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Baustellen in GrazSo kommt Ihr Kind heute sicher in die Schule

Der erste Schultag birgt einige Hürden: In Graz herrscht wegen mehrerer Baustellen Stau-Gefahr, 14 Öffi-Linien verkehren anders. Wie die Schüler trotzdem sicher in die Schule kommen.

© APA-OTS/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer
 

Heute beginnt er auch für die Grazer Schüler wieder, der Ernst des Lebens. Der Weg in die Schule ist in der Landeshauptstadt heuer aber gar nicht so einfach. Die Anfahrt in die Bildungsstätten gestaltet sich aufgrund mehrerer Baustellen vielfach anders, als noch vor den Ferien. Außerdem herrscht Stau-Gefahr. Unser Tipp: Planen Sie dafür vor allem im Osten der Stadt etwas mehr Zeit ein. Betroffen sind nicht nur Autofahrer, sondern auch Öffi-Nutzer - insgesamt 14 Linien fahren derzeit nicht wie gewohnt!

Abseits dessen gibt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) wichtige Tipps für einen sicheren Schulweg. Diese Hinweise sollte man gerade bei veränderten Situationen am Schulweg beachten. Die Experten haben im Rahmen einer aktuellen Beobachtung die häufigsten fehlerhaften Verhaltensweisen von Kindern an Schutzwegen analysiert. Die größten Probleme: fehlendes Stehenbleiben vor dem Überqueren und mangelnde Aufmerksamkeit bei der Annäherung an die Straße. Außerdem vergessen viele Schüler auf den Pendelblick nach rechts und links oder auf den Blickkontakt mit dem Autolenker. Daher kommt es häufig zum überraschenden Betreten des Zebrastreifen.

6 KFV-Tipps für den Schulweg

  • Den Schulweg gemeinsam mit dem Kind auswählen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass möglichst wenige Überquerungen von vielbefahrenen Straßen notwendig sind. Oft ist der kürzeste Weg nicht der sicherste! Das gilt vor allem bei der aktuellen Baustellen- und veränderten Öffi-Situation in Graz.
  • Den Schulweg regelmäßig gemeinsam üben und immer wieder wiederholen.
  • Auf gut sichtbare, helle Kleidung achten und z.B. an der Schultasche zusätzliches Reflexmaterial anbringen.
  • Erwachsene haben eine große Vorbildwirkung. Ihr Verhalten wird von den Kindern immer als richtig angesehen – und dementsprechend imitiert.
  • Kinder nehmen den Straßenverkehr – nicht nur aufgrund ihrer geringeren Körpergröße – anders wahr. Sie schätzen Entfernungen und Geschwindigkeiten falsch ein - hier sind Erklärungen besonders wichtig.
  • Eltern bzw. Erziehungsberechtigte sollten nach Möglichkeit darauf verzichten, ihre Kinder täglich per „Elterntaxi“, also mit dem Auto, in die Schule zu bringen. Denn das selbstständige Absolvieren des Schulwegs stärkt die Verkehrskompetenz, schafft Bewegung und gibt den Kindern zugleich auch die Möglichkeit, den Schulweg gemeinsam mit Freunden zu bestreiten.

In der Erhebung näherten sich zwar drei Viertel aller Kinder der Straße aufmerksam, dennoch blieben zwei Drittel vor dem Überqueren des Schutzweges nicht stehen. Bei 29 Prozent aller Beobachtungen wurde bei den 6- bis 10-Jährigen ein fehlerhaftes Verhalten festgestellt: „Auch wenn Kinder im Straßenverkehr immer und überall Vorrang haben, ist es wichtig, dass sie das richtige Verhalten beim Queren von Schutzwegen schon frühzeitig einstudieren“, betont Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV.

Er verweist auf eine KFV-Umfrage, wonach nicht alle Verkehrsteilnehmer bei der Vorrangregelung für Kinder sattelfest seien. Etwa ein Drittel der Befragten wusste nicht, dass Lenker Kindern das Queren von Straßen immer sicher und ungehindert ermöglichen müssen.

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