufällig gefunden: Es wurde im Internet zum Verkauf angeboten © Privat
 

Er musste zweimal hinschauen, ehe er es glauben konnte. Aber dann war sich der 27-jährige Grazer sicher: Ja, das ist sein Fahrrad. Sein Fahrrad, das vor zwei Jahren aus seinem Innenhof gestohlen wurde. Sein Fahrrad, dass jetzt ein Jugendlicher, der nur zwei Blöcke weiter wohnt, auf der Plattform www.willhaben.at zum Verkauf angeboten hat.

Kommentare (10)

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Ifrogmi
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für das erste ...

... wäre es schon eine erleichterung wenn die youtube-videos gelöscht würden die anleitung geben wie man nummernschlösser in 2 minuten knackt.
ich habe, auch rund ums haus inzwischen alle wieder durch vorhängschlösser mit schlüsseln ersetzt.
bei den vorhängschlössern mit nummern hat alle 2 - 3 tage wer die tore aufgesperrt und sich mit kleinigkeiten bedient.
dank wildkamera konnte ich in 14 tagen 5(!) leute ausmachen die die nummernschlösser geknackt haben und weitere 3 die es versuchten, aber noch nicht ganz die routine hatten.

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paulrandig
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Glück gehabt

Ich habe mein gestohlenes Rad zwölf Jahre später anhand der Rahmennummer und der eigens damals von der Polizei dafür eingefrästen Nummer identifizieren können. Die Polizei kam und stellte das Rad sicher.
Obwohl der Diebstahl gemeldet war, inklusive Rahmennummer und Prägung, obwohl in der Rahmennummer sogar meine damalige Wohnadresse codiert war, obwohl der Staatsanwalt feststellte, dass dieses Fahrrad eindeutig das mir damals gestohlene war, bekam ich es nicht zurück.
Warum?
Weil der Eigentümer es in gutem Glauben in einem professionellen Fahrradgeschäft gebraucht gekauft hatte und nicht davon ausgehen musste, dass es gestohlen sein könnte.
Den Verkäufer konnte ich nicht mehr wegen Vernachlässigung seiner beruflichen Sorgfaltspflicht belangen, weil er verstorben war.
Blöd sowas, aber was willst machen?

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renimob
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mir ist es gleich ergangen

Ich habe mir ein Fahrrad selbst zusammengebaut und wurde mir dies am Bahnhofvorplatz gestohlen. Ich machte die Anzeige. 2 Jahre später war ich am Weg zur Arbeit, stand an der Ampel und siehe da, mit meinem Fahrrad - ich erkannte es sofort an persönlichen Details - fuhr jemand vorbei. Ich lief dem Herrn nach, stoppte ihn und bat einen vorbeigehenden Mann, dass er die Polizei verständigen möge. 2 Polizisten kamen rasch, beschlagnahmten das Rad und ich erhielt 1/2 Jahr später eine Vorladung vom Landesgericht für Strafsachen. Der Referent erklärte mir, dass der vermeintliche Dieb das Fahrrad legal beim Dorotheum kaufte und ich leider keinen Anspruch darauf erheben kann.

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paulrandig
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renimob

Genau für diesen Fall bräuchte es eine europäisch einheitliche Datenbank mit Rahmennummern. Wer ein gestohlenes Rad kauft, obwohl die Überprüfung gerade einmal eine Minute beanspruchen würde, sollte bestenfalls jedes Eigentumsrecht daran verlieren.
Auch ich habe schon einmal ein gebrauchtes Rad gekauft, habe allerdings zuvor die Polizei gefragt, ob diese Rahmennummer als gestohlen im EKIS aufscheint. Zeitaufwand: 5 Minuten. Schon für hundert Euro ist es mir das wert. Wer das als professioneller Händler NICHT macht, wäre eigentlich der Beihilfe zur Hehlerei, aber zumindest der groben Vernachlässigung seiner beruflichen Sorgfaltspflicht schuldig.

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Sicherheitsfachkraft
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..... und dann kaufte ich vor 6 Jahren das 1. Steirer-E-Bil aus der Obersteiermark

....... nach 6 Tagen wurde es trotz schwerem Schloss gestohlen und der Hersteller sagte mich die Rahmennummer (2 stellig) war auf dem Rahmen mit Filzstift notiert..............................?????????
Das war echt "Steirische Größe", die € 1.600,00 waren und sind für ewig weg!

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smotron1
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Ich würde ja ein Gesetz einführen,

dass gebrauchte Fahrräder nur nach einem Rahmennummer Check gegen eine vom Land geführte Diebstahlsdatenbank weiterverkauft oder ins Ausland gebracht werden werden dürfen. Zuätzlich bei Diebstahl eine Strafe die deutlich über dem Radwert ist. Nicht schwer umzusetzen, offenbar fehlts aber am Willen.

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mobile49
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@smotron1

Es ist wie beim Autodiebstahl .
Wenn eine entsprechende Versicherung vorhanden ist , bezahlt diese (und erhöht immer wieder die Verrsicherungssummen) und es werden ja neue Autos (Fahrräder )gekauft und eventuell sogar teurere ,weil neuere Modelle .
Also liegt es im Interesse der Wirtschaft ......... Und wer ............

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Balrog206
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Mobile

Schon mal erfragt was eine Radversicherung kostet , und nur unter welchen Bedingungen etwas bezahlt wird ? Die wollen gar kein Rad versichern !

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mobile49
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@Balli

Bitte lies genau . Versicherung falls vorhanden!
Es bezog sich ja auch auf den Neukauf des gestohlenen Gutes !

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paulrandig
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smotron1

Ja, da schließe ich mich an.
Ich würde folgendermaßen argumentieren:
Wir wollen sanfte Mobilität, speziell Fahrräder. Je besser das Fahrrad ist, desto mehr Freude hat man daran, desto mehr benutzt man es. Allerdings scheuen viele Menschen, speziell in der Stadt, die Anschaffung eines etwas besseren Fahrrades, weil sie zurecht einen Diebstahl fürchten.
Wären also die Sicherheitsmechanismen für Fahrräder besser, käme das der Umwelt zugute, weil dadurch mehr radgefahren würde.

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