Sportwagen SupraMagna: Jetzt gibt auch Toyota grünes Licht für Graz

Eine Woche nach BMW bestätigt Toyota den Fertigungsauftrag für den Sportwagen bei Magna. Und mit Skoda könnte es bald einen weiteren neuen Kunden geben.

Am Genfer Autosalon wurde der Toyota Supra erstmals als seriennahe Studie gezeigt
Am Genfer Autosalon wurde der Toyota Supra erstmals als seriennahe Studie gezeigt © O. Wolf
 

Auch wenn vertraglich alles schon längst in trockenen Tüchern war (wir berichteten exklusiv), haben sich BMW und Toyota mit der Bestätigung der Fertigungsaufträge für das Kooperationsmodell bei Magna-Steyr lange Zeit gelassen. Doch nun ist es offiziell unter Dach und Fach.

Gaben die Bayern vor einer Woche grünes Licht für den Bau des Roadsters Z4, zog jetzt der japanische Autoriese nach und bestätigte die Fertigung des Sportwagens Supra in Graz. Der erste Montageauftrag eines asiatischen Herstellers ist für Magna ein besonderes Prestigeprojekt. Auch beim österreichischen Toyota-Importeur in Wien zeigt man sich stolz. "Wir freuen uns, dass sich Toyota entschieden hat, den Supra in Österreich fertigen zu lassen", sagt Friedrich Frey.

Beim Serienanlauf hat BMW den Vortritt. Während die Montage des offenen Zweisitzers bayrischer Herkunft noch heuer gestartet wird (Markteinführung: Frühjahr 2019), läuft der neu aufgelegte japanische Kult-Sportwagen erst im Sommer 2019 vom Band. Bezüglich der Stückzahlen hält sich Toyota ebenso bedeckt wie BMW. Doch darf man davon ausgehen, dass vom Toyota-Coupé doppelt so viele Fahrzeuge montiert werden könnten als vom BMW-Roadster. Schließlich genießt die Sportwagen-Ikone speziell auf dem japanischen Heimmarkt und in den USA Kultstatus. So spekuliert man auf bis zu 40.000 Stück pro Jahr.

Die Fertigung des BMW Z4 bei Magna Steyr startet noch heuer
Die Fertigung des BMW Z4 bei Magna Steyr startet noch heuer Foto © BMW

Mit den beiden BMW-Modellen (5er, Z4), den beiden Jaguar-Neuheiten (I-Pace und E-Pace), dem Mercedes G und dem Toyota Supra würde Magna in Graz spätestens Ende 2019 an die Kapazitätsgrenze stoßen und dann über 200.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren.
Doch die Reputation der Grazer Autobauer zieht weitere Hersteller an. So soll, wie man hört, schon bald Skoda das Kunden-Portfolio von Magna-Steyr ergänzen.

Die tschechische Volkswagen-Tochter prüft wegen einer boomenden Nachfrage eine Auftragsfertigung außerhalb des Konzerns. Die Verhandlungen laufen offensichtlich, allerdings müsste man im Falle eines Zuschlags wohl am neuen Standort in Slowenien produzieren, wo Magna gerade eine Lackieranlage hochzieht und in einer weiteren Ausbaustufe auch eine Gesamtfahrzeugfertigung plant.

Skoda produziert aktuell 1,2 Millionen Autos pro Jahr, bis zum Jahr 2025 könnten es zwei Millionen sein.

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