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Grazer Wassernetz: Sanierungen fällig

Wasser marsch – und das in bester Qualität. Ein Prüfbericht zeigt die Top-Qualität von Grazer Wasser auf, aber es besteht Sanierungsbedarf der Leitungen.

© Jürgen Fuchs
 

Beste Trinkwasserqualität, perfekt erfüllte Hygienestandards, vorbildliches Netz: In der Landeshauptstadt kann man sich das Wasser aus der Leitung so richtig schmecken lassen. Diese Topbewertung hat nun ein Prüfbericht des Stadtrechnungshofes ergeben.


Doch: Unter dem 1376 Kilometer langen Leitungsnetz besteht auch dringender Sanierungsbedarf. Und zwar in einem Ausmaß von 80 Kilometern. „Es hat sich schlicht ein Rückstau entwickelt, die Sanierungen wurden aufgeschoben“, erklärt dazu Stadtrechnungshofdirektor Hans-Georg Windhaber. „Diese 80 Kilometer an Leitungen sollten in den nächsten Jahren ausgetauscht werden“, appelliert er. Es sei nicht so dringend, dass die Wasserqualität in Graz derzeit negativ beeinflusst würde, aber ein Austausch sei dennoch definitiv „notwendig“.


Abgesehen von diesen fälligen Sanierungen hat der Prüfbericht dem Grazer Wasser, das aus dem Hochschwab in die Stadt und in die einzelnen Haushalte geleitet wird, ein einwandfreies Zeugnis ausgestellt. Auch die Versorgungssicherheit durch das Wassernetz sei gegeben. „Wir haben die best- und schlechtmöglichsten Fälle bis 2050 durchgerechnet und können sagen: Wir müssen uns über die Menge und Qualität an Trinkwasser in Graz keine Sorgen machen“, sagt Windhaber. Selbst in Jahren mit wenigen Regentagen würde es „laut Prognosen“ zu keinen Versorgungsproblemen kommen.

Ebenso wenn der gesamte südoststeirische Raum, für den es Lieferungspflichten vonseiten der Stadt gibt, abgedeckt werden muss, wäre Graz „noch gut aufgestellt“, so Windhaber. Denn: Wasserressourcen gäbe es auch aus anderen Regionen, wie aus der Obersteiermark. „An der Wassermenge scheitert es nicht“, sagt der Stadtrechnungshofdirektor. Übrigens: Durch die anfallenden Leitungssanierungen werden sich die Wasserpreise in der Stadt nicht erhöhen. „Diese können aus dem Ersparten aus Gebühren gedeckt werden.“

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