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AnrainerbeschwerdePanne vor Eiskunstlauf-EM 2020 in Graz: Hart springt ein

Der Zeitplan war eng, ein Einspruch einer Anrainerin bringt ihn nun zu Fall: Bei der Eiskunstlauf-EM 2020 in Graz muss nun in Hart trainiert werden.

EISHOCKEY - Eroeffnung der Eishalle Hart
© GEPA pictures
 

Pünktlich im Jänner zur Eiskunstlauf-EM 2020 hätte die neue "Sportwelt Liebenau" in Graz fertig werden sollen. Neben Umbauten beim Fußballstadion und der Eis-Arena hätte auch eine neue Eistrainingshalle entstehen sollen, die bei der EM zum Trainieren und Aufwärmen notwendig ist. "Hätte" deshalb, weil sich die Trainingshalle jetzt nicht bis 2020 ausgeht.

Der Zeitplan war immer extrem knapp, die letzten Beschlüsse im Gemeinderat fielen erst heuer im Oktober. Schon damals war klar: Sollte es seitens Anrainer Einsprüche gegen das Bauprojekt gehen, kippt der Zeitplan. Und genauso ist es jetzt gekommen: Eine Anrainerin trägt den Bau mit ihrer Beschwerde in die zweite Instanz, damit musste die Stadt Graz jetzt reagieren.

Sportliche Großereignisse sind eine wesentliche Säule unserer Sportstrategie.

Kurt Hohensinner, Sportstadtrat

Sportstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) legt daher seinen Plan B vor: Während der EM wird die Eishalle in Hart bei Graz als Trainingshalle dienen, die Wettbewerbe finden wie geplant in der Grazer Eishalle statt. "Die Halle in Hart erfüllt alle Vorgaben des Verbandes und ist gut mit einer Shuttle-Verbindung zum Merkur Eisstadion erreichbar", so Hohensinner. Auch wenn Trainings- und Wettkampfhallen jetzt nicht mehr direkt nebeneinander liegen: Die Entfernung der Hallen sei auch jetzt geringer als bei anderen Europameisterschaften.

Was heißt die Eiskunstlauf-EM für die Graz 99ers?

Die Eiskunstlauf-EM wirft aber für die Eishockeyspieler der 99ers noch Fragezeichen auf, weil während der EM im Jänner die Hallen exklusiv den Kunstläufern zur Verfügung steht. Für den Nachwuchs der 99ers wird laut Hohensinner etwa eine Freieisfläche mit entsprechenden Normmaßen zur Verfügung gestellt. Für die Eishockey-Profis wird gemeinsam mit allen Beteiligten noch nach einer geeigneten Lösung gesucht.

All das werde sich lösen lassen, so Hohensinner. „Sportliche Großereignisse sind eine wesentliche Säule unserer Sportstrategie. Die Abhaltung einer Europameisterschaft bringt zum einen internationales Renommee und ist andererseits ein wichtiger Impuls für die Sportart und den Nachwuchs“, erklärt der Sportstadtrat. „Mit der EM stehen wir im internationalen Rampenlicht des Eissports. Gerade der Eiskunstlaufsport erreicht weltweit enorm hohe Einschaltquoten und Breitenwirkung."

Rund 230 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Europa werden bei der EM in Graz ihr Können zeigen, dazu rechnet man mit 1200 Trainern und Betreuern.

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