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Islam-DebatteLehrer klagt an: "Diese Wiener Verhältnisse gibt es in Graz ganz genauso!"

Direktoren an Grazer Brennpunktschulen erzählen von Problemen mit muslimischen Familien und den Schwächen des Systems. Es fehle an Ressourcen und politischem Willen, um Integration zu ermöglichen.

Direktor Kurt Hofmann, NMS Kepler in Graz.
Direktor Kurt Hofmann, NMS Kepler in Graz. © Bernd Hecke
 

Ich hätte das Buch über den  „Kulturkampf im Klassenzimmer“ der Frau Wiesinger aufgrund meiner Erfahrungen genau so schreiben können“, erzählt uns ein Pädagoge einer Grazer Brennpunktschule. Der Neue Mittelschul-Lehrer will nicht mit Namen aufscheinen, unterstreicht aber, dass es sich bei den Schilderungen im Buch nicht nur um Wiener Verhältnisse handle. Die Lage in der Landeshauptstadt rechts der Mur sei deckungsgleich.

„Auch an unserer Schule haben muslime Burschen die Pariser Anschläge mit dem Satz quittiert, dass den Tod verdiene, wer den Propheten beleidige“, erzählt der Lehrer. Kreativfächer, Schwimmen, Schulfeste seien so gut wie abgeschafft: „Die islamische Glaubensgemeinschaft diktiert uns, wie Schule auszusehen hat.“ Theaterbesuch würden als böse, verboten – also „haram“ – boykottiert. Das Leistungsniveau habe mit jenem anderer österreichischer Neuen Mittelschulen nichts mehr zu tun. Schulleiter würden das schönreden, um den Standort und sich zu schützen. Auch der Landesschulrat sei nach Hinweisen auf Probleme nicht aktiv geworden.

Barbara Kefer, Direktorin der Volksschule Bertha von Suttner.
Barbara Kefer, Direktorin der Volksschule Bertha von Suttner. Foto © Bernd Hecke
Grazer Schulleiter skizzieren im Gespräch mit der Kleinen Zeitung die Probleme ähnlich. Die Direktorin der Bertha-von-Suttner-Volksschule, Barabara Kefer, hat erschütternde Erfahrungen mit konservativ-islamischen Familien gemacht: „Wir hatten einen Aufklärungs-Workshop im Haus.“ Im Vorfeld wollte man Familien in einem Elternabend informierten: „Von den 35 Müttern und Vätern sind sechs gekommen.“ Danach ist die Lage eskaliert: Eltern beschwerten sich, dass man Kinder mit diesem Thema konfrontiere, erzählten dem Nachwuchs daheim, es sei eine Lüge der Lehrerin, wie Babys entstünden – das alles sei einfach „haram“: „Burschen haben dann die Lehrerin als Lügnerin und ,haram‘ beschimpft“, sagt Kefer.

Anteil der Muslimen in Grazer und steirischen Pflichtschulen

27,6 Prozent aller 13.992 Pflichtschüler in Graz im Religionsunterricht sind Muslime.

48,5 Prozent der Pflichtschüler in Graz sind römisch-katholisch.

In Pflichtschulen steiermarkweit:
8,1 Prozent Muslime
77,9 römisch-katholische Schüler

Kurt Hofmann, dem Direktor der NMS Kepler, sind extremistische Einstellungen an Schülern „nicht begegnet“. Dennoch gebe es Probleme mit „Pünktlichkeit, regelmäßigem Schulbesuch. Eltern kommen nicht zum Elternabend, rufen nicht an, wenn das Kind krank ist, Klassenfahrten, Skikurse kommen nicht mehr zustande.“

Der Schwimmunterricht klappe dank Burkinis und der Trennung von Burschen und Mädchen. Der Respekt der Schüler gegenüber Lehrerinnen und das Lernniveau seien problematisch. Hofmann: „Von 220 Schülern schaffen es nur 15 in weiterführende Schulen.“ Heuer sind von den drei ersten Klassen zwei rein muslimisch, eine gemischt mit allen anderen Konfessionen: „Eine Parallelgesellschaft ist ein Thema. Die Eltern sind nicht integriert, deren Kinder auch nicht bei uns angekommen.“

Mangels heimischer Kinder sei Integration eine Herausforderung. Was er sich wünscht? „Die Politik muss Kinder mit Migrationshintergrund aufteilen. Tut sie das nicht, brauchen wir an diesen Schulen viel mehr Ressourcen.“

Alexander Loretto, Direktor der VS Andrä.
Alexander Loretto, Direktor der VS Andrä. Foto © Ballguide/Pajman
Weil beides seit Jahren nicht passiert, fühlen sich Kefer und Hofmann vom System, der Politik allein gelassen. Alexander Loretto, Direktor der VS Andrä, die 100 Prozent Kinder nicht deutscher Muttersprache betreut, wirbt trotzdem fürs Brückenbauen: „Auch wenn ein Vater mit langem Bart kommt, denke ich nicht, ,ein Fundamentalist‘, sondern: Es ist doch gut, wenn er ein Anliegen hat. Kommt man ins Gespräch und erklärt, warum gewisse Sachen verlangt werden und zu erfüllen sind, funktioniert es meistens.“

Jetzt fokussiert man wieder nur auf Problemfälle. Aber man vergisst auf Hunderte Familien, mit denen es keine Schwierigkeiten gibt.

Alexander Loretto, Direktor der VS Andrä
Seine Kritik an der Debatte und am Buch: „Jetzt fokussiert man wieder nur auf Problemfälle. Aber man vergisst auf Hunderte Familien, mit denen es keine Schwierigkeiten gibt. Beim Schwimmunterricht hatte ich in den letzten Jahren vielleicht zwei, drei Mädchen, bei denen es sich gespießt hat.“ Das habe sich dann mit einem Gespräch mit dem Vater und einem Burkini auch lösen lassen.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich bedauert die Debatte, die in einer bedenklich negativen Stimmung verlaufe.

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Danke für Ihr Verständnis.

gerbur
4
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Der Autorirätsverlust

hat schon lange vorher begonnen. In Zusammenarbeit von Medien, Elternverrtretern, dem Landesschulrat mit seinen "Psychologen" hat man die derzeitige Situation zu verantworten. Mit Muslimen und ihrem mittelalterlichen Weltbild hat das nur bedingt zu tun. Dem Lehrer wurde jegliche Möglichkeit genommen bei Fehlverhalten wirkungsvoll einzuschreiten. Letztendlich führt das dazu, dass den Job bald niemand mehr ergreifen wird, der noch Selbstachtung besitzt.

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CIAO
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da gibt es ein Sprichwort:

oder mehrere:
Das Mass ist voll....
Der Krug geht so solange...
Geb ich Dir dedn kleinen Finger .....
und und und

und die totale Verfremdung der deutschen Sprache hat sowieso schon lang eingesetzt - ein Dialekt sowieso schon ausgegrenzt
und der großteil der Medien wollen uns einreden, wie es sein soll

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Sam125
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Islam -Debatte! Bitte, dann frag ich mich allen ernstes, warum wir uns das, als

MEHRHEITSGESELLSCHAFT,(wir wurden so von Frau Baghagjati genannt!Nur zu Klarstellung!) Überhaupt so lange gefallen lassen haben! Da müsste nein, da muss sofort was geschehen! Angefangen von Sanktionen in Form von Kürzungen aller Gelder, bis hin zur Ausweisung und Aberkennung jedes Rechtes, hier bei uns in Österreich! Die Migranten haben ja zu ihrem Glück ja eine Heimat zu der sie zurückkehren können! Wir die Mehrheitsgesellschaft hat dieses Glück nicht, denn dass HIER ist unsere Heimat! Wir können nirgend wo anders hin zurückkehren! Wenn uns etwas nicht gefällt!! Aber wir werden unsere Heimat, unsere Lebensweise und Kultur, die Frauenrechte und vorallem unsere Demokratie, mit allen uns zu verfügbaren Mitteln verdeidigen! GOTT SCHÜTZE ÖSTERREICH UND GANZ EUROPA!! Und ja,ich habe die Worte und Warnung, des Dalai Lama verstanden!

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voit60
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Gott schütze.....

Genau wegen diesem Religionsschwachsinn haben wir diese Probleme.

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aral66
66
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Schön langsam werden Sie Sam

nicht nur lästig, gehen Sie an die frische Luft!!, ihre Beiträge sind nur mehr voller Hass, Abneigung, Sie haben wohl das Wahrheitsmonopol gepachtet?

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Sam125
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ara166

Ich kenne keinen Hass und habe auch keine Abneigung anderen Menschen gegeüber, ganz zum Gegenteil, was ich von so manch anderen Mitbürgern leider feststellen muss! Aber wie gesagt, JEDER, der sich gerne in unsere Lebensweise und Kultur integrieren will, und die Religion nicht über den Staat stellt und vorallem die FRAUENRECHTE achtet ist bestimmt auch bei und der" Mehrheitsgesellschaft" willkommen! Alle Anderen Garten gerne wieder in ihre alte Heimat zurückkehren, wo auch IHRE Kultur und Lebensweise hingehört! Ich habe die mahnenden Worte des Dalai Lama verstanden! Aber wie gesagt Jeder der gerne hie bei uns leben will und sich in unsere Gesellschaft integriert ist WILLKOMMEN!

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aral66
24
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Alles was vor dem berühmten ABER steht

Ist nicht ernst zu nehmen! Auch bei Ihnen SAM.....

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Lamax2
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Gut so

Die Probleme nicht mehr unter der Decke halten; das ist kein Wichtigtun mancher Lehrer, sondern die einzige Möglichkeit, diese träge und auch hilflose Schulverwaltung aufzurütteln. Es gibt natürlich auch die "Guten" unter den Schülern (Loretto), aber auch die leiden unter diesen radikal-moslemischen Verhaltensweisen.

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cleverstmk
4
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Bildungsdirektion???

Wegschauen und schönreden - ein Rezept seit Jahren.
Z.B bei Integration, bzw Inklusion = SPAREN wo es geht!
Vorschule: von Eltern und Lehrern gewünscht, wird nicht bewilligt!!!!
Und die NMS ist mit oder ohne Ausländer eine Katastrophenschule; die Leistungsgruppen waren um Häuser besser.

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Sam125
5
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cleverstmk

Wie war das noch......, was Frau Wiesinger sagte? Die Probleme mit den muslimen Schülern, haben schon vor über 15 Jahren begonnen und NICHT erst in den letzten drei Jahren! Was bitte schreiben Sie dann da! Natürlich gibt und gab es immer Probleme mit verhaltensgestörten und auffälligen Schülern, aber wenn es vor allem die muslimen Mitschüler sind, die sich alles herausnehmen und keinen Respekt mehr, vor Lehrer und andere "ungläubige" Mitbürger haben, sollten überall im Land die ALARMGLOCKEN läuten! Wobei ich nichteinmal der muslimen Jugend die Schuld an diesem Verhalten gebe, sondern den radikalen Kräften im Hintergrund!!

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